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Wahrheiten über den 2. Weltkrieg

In der offiziellen Geschichtsschreibung wird erzählt, dass der Zweite Weltkrieg nur deshalb ausbrach, weil damals Deutschland über Polen hergefallen ist, Polen nur das Opfer sei, Frankreich und England dem bedrängten Polen helfen und die USA die Helfer unterstützten. Der ehemalige Bundeswehrgeneral Gerd Schultze-Rhonhof räumt mit diesem Mythos gründlich auf und belegt mit seinem Buch ›Der Krieg, der viele Väter hatte‹, dass die wahre Geschichte sich ein wenig anders darstellt.


1953 und erneut 1990 musste sich die Bundesrepublik Deutschland vertraglich verpflichten, die im Urteil des Nürnberger Prozesses niedergeschriebene Siegergeschichtsschreibung auch zukünftig in allen Teilen aufrecht zu erhalten. Das Buch von Gerd Schultze-Rhonhof ist daher Pflichtlektüre für alle Menschen, die abseits zensierter Geschichtsbücher endlich die Wahrheit zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs erfahren möchten. Die Kernaussage seines Buches lautet: Hitler hat zwar den Krieg ausgelöst, jedoch nicht alleine verursacht. Kein Wunder, dass sich die vier Siegermächte vor dem Nürnberger Prozess darauf einigten, dass Fragen nach der Schuld der Mitverursacher nicht zugelassen sind.

Wer den Zweiten Weltkrieg verstehen will, muss auch die Geschichte des Ersten Weltkriegs kennen. Daher geht Gerd Schultze-Rhonhof zunächst zurück in diese Zeit. Auch dieser Krieg ist mitnichten die alleinige Schuld Deutschlands. Das hat bereits Christopher Clark in seinem Buch ›Die Schlafwandler‹ festgestellt. Anders als Clark gibt Schultze-Rhonhof in seinem Buch auch den Grund für die damals überstürzte Mobilmachung der Deutschen an: Russland ist ohne Warnung oder Kriegserklärung in Deutschland einmarschiert!

Nach vier langen Jahren des Blutvergießens war es im Oktober 1918 endlich so weit, dass die Kriegsgegner Waffenstillstandsverhandlungen aufnahmen. Der US-Präsident Woodrow Wilson hatte bereits vorher einen 14-Punkte-Plan vorgelegt, der die Grundlage für einen Friedensvertrag sein sollte. Die dort aufgelisteten Vorschläge waren für die Führung des Deutschen Reichs annehmbar. Vor der Aufnahme der Verhandlungen sollten die deutschen Truppen sich aus den besetzten Teilen Frankreichs und Belgiens zurückziehen.

Deutschland war schließlich noch unbesiegt, hatte im Gegenteil 1917 sogar Russland niedergerungen und diesem Land einen fairen Friedensvertrag ohne Gesichtsverlust angeboten. Die Reichsregierung vertraute dem Angebot und setzte auf die Aufrichtigkeit der Kriegsgegner, zieht die Truppen ab und beginnt, sie in der Heimat aufzulösen. Dass dies ein Fehler war und die Selbstentwaffnung Deutschland erpressbar machte, sollte sich rasch zeigen.

Sehr bald wurden neue Forderungen nachgeschoben, die nicht Grundlage des 14-Punkte-Plans von Wilson waren. Die deutsche Delegation kann jetzt nicht mehr damit drohen, die Kämpfe wieder aufzunehmen. Am Ende dieses Prozesses stand der berüchtigte Vertrag von Versailles, der Deutschland entrechtete. Statt gerechter und fairer Verträge, wie von Wilson ursprünglich angedacht, kam nun ›die Stunde der Abrechnung‹, wie der Franzose Clémenceau freudig bemerkte. Große Teile deutschen Gebietes mussten abgetreten werden.

Darunter Elsass-Lothringen an Frankreich und Posen sowie fast ganz Westpreußen an Polen. Die deutschen Kolonien mussten ebenso an die Sieger übergeben werden, wie das Saargebiet, das für 15 Jahre unter Frankreichs Herrschaft kam. Die dortigen Bergwerke wurden in französisches Eigentum überführt. Zudem gingen der größte Teil der Handelsflotte und der Goldreserven an die Sieger. Ebenso Unmengen von Nutzvieh, Landwirtschaftsmaschinen, Lokomotiven und Lastwagen. Darüber hinaus wurde das gesamte deutsche private Auslandsvermögen und unzählige Industriepatente konfisziert.

Es ist kein Wunder, dass in der Bevölkerung durch alle Schichten hindurch dieser Unrechtvertrag massiven Unmut auslöste. Die damals lebende Bevölkerung hat selbst noch miterlebt, wie aufrichtig Deutschland stets pflegte, mit dem besiegten Gegner umzugehen: Frankreich, das den Krieg von 1870 verursachte und verlor, musste damals das überwiegend von Deutschen bewohnte Elsas-Lothringen abtreten und binnen drei Jahren fünf Milliarden Goldmark für die Kriegsschäden zahlen. Danach zogen die deutschen Truppen wieder ab. Frankreich behielt seine Armee, seine Flotte, seine Kolonien und seine Goldreserven. Im Friedensvertrag, dem sogenannten ›Frieden von Frankfurt‹, regelten die Deutschen die Besitzstandgarantie für die französischen Elsässer. Im Vertrag von Versailles hingegen regeln die Franzosen die Enteignung der deutschen Elsässer.

Hinzu kommt, dass England trotz des im November 1918 geschlossenen Waffenstillstands seine im Krieg errichtete Seeblockade gegen Deutschland bis Mitte Mai 1919 aufrecht erhalten hat. Es wurden sogar Ersuchen der deutschen Reichsregierung abgelehnt, wenigstens Weizen, Fette, Kondensmilch und Medikamente während des Waffenstillstands vom Embargo auszunehmen. Die Folge: In Deutschland und Restösterreich waren bis März 1919 fast eine Million Hungertote zu beklagen.

Es ist daher ein Hohn, dass der Vertrag von Versailles mit den Worten ›Die Vereinigten Staaten von Amerika, das Britische Reich… einerseits und Deutschland andererseits… sind über folgende Bestimmungen übereingekommen:…‹. Dieses „Übereinkommen“ beruht auf dem puren Zwang der Stärkeren. Die Unterschrift wurde schlicht erpresst. Das falsche Wort soll dies lediglich verbergen. Hier ist der Grund zu suchen, warum Adolf Hitler 20 Jahre später mit den dann Unterlegenen in ähnlicher Weise verfahren ist.

Dieser Vertrag ist der Grund, warum in Deutschland ein Diktator an die Macht kommen konnte. Die Demokratie hatte in Deutschland nie eine Chance sich zu etablieren. Die immensen Reparationszahlungen und Einschränkungen die der Vertrag mit sich brachte verhinderten dies. So musste beispielsweise die Bevölkerung im Ruhrgebiet im Winter frieren, da die Kohle, kaum dass sie gefördert war, sofort nach Frankreich abtransportiert wurde. 132 Milliarden Goldmark plus 26 Prozent der deutschen Ausfuhrerlöse wurden als Reparation festgelegt. Dazu kamen noch die Unterhaltskosten für 140.000 Mann Besatzungstruppen. Frankreich hoffte, dass es Deutschland, wenn es nicht mehr zahlen kann, auf Dauer links des Rheins besetzen kann.

Selbst der britische Nationalökonom John Maynard Keynes bemerkte 1920, dass dieser Vertrag der Versuch ist, Deutschland der Versklavung zuzuführen. Wenn er Deutscher wäre, würde er mit keinem Strich unterschreiben. Der englische Abgeordnete J.W. Kneeshaw sagte 1920 auf dem Labour-Parteitag: »Wären wir das besiegte Volk und hätten solche Bedingungen auferlegt bekommen, so würden wir… in unseren Schulen und Heimen begonnen haben, unsere Kinder auf einen Vergeltungskrieg vorzubereiten«.

Die Folgen von Versailles

Das Buch gibt erhellendes Hintergrundwissen, um die damaligen Vorgänge nach 1933 zu verstehen. So wird gerne behauptet, dass Hitler 1936 einfach so in das entmilitarisierte Rheinland einmarschierte. Die Wahrheit ist, dass damals die Sowjetunion und Frankreich eine Zusammenarbeit erörterten, die vorsah, dass Frankreich in das von deutschen Soldaten entblößte Rheinland einmarschiert und in Richtung Tschechoslowakei vorstößt, wo eine Vereinigung mit sowjetischen Truppen vorgesehen ist. Dies wäre eine Verletzung des Locarno-Vertrages gewesen, weshalb Hitler sich entschloss, sich nun auch nicht mehr an den Vertrag zu halten und präventiv das nicht geschützte Rheinland besetzt. Danach bot Hitler Frankreich eine entmilitarisierte Zone auf beiden Seiten des Gebiets an, verbunden mit Höchstzahlen beider Streitkräfte, kombiniert mit einem Nichtangriffspakt für 25 Jahre.

Auch der Anschluss Österreichs wird als Willkürhandlung Hitlers angesehen, seine Heimat dem Reich anzugliedern. Im Buch liest man jedoch, dass bereits am 2. März 1919 in der Wiener Nachkriegsnationalversammlung fast einstimmig beschlossen wurde, Österreich als Bestandteil Deutschlands anzusehen. Noch am selben Tag wurde diesbezüglich ein Staatsvertrag unterzeichnet. Die Siegermächte missachteten jedoch das Selbstbestimmungsrecht der Völker und verboten in Saint-Germain die Vereinigung. Der Wunsch nach einer Vereinigung war in Österreich über die Jahrzehnte immer vorhanden.

Gerd Schultze-Rohnhof schildert detailliert, dass kein machtlüsterner Irrer Österreich ›Heim in Reich‹ holte, sondern dass dieser Wunsch von der Bevölkerung kam und zudem auch zu deren Schutz erfolgte, da es genug Länder gab, sich an einem schwachen Österreich zu bedienen. Damit alle Welt sehen könne, dass hier eine freiwillige Vereinigung vollzogen wurde, marschierten auch österreichische Truppen damals nach München, Dresden, Stuttgart und Berlin. In den Nürnberger Prozessen wurde nach dem Krieg der Reichsregierung Rechtsbruch und Eroberung bezüglich des Anschlusses Österreichs vorgeworfen. Wer das Buch ›Der Krieg, der viele Väter hatte‹ gelesen hat, kann selbst feststellen, dass dieser Vorwurf an den Haaren herbeigezogen ist.

Auch die Geschichte zur Frage der Sudetendeutschen ist ein Kind des Versailler Vertrags, das in völlig überflüssige Weise von den Siegern des Ersten Weltkriegs gezeugt wurde. Im Buch steht niedergeschrieben, was sich tatsächlich ereignete und dass die Besetzung der Rest-Tschechoslowakei durch Hitler zwar ein Bruch des Völkerrechts war, doch auch hier noch andere Dinge eine Rolle spielen, die gerne in der offiziellen Geschichtsschreibung unter den Tisch fallen.

Zudem ist dort zu lesen, dass es das Problem ›Sudetenland‹ nur deshalb gab, weil die Tschechen 1918 falsche Angaben zum Bevölkerungsanteil der Deutschen und zu ihren Siedlungsflächen machten, sich so ein Gebiet sicherten, das ihnen nicht zustand und darüber hinaus auch noch annektierten, bevor der Vertrag von Versailles überhaupt unterschrieben war. Zudem erfährt man, dass eine Gruppe hoher deutscher Generale Hitler festnehmen wollten, wenn er wegen der Sudeten einen Krieg vom Zaun brechen würde. Der Vorwurf, dass die Wehrmacht ein williges Werkzeug Hitlers war, trifft daher nicht zu.

Auch im Fall der Hafenstadt Danzig ist die Quelle allen Übels im Versailler Vertrag zu suchen. Zu einem sehr großen Teil jedoch auch im Verhalten der Polen ihren Minderheiten gegenüber. Das waren nicht nur Deutsche. So wurden bereits ab 1919 missliebige Personen in Konzentrationslagern bei Szezypiorno und Stralkowno eingesperrt. Assimilierung durch Zerstörung der Kultur ist an der Tagesordnung. Die Juden werden von den Polen als Problem betrachtet. 1931 erklärte der ehemalige Außenminister Dmowski die Judenfrage zum größten Problem für die Zivilisation der ganzen Erde. Er vertrat, man lese und staune, dass nur die völlige Austreibung der Juden aus Polen die Judenfrage lösen könne. Ein Satz, den man bisher nur mit Hitler in Zusammenhang brachte.

Die antisemitische Bewegung führt dazu, dass zwischen 1933 und 1938 etwa 557.000 Juden Polen verlassen, was zum großen Teil über Deutschland geschah. Ein kleiner Teil findet dort Zuflucht, vor allem deshalb, weil sich andere Staaten weigerten, diese Menschen in großer Zahl aufzunehmen. 1939 ist eine Verschlechterung der Lage von Juden in Polen zu beklagen. Es wird vom Boykott jüdischer Firmen, über den Entzug von Anwaltszulassungen, Plünderungen sowie Ausschreitungen mit Todesopfern in vielen Städten berichtet. Ähnliche Schicksale hatten auch andere Minderheiten Polens zu beklagen. Vor dem Zweiten Weltkrieg steht Polen dem Deutschen Reich in dieser Hinsicht in nichts nach.

Polen war damals ein unglaublich aggressiver Staat, der sich nicht scheute, reihenweise seine Nachbarn zu überfallen, um interessante Gebiete zu erobern. Am 9. Oktober 1925 war zum Beispiel in der ›Gazeta Gdansk‹ zu lesen, dass Polen ohne Königsberg, ohne ganz Ostpreußen nicht existieren kann. Man müsse in Locarno fordern, dass ganz Ostpreußen liquidiert wird. Sollte das auf friedlichem Weg nicht möglich sein, gibt es ein zweites Tannenberg. 1930 schrieb die Zeitung ›Mocarstwowiec‹: »Unser Ideal ist, Polen mit den Grenzen an der Oder im Westen und der Neiße in der Lausitz abzurunden und Preußen vom Pregel bis zur Spree einzuverleiben. In diesem Krieg werden keine Gefangenen gemacht. Es wird kein Platz für humanitäre Gefühle sein. Wir werden die ganze Welt mit unserem Krieg gegen Deutschland überraschen.« Marschall Pilsudski unternimmt 1933 sogar drei Versuche, Frankreich zu einem gemeinsamen Angriffskrieg gegen Deutschland zu bewegen.

Angesichts dieser Aussagen reibt sich der Leser die Augen, war bisher in der offiziellen Literatur doch immer von der Blutrünstigkeit des Dritten Reiches die Rede, das nur darauf aus war, die Welt zu erobern und auch ein Auge auf das unschuldige Polen geworfen hatte.

Der Hunger von Polen nach Land war derart groß, dass es keine Skrupel hatte, sein angedachtes Opfer Deutschland nach dessen Eingliederung des Sudetenlands zu fragen, ob es möglich wäre, das Gebiet ›Teschen‹ zu annektieren. Da Hitler zuvor jahrelang auf dem Verhandlungsweg vergeblich versuchte, eine Lösung der Danzig-Frage herbeizuführen, willigte Hitler in der Hoffnung ein, nun in dieser Frage endlich zum Abschluss zu kommen. Doch scheiterte er an der Unnachgiebigkeit der polnischen Verhandlungsführer, die einen für Sie vorteilhaften Vertrag ausschlugen.

Dieser sah unter anderem vor: Danzig kehrt heim ins Reich; im nördlichen Korridor soll die Bevölkerung abstimmen, ob sie polnisch oder deutsch wird; die Stadt Gdingen bleibt polnisch; Je nach Abstimmungsergebnis erhalten Polen oder Deutschland das Recht, Verkehrswege nach Ostpreußen beziehungsweise Gdingen zu bauen und zu besitzen. Der Vorschlag, der den Frieden retten könnte, wurde von Polen nicht angenommen. Stattdessen wurde in Polen die Generalmobilmachung bekanntgegeben.

Besonders interessant ist die Haltung Englands. Deren Handeln war darauf ausgerichtet, dass keinesfalls Polen den Krieg beginnt. Es wurde auf Zeit gespielt, in der Hoffnung, dass Deutschland den Erstschlag durchführt. Man spekulierte auf den Wetterfaktor. Wenn der Polenfeldzug nicht spätestens Anfang September beginnt, besteht die Gefahr, im Kriegsverlauf in die Winterzeit zu geraten, was für das deutsche Heer fatal wäre, da es dafür nicht gerüstet war.

Bereits am 2. Tag des Krieges bot Hitler an, die Kampfhandlungen zum Preis von Danzig und des Korridors sowie unter Begleichung der Kriegsschäden einzustellen. Eine Ausweitung zum Weltkrieg war daher zu diesem Zeitpunkt aufhaltbar und scheiterte nur an der Unnachgiebigkeit der späteren „Sieger“. Gerd Schultze-Rohnhof spricht daher sehr richtig von vielen Vätern, die Schuld am 2. Weltkrieg haben.

Nach dem Krieg wurde dann im sogenannten Nürnberger Prozess die Wahrheit nach der Schuld gesucht. Auch dazu gibt es im Buch Erhellendes zu lesen, was den Glauben an ein faires Verfahren schwer erschüttert. In diesem Prozess wurde zum Beispiel ein zweiteiliges Dokument einer angeblichen Hitler-Rede verwendet, das weder Kopf noch Datum, kein Aktenzeichen, keine Tagebuchnummer oder eine Unterschrift trägt. Niemand kann sagen, woher es stammt und wer es verfasst hat. Zu allem Überfluss wurde ein angebliches Originaldokument, in dem besonders brutale, vulgäre und groteske Formulierungen von Hitler festgehalten sind, als Fälschung entlarvt. Auch die Beweiskraft des sogenannten Hoßbach-Protokolls steht unter vier Vorbehalte, die Gerd Schultze-Rohnhof erläutert.

Im Buch geht es also unheimlich spannend zur Sache. Wer einmal darin begonnen hat zu lesen, wird sofort gefesselt. Auf nahezu jeder Seite stehen Informationen, die der Leser wohl bisher noch nirgendwo gelesen hat. Nach der Lektüre dieses Buches steht ein völlig neues Bild von Deutschland im Raum. Fassungslos muss man feststellen, dass man als nach dem Krieg Geborener um die wahre jüngere Geschichte seines Volkes betrogen wurde. Gerd Schultze-Rohnhof sei dafür gedankt, dass er den Mut hatte, dieses Buch zu schreiben. Es sollte in jedem Haushalt und jedem Klassenzimmer zum Bestand gehören, damit jederzeit ein kompetenter Ratgeber zur Hand ist, wenn wieder einmal die Sprache auf den Zweiten Weltkrieg und dessen Ursache kommt.

 

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Titel: Der Krieg, der viele Väter hatte
Autor: Gerd Schultze-Rohnhof
Verlag: Olzog Verlag
ISBN: 978-3-7892-8336-9
Jahr: 2012
Preis: 39,90 Euro
www.olzog.de
 

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