Sie sind hier:

Jahrgang 2017

Jahrgang 2016

Jahrgang 2015

Ausgabe Januar 2015

Ausgabe Februar 2015

Ausgabe März 2015

Ausgabe April 2015

Ausgabe Mai 2015

Ausgabe Juni 2015

Ausgabe Juli 2015

Ausgabe August 2015

Ausgabe September 2015

Ausgabe Oktober 2015

Ausgabe November 2015

Ausgabe Dezember 2015

Jahrgang 2014

Jahrgang 2013

Jahrgang 2012

Jahrgang 2011

Jahrgang 2010

Suchen nach:

Allgemein:

Startseite

Impressum

Kontakt

Gefährliche Produkte 2017

Gefährliche Gemische brauchen neue Etiketten

Gläubiger werden noch länger auf ihr Geld warten

Stärker serviceorientiert und responsive

25 Jahre Exzellenz für Laserstrahlformung

Adidas und Siemens kooperieren

Wettbewerbsvorteile mit Digitalisierung

Künstliche Intelligenz als Chance

Aleris: Alu-Legierungen mit Top-Eigenschaften

Wasseraufbereitung ohne Chemie

Automatisierte Bestandsführung von Werkzeugen

Vernetzbare Hydraulik von Rexroth

Hygienic Design für Normelemente

Haimer-Gruppe übernimmt Microset GmbH

Leybold vereinfacht Reparaturen

Firmengruppe Liebherr mit gutem Ergebnis

Mader: Druckluft-Leckagen auf der Spur

Zusammenarbeit in Sachen IoT-Dienste

System-Handbuch für Industrie und IT

Kompakter Mobilfunkrouter mit MindConnect

Ultrafeinkörniger Stahl von Steeltec

Anlage in nur drei Monaten modernisiert

Trelleborg erweitert sein Dienstleistungsprogramm

XL-Leistung für beste Performance

Benchmark in Sachen Flexibilität und Effizienz

Hebotecs Klettband-Befestigungslösung

Präzisions-Hochspannungsmeter

Concept Laser baut Führungsposition aus

Neuer Geschäftsführer Vertrieb bei Hedelius

Reger Zuspruch für den FBDi-Verband

Mehr Manpower für Remmert

Heinrich Peter Röhm feiert 80. Geburtstag

"Girls' Day" bei Yaskawa

Großversuch mit Deutschland

Weiterbildung ist das A und O

Wirbel um das gekündigte Klimaabkommen

Die Wärmeausdehnung im Fokus

Die energiesparende Schneide

Frontapparat verkürzt Bearbeitungszeit

Geboren aus sehr feinem Staub

Spezialitäten aus dem Bayerwald

Eintauchen in die Welt der Musik

Ein Handschuh, der mitdenkt

Mikrostrukturen mit dem Laser ätzen

Gasturbinenschaufeln aus dem 3D-Drucker

Geringerer Strömungswiderstand dank Luftkissen

Hochproduktives Aluminium-Zerspanen

Ideal für vielfältige Materialien

Spitzen-BAZs für den Werkzeug- und Formenbau

Für die Zukunft gerüstet

Gelenkersatz in 1A-Qualität

Komplexe Teile in 50 Minuten

Ideal für die CFK-Bearbeitung

Iscar erweitert Programm

Gemeinsam an die harten Fälle

Effizientes Spannen von Werkstücken

Große Bedeutung für die Prozesssicherheit

25 Tonnen Spannkraft

Spannzangenrundlauf unter 2 µm

Nahtlose Vereinfachung der Messtechnik

Service digitalisiert

Panels zum Bedienen und Beobachten

Datakit unterstützen jetzt Creo Parametric 4.0

HELiOS 2017 bekommt Service Pack 1

HBE Dynamic-Baureihe auf Erfolgskurs

Esab verbessert Stabelektroden

Für noch mehr Qualität in der Fertigung

Presse und Werkzeug optimal abgestimmt

Passgenaue Dreh-Schleif-Lösung

Kombination aus zwei Baukästen

Optisches Messsystem für große Messprojekte

Einstieg in automatische CNC-Messung

Eine Technologie setzt sich durch

Steinbocks Kühlmittelschläuche

Alternative zum Kühlschmierstoff

Gerüche, Gase und Dämpfe beseitigen

Zahnräder und Wellen effizient kugelstrahlen

FDM-3D-Drucktechnologie spart Zeit

3D-Drucker lässt Silberrücken auferstehen

Sechs Zylinder für mehr Leistung

Low-Cost-Roboter von Igus

Sicherheit hat beim Fräsen höchste Priorität

MTS Sensors: Neue Schnittstellen und Zertifikate

Höhere Traglast für die Motoman GP-Serie

Siei-Areg ergänzt Sortiment an Servomo

Baggerschaufeln im Turbotempo schleifen

BDS: Ein vielseitiger Spezialist

Hellwig macht alte Drehmaschinen sicherer

Rolltorsystem für eine Schleifmaschine

Die Welt der Sensoren im Griff

Anzeige


Die Index-Gruppe zählt mit ihren Marken ›Index‹ und ›Traub‹ zu den weltweit führenden Herstellern von CNC-Drehmaschinen. Mit sechs Produktionsstandorten und fünf internationalen Vertriebs- und Servicegesellschaften sowie 80 Vertretungen ist die Esslinger Unternehmensgruppe weltweit vertreten.






Interessante Artikel früherer Ausgaben






Anzeige


Die Hydropneu GmbH produziert Hydraulikzylindern, Hydraulikaggregaten und hydraulische Steuerungen. Neben der Fertigung von Norm- und Standardzylindern ist die Konstruktion von maßgeschneiderten Hydraulik-Zylindern nach Kundenvorgaben ein Spezialgebiet des Unternehmens.






Wichtige Neuheit!

Die Welt der Fertigung wird ab sofort nicht mehr gedruckt, sondern als multimediale PDF-Ausgabe zum freien Download veröffentlicht. Hier geht´s zu den PDF-Ausgaben. Mehr Infos zur Welt der Fertigung finden Sie hier.






Anzeige


Die Klingelnberg Gruppe ist weltweit führend in der Entwicklung und Fertigung von Maschinen zur Kegelrad- und Stirnradbearbeitung, Präzisionsmesszentren für Verzahnungen und rotationssymmetrische Bauteile sowie in der Fertigung hochpräziser Komponenten für die Antriebstechnik im Kundenauftrag.






Die Welt des Kaufmanns






Die VBA-Welt






Die 3D-Welt von Blender






Anzeige







Anzeige


Das Kerngeschäft der Paul Horn GmbH ist die Bearbeitung zwischen zwei Flanken – Schwerpunkt Einstechen – sowie von weiteren, hochtechnologischen Anwendungen, verbunden mit Kundennähe, hoher Produktqualität, Beratungskompetenz und Lieferbereitschaft.






Die Welt der Geometrie







Die Welt der Elektronik







Die bunte Welt






Anzeige


Supfina Grieshaber besitzt langjährige Erfahrung auf dem Gebiet der Superfinish-Bearbeitung mit Stein- und Bandwerkzeugen. In Verbindung mit dem Wissen über vor- und nachgelagerte Prozesse bietet das Unternehmen praxisorientierte Lösungen.






Die besondere Welt






Anzeige


Leistungsstarke Sägemaschinen zur Metallbearbeitung sind das Markenzeichen der weltweit tätigen Behringer GmbH. Die Produktpalette umfasst Band-, Kreis- und Bügelsägen sowie Automatisierungskomponenten aus dem hauseigenen Stahlbau.






Die Welt der Goodies


Additive Fertigung


Automation


Biegen


CAD


Entsorgung


Gewindeherstellung


Handwerkzeuge


Kennzeichnen


Lasertechnik


Logistik


Maschinenbau


Messtechnik


Schleiftechnik


Schweißtechnik


Sicherheitstechnik


Spannmittel


Steuerungen


Tribologie


Wasserstrahltechnik


Zahnradfertigung


Sonstiges






Die Welt der Events






Anzeige


EMUGE-FRANKEN ist ein Unternehmensverbund der Präzisionswerkzeug-Hersteller EMUGE-Werk Richard Glimpel GmbH & Co.KG in Lauf und der FRANKEN GmbH & Co. KG in Rückersdorf. Seit nahezu 100 Jahren zählt das Unternehmen zu den weltweit führenden Herstellern von Produkten der Gewindeschneid-, Prüf-, Spann- und Frästechnik.






Anzeige


Die RAZIOL Zibulla & Sohn GmbH steht seit 75 Jahren für Qualität in der Schmierungstechnik. Rollenbandöler, Sprühsysteme, Befettungssteuerungen, Dosiergeräte sowie leistungsstarke Umformöle gehören zu den in Eigenfertigung entwickelten und konstruierten Produkten.






Die Welt der Erfindungen

Hier bieten Erfinder Rechte oder Lizenzen für interessante Produkte an. Reinschauen lohnt sich!







Die Welt aus Professorensicht

An dieser Stelle wird sich in unregelmäßigen Zeitabständen ein anonym bleibender Professor äußern. Er wird intime Einblicke in ein absurdes Lehrsystem geben, das sich als leistungsfeindlich und ungerecht outet.







Anzeige


Vogt Ultrasonics ist seit 1983 ein Spezialist in der zerstörungsfreien Werkstoffprüfung. Das Unternehmen bietet hochleistungsfähige Ultraschallprüfsysteme und -geräte sowie alle zerstörungsfreien Prüfmethoden in Dienstleistung im eigene Prüfzentrum oder beim Kunden vor Ort.






Die Welt der Reisenden

Ob Urlaub, Messebesuch oder Reportage, es gibt viele Gründe, Hotels und Pensionen aufzusuchen. Gerade zur Messezeit sind viele Häuser jedoch total überteuert. Wir präsentieren günstige Geheimtipps.


Messe Düsseldorf und Köln



Messe Frankfurt



Messe Hannover



Messe Koblenz



Messe Leipzig



Messe München



Messe Nürnberg



Messe Pforzheim



Messe Stuttgart







Interessante Links aus aller Welt

Energiepolitik: Billige Energie entscheidet über Hunger oder Wohlstand
Studie: Vor 4.000 bis 6.000 Jahren lag der Meeresspiegel um bis zu sechs Meter höher
Absurd: Stromüberangebot wird künstlich teuer vernichtet
Erwischt: Politik und deutsche Medien als Fake News-Produzenten
Sonnensystem: Neuer Mond um Zwergplaneten entdeckt
Studie: Pflanzen können offenbar hören
Sensation: Lebensecht versteinerter Dinosaurier entdeckt
Entwicklungsgeschichte: Stammt der Mensch doch nicht aus Afrika?
Studie: Atheisten sind statistisch intelligenter als gläubige Menschen
Methanhydrat: China baut „brennbares Eis“ im Südchinesischen Meer ab
Indoktrination: Grundschulkinder werden manipuliert
Solarenergie: Viele Arbeitsplätze für eine magere Energieerzeugung
Fake-News: Abersinn im Bayerischen Grundschul-Arbeitsblatt
Feinstaubgrenzwerte: Hinter der Forderung nach strengeren Grenzwerten steckt in Wahrheit ein perfider Langzeitplan
ZDF: Unkorrekte Berichterstattung in Sachen Klimawandel
Studie: Alleine die Sonne ist für Variationen von Temperatur und Niederschlag verantwortlich
Ärgerlich: EU-Kommission will Mautsystem an die gefahrenen Kilometer koppeln
Zufallsfund: Forscher haben Fisch ohne Gesicht entdeckt
Erkenntnis: Schon in der Altsteinzeit wurden Karieslöcher mit winzigen Bohrern behandelt
Cookies: EU-Kommission will Zustimmungsverfahren einführen
Lohngerechtigkeit: Firmen sind schlecht vorbereitet
Versehen? Ermittler finden nach Exhumierung fremde Leichenteile im Sarg des ehemaligen polnischen Präsidenten Lech Kaczynski
Faszinierend: Tolle Bilder von Astronaut Thomas Pesquet aus der ISS
Marsforschung: Es gab über Millionen Jahre lebensfreundliche Bedingungen auf dem Roten Planeten
Weg zur Bargeldabschaffung: Gebühren bei Kartenzahlung werden abgeschafft
Autonom: Forscher entwickeln Drohne für den Dauerbetrieb
Bürgerentmachtung: SPD-Bundespolitiker Marco Bülow mahnt an, dass die geplante Infrastrukturgesellschaft die Privatisierung der Autobahn ermöglicht
Stabiler: Bauverfahren aus alter Zeit sorgen für ultraleichte Betondecken
Aralsee: Wasser und Fische kehren zurück
Klimapolitik: Warum der US-Präsident eine richtige Entscheidung getroffen hat
ARD-Tagesschau: Fake-Meldung spricht von Meeresspiegelanstieg
Fake News: Eine Sammlung von Fakten zeigt, dass die Wahrheit derzeit unerwünscht ist
Kohlenstoff-Steuer: Bürger werden massiv zur Kasse gebeten
Geklärt: Wow-Signal stammt nicht von einer fremden Zivilisation
Überwachungsskandal: Dokumente lassen sich eindeutig zu einem bestimmten Drucker und einer bestimmten Druckzeit zurückverfolgen
Preiskracher: Lasersintermaschine für unter 10.000 US-Dollar






Schmieden von Aluminium mit viel High-Tech

Metallverarbeiter stehen in hartem Konkurrenzkampf. Nicht nur untereinander, sondern auch gegenüber der Plastik- und 3D-Druck-Industrie. Doch auch oder gerade in Nischen finden sich wirtschaftliche Geschäftsmodelle und Techniken: Etwa das Aluminium-Schmieden. Nahe Dresden findet sich ein darauf spezialisierter Mittelständler. 180 Mitarbeiter stellen hier mittlerweile rund 450 unterschiedliche Teile im Jahr her. Die Umformtechnik Radebeul GmbH zeigt, wie eine Mischung aus High-Tech, Know-how und handwerklichen Könnens wettbewerbsfähig macht.

Hitzig

Es geht heiß her: Die Pressen der Aluminium-Schmiede erledigen den härtesten Teil der Arbeit.



Stephan Schneider erinnert sich gerne an das Bild: Mit einem Pralltopf aus gegossenem Aluminium in der Hand, kamen vor Jahren zwei Männer an seinen Messestand der Umformtechnik Radebeul. „Können Sie das schmieden?“, fragten die seinen Kollege Mike Müller. Nachdem der sich das dünnwandige und geometrisch verzwickte Stück genau angeschaut hatte, bejahte er. „80 Prozent Überzeugung, 20 Prozent sportlicher Ehrgeiz“, gibt der 48-jährige Ingenieur und Fachmann für Metalltechnologie heute zu.

Wie sich später herausstellte, arbeiteten die beiden Interessenten für einen Hersteller von Premiumfahrzeugen und sie fanden auf der Messe kein anderes fachlich-befähigtes und mutiges Unternehmen, das diesen Schritt wagte. „Wir wollten schon auch ein Achtungszeichen gegenüber der Konkurrenz setzen“, strahlt der gebürtige Berliner noch acht Jahre später.

Zurück in Radebeul tüftelte Müller, der sich seit 14 Jahren mit dem Schmieden von Aluminium beschäftigt, an den zwei Millimeter dünnen Wänden. Er probierte unterschiedliche Werkzeuge aus, um die großen Flächen und die komplizierte Geometrie in den Griff zu bekommen, ohne dass der Pralltopf mechanisch nachbearbeitet werden muss. Lediglich vier Schraubenlöcher werden noch gebohrt.

Eine große Schwierigkeit war, dass Aluminium aufgrund seiner Viskosität über Ecken und Kanten fließt, wenn das obere Werkzeug auf das untere geschlagen wird. Dann bilden sich gerne kleine Falten, die schlichtweg schlecht aussehen und vor allem keine ideale Festigkeit garantieren. Sie sind wie kleine Sollbruchstellen. Aber es funktionierte. Wie es dann so ist: Der Prototyp ging nicht in Serie. Erst bei einem anderen Fahrzeugmodell kam der Spezialist für geschmiedetes Aluminium zum Zug und liefert inzwischen jährlich zwischen 56.000 und 70.000 Stück an den Hersteller. Zwar ist Schmieden bis zu 100 Prozent teurer als Gießen, allein weil der Materialverbrauch wesentlich höher ist. Andererseits ist geschmiedetes Aluminium wesentlich fester – das schätzen Autofahrer an ihren Stoßstangen.

Auch bei mehreren Teilen für eine Tourenskibindung war Müllers sportlich-technischer Ehrgeiz wieder mal geweckt. Er erkannte, dass die Naht zwischen unterem und oberem Werkzeug ungünstig gesetzt war. Seine Konstrukteure legten eine andere Formtrennung fest und fanden Lösungen für andere Schwachstellen, so dass die Bauteile kaum noch nachbearbeitet werden müssen. Ergebnis: 150.000 Stück dieser Bindungsteile für Tourenskis werden in Radebeul geschmiedet.

Außerdem fertigt die Schmiede kleinere Kurbelwellen, Pleuel, Zahnräder oder Spurstangenköpfe, Lenkungs-, Getriebe- und Verschleißteile für Nutzfahrzeuge und auch ein Fußrastenanlage für einen deutschen Zweiradhersteller. Wieder haben diese Teile dünne Wände, große Flächen und eine komplizierte Geometrie. Letztes ist die größe Herausforderung. Denn das Ausgangsmaterial ist gleichmäßig, und muss während des Umformens auf dicke und weniger dicke Stellen in der Schmiedeform, dem Gesenk, verteilt werden. „Dann müssen wir an der einen Seite Material wegnehmen und es auf die andere Seite rüberschieben“, erklärt der Geschäftsführer für den Laien. Hier ist handwerkliche Genauigkeit gefragt, welche die Technik unterstützt.

Für Experten

Profis wissen, wie man aus Aluminium komplizierte Bauteile schmiedet.

Jedes Detail entscheidet



Etwas gröbere, handwerkliche Arbeit ist beim Abgraten nötig: Dieser Teil der Verarbeitung geschieht, wenn das Schmiedeteil Zimmertemperatur erreicht hat. Denn das Bauteil muss angefasst werden können. Verwenden Arbeiter Zangen, um das Werkstück anzufassen, verformt es sich dadurch eventuell wieder. Mindestens bleibt ein unschöner Werkzeugabdruck. „Für uns ist es außerdem besser, wenn wir nicht alle Schritte in-line machen“, erläutert Schneider. Er verspricht sich dadurch mehr Flexibilität und einen konstanteren Produktionsprozess. Ist das Teil von allen Überständen befreit, erwärmen es die Radebeuler erneut und schließen den Härteprozess an.

Beim Rohling setzen die Alu-Profis vor allem auf stranggepresstes Rundmaterial. Das hat gegenüber Guss den Vorteil, dass es weitestgehend poren- und lunkerfrei ist. Der runde Querschnitt ermöglicht eine optimale Wärmeverteilung. Besonders die aushärtbare Knetlegierung EN AW 6082 zeichnet sich durch hervorragende Umformeigenschaften beim Schmieden aus. Sie enthält neben Aluminium hauptsächlich die Legierungsbestandteile Magnesium, Silizium und Mangan. „Diese beeinflussen nach einer speziellen Wärmebehandlung maßgeblich die mechanischen Eigenschaften und die Korrosionsbeständigkeit der Schmiedeteile“ sagt Stephan Schneider. Deshalb traut sich die UFT etwa an Teile mit 23 mm Steghöhe und 3 mm Dicke oder 50 mm Steghöhe bei 6mm Dicke heran.

„Oftmals sind die Anforderungen an Gewicht und Festigkeit so, dass nur Schmieden in Frage kommt“, erläutert Schneider. Wirtschaftlich wird Schmieden unabhängig von der Losgröße immer dann, wenn die Festigkeit anders nicht erzielt werden kann. Als Spezialist für kleine und mittlere Stückzahlen wurden bei der UFT bereits Losgrößen von einmalig 30 Teilen auf Kundenwunsch geschmiedet. Zwar ist Schmieden bis zu 100 Prozent teurer als Gießen, allein weil der Materialverbrauch wesentlich höher ist. Andererseits ist geschmiedetes Aluminium wesentlich fester. Beim Gießverfahren kann man zwar komplexere Geometrien verwirklichen. Aber durch die dann im Material befindliche Rest-Porosität ist das Werkstück weniger robust. Letztlich kommt es darauf an, was der Kunde braucht. Möchte eine Firma ein einzelnes Bauteil, ist Fräsen im Vergleich oft billiger. Schmieden überholt das Fräsen bei den Kosten pro Teil, wenn es um einige hundert Stück geht. Beim Gießen sind hier schon einige zehntausend Stück nötig. Denn eine Gießform ist etwa vier Mal teurer als ein Gesenk. Schneiders Kunden ordern meist zwischen 10.000 und 100.000 Stück.

Um bei so vielen Handgriffen und teurer Technik noch mehr Qualität in die Prozesse zu bringen und dabei Kosten zu sparen, arbeitet der Betrieb mit einem modernen Koordinationsmessgerät. 15 bis 50 Maße müssen einzelne Teile einhalten. Vor einigen Jahren prüften die Schichtführer diese und trugen sie dann meist von Hand in eine Excel-Tabelle ein. Weil die UFT zu dem neuen 3D-Messgerät die passende Software gleich mit erworben hat, werden die Maße direkt digital übernommen. „Das geht ungefähr 20 Prozent schneller“, berichtet der Qualitätsmanager, „vor allem passieren keine Übertragungsfehler mehr.“

Ein weiterer Vorteil ist das so genannte Statistikpaket. Dadurch erkennen die Mitarbeiter, wenn Teile schrittweise vom vorgegebenen Maß abweichen. Die Schichtführer können gleich gegensteuern und die Maschinenparameter wieder berichtigen. „Dadurch verhindern wir an dieser Stelle der Produktion Ausschuss“, sagt Schneider. Wie schnell sich die Anschaffungskosten amortisieren, ist keine Frage: Das sei ein Qualitätssprung, der sich praktisch sofort bezahlt gemacht habe.

Das Ergebnis

Ein gutes Beispiel für ein Alu-Bauteil, des geschmiedet wurde: Eine Motorrad-Fußraste ist stark beansprucht und sollte wenig wiegen. Trotz seiner komplizierten Formen und Geometrie lässt es sich schmieden.

 

Mehr Informationen:

Kontakt  Herstellerinfo 
Umformtechnik Radebeul GmbH
Fabrikstraße 27
01445 Radebeul
Tel.: +49 (0) 351 - 656 33 - 0
Fax: +49 (0) 351 - 656 33 - 179
E-Mail: info@uft-alu.de
www.umformtechnik-alu.de
 

War dieser Artikel für Sie hilfreich?

Bitte bewerten Sie diese Seite durch Klick auf die Symbole.

Zugriffe heute: 4 - gesamt: 3926.