Sie sind hier:

Jahrgang 2017

Jahrgang 2016

Jahrgang 2015

Ausgabe Januar 2015

Ausgabe Februar 2015

Ausgabe März 2015

Ausgabe April 2015

Ausgabe Mai 2015

Ausgabe Juni 2015

Ausgabe Juli 2015

Ausgabe August 2015

Ausgabe September 2015

Ausgabe Oktober 2015

Ausgabe November 2015

Ausgabe Dezember 2015

Jahrgang 2014

Jahrgang 2013

Jahrgang 2012

Jahrgang 2011

Jahrgang 2010

Suchen nach:

Allgemein:

Startseite

Impressum

Kontakt

Anzeige


Die Index-Gruppe zählt mit ihren Marken ›Index‹ und ›Traub‹ zu den weltweit führenden Herstellern von CNC-Drehmaschinen. Mit sechs Produktionsstandorten und fünf internationalen Vertriebs- und Servicegesellschaften sowie 80 Vertretungen ist die Esslinger Unternehmensgruppe weltweit vertreten.






Interessante Artikel früherer Ausgaben






Anzeige


Die Hydropneu GmbH produziert Hydraulikzylindern, Hydraulikaggregaten und hydraulische Steuerungen. Neben der Fertigung von Norm- und Standardzylindern ist die Konstruktion von maßgeschneiderten Hydraulik-Zylindern nach Kundenvorgaben ein Spezialgebiet des Unternehmens.






Wichtige Neuheit!

Die Welt der Fertigung wird ab sofort nicht mehr gedruckt, sondern als multimediale PDF-Ausgabe zum freien Download veröffentlicht. Hier geht´s zu den PDF-Ausgaben. Mehr Infos zur Welt der Fertigung finden Sie hier.






Anzeige


Die Klingelnberg Gruppe ist weltweit führend in der Entwicklung und Fertigung von Maschinen zur Kegelrad- und Stirnradbearbeitung, Präzisionsmesszentren für Verzahnungen und rotationssymmetrische Bauteile sowie in der Fertigung hochpräziser Komponenten für die Antriebstechnik im Kundenauftrag.






Die Welt des Kaufmanns






Anzeige


Boschert ist ein konzernunabhängiger, mittelständischer Maschinenbauer mit Sitz in Deutschland. Ziel des Unternehmens ist es, die technische Kompetenz und Verantwortung in der eigenen Hand und auf höchstem Niveau zu halten. Die Maschinen werden im eigenen Hause geplant, projektiert und zusammengebaut.






Die VBA-Welt






Die 3D-Welt von Blender






Anzeige







Anzeige


Das Kerngeschäft der Paul Horn GmbH ist die Bearbeitung zwischen zwei Flanken – Schwerpunkt Einstechen – sowie von weiteren, hochtechnologischen Anwendungen, verbunden mit Kundennähe, hoher Produktqualität, Beratungskompetenz und Lieferbereitschaft.






Die Welt der Geometrie







Die Welt der Elektronik







Die bunte Welt






Anzeige


Supfina Grieshaber besitzt langjährige Erfahrung auf dem Gebiet der Superfinish-Bearbeitung mit Stein- und Bandwerkzeugen. In Verbindung mit dem Wissen über vor- und nachgelagerte Prozesse bietet das Unternehmen praxisorientierte Lösungen.






Die besondere Welt






Anzeige


Leistungsstarke Sägemaschinen zur Metallbearbeitung sind das Markenzeichen der weltweit tätigen Behringer GmbH. Die Produktpalette umfasst Band-, Kreis- und Bügelsägen sowie Automatisierungskomponenten aus dem hauseigenen Stahlbau.






Die Welt der Goodies


Additive Fertigung


Automation


Blechbearbeitung


CAD


Entsorgung


Gewindeherstellung


Handwerkzeuge


Kennzeichnen


Lasertechnik


Logistik


Maschinenbau


Messtechnik


Schleiftechnik


Schweißtechnik


Sicherheitstechnik


Spannmittel


Steuerungen


Tribologie


Wasserstrahltechnik


Zahnradfertigung


Sonstiges






Die Welt der Events






Anzeige


EMUGE-FRANKEN ist ein Unternehmensverbund der Präzisionswerkzeug-Hersteller EMUGE-Werk Richard Glimpel GmbH & Co.KG in Lauf und der FRANKEN GmbH & Co. KG in Rückersdorf. Seit nahezu 100 Jahren zählt das Unternehmen zu den weltweit führenden Herstellern von Produkten der Gewindeschneid-, Prüf-, Spann- und Frästechnik.






Anzeige


Die RAZIOL Zibulla & Sohn GmbH steht seit 75 Jahren für Qualität in der Schmierungstechnik. Rollenbandöler, Sprühsysteme, Befettungssteuerungen, Dosiergeräte sowie leistungsstarke Umformöle gehören zu den in Eigenfertigung entwickelten und konstruierten Produkten.






Die Welt der Erfindungen

Hier bieten Erfinder Rechte oder Lizenzen für interessante Produkte an. Reinschauen lohnt sich!







Die Welt aus Professorensicht

An dieser Stelle wird sich in unregelmäßigen Zeitabständen ein anonym bleibender Professor äußern. Er wird intime Einblicke in ein absurdes Lehrsystem geben, das sich als leistungsfeindlich und ungerecht outet.







Anzeige


Vogt Ultrasonics ist seit 1983 ein Spezialist in der zerstörungsfreien Werkstoffprüfung. Das Unternehmen bietet hochleistungsfähige Ultraschallprüfsysteme und -geräte sowie alle zerstörungsfreien Prüfmethoden in Dienstleistung im eigene Prüfzentrum oder beim Kunden vor Ort.






Die Welt der Reisenden

Ob Urlaub, Messebesuch oder Reportage, es gibt viele Gründe, Hotels und Pensionen aufzusuchen. Gerade zur Messezeit sind viele Häuser jedoch total überteuert. Wir präsentieren günstige Geheimtipps.


Messe Düsseldorf und Köln



Messe Frankfurt



Messe Hannover



Messe Koblenz



Messe Leipzig



Messe München



Messe Nürnberg



Messe Pforzheim



Messe Stuttgart







Interessante Links aus aller Welt

Innovation: Materialforscher bringen organische Substanz zum Leuchten
Kapazitätssprung: HGST stellt Festplatte mit 14 TByte vor
Bestätigt: Mars hatte vor vier Milliarden Jahren eine dichte Atmosphäre
Laderekord: Toshibas Akku wird in sechs Minuten geladen. Damit kommt ein E-Auto 320 km weit
Knebelung: Warum die Wissenschaft nicht frei ist
Zivilisationswiege: Im Sudan schlug einst das Herz des Fortschritts
Siedlungsfund: Archäologen graben versunkene Siedlung an der Elbmündung aus
Nachgerechnet: Mit Fahrradstrom in die Nahrungskrise
Zurückgerudert: Klimaforscher geben zu, dass ihre Wettercomputer falsche Daten lieferten
Meinungserstickung: Kanada ermittelt gegen Klima-Skeptiker
CO2: Höhere CO2-Werte haben die Erde ergrünen lassen
Fakten: Über Stickoxide und den Dieselmotor
Klima: Die Wahrheit und die Politik
Arbeitszeit: Runden an der Stempeluhr ist nicht zulässig
Streetscooter: Die Post will autonom fahrende Fahrzeuge auf die Straße schicken
Sensation: Der Mond hatte einst eine dichte Atmosphäre
Lebensraum: Auf dem Mars gab es Meeresboden mit hydrothermalen Quellen
Ernüchterung: „Starchild-Schädel“ doch kein Alien-Hybrid
Ratgeber: Die SIM-Karte auf die richtige Größe bringen
Entgiftung: Kleines Unternehmen hat die Lösung für Dieselmotoren
Skandal: Japanischer Konzern fälschte die Daten einige seiner Aluminium- und Kupferprodukte
Entleitung: Wie die Commerzbank versucht, ihre Führungskräfte loszuwerden
Studie: Viele Grundschüler haben im Vergleich zu früheren Schülern ein weit geringeres Bildungsniveau
Lebensversicherungen: Sparer müssen Abzüge hinnehmen
Richtigstellung: Die globale Maximaltemperatur ist gesunken und nicht gestiegen
Unbezahlbar: Strom wird zu einem Luxusgut
Eisbohrkernbeweis: Aus der Wostok-Perspektive ist unser Klima derzeit etwa zwei Grad Celsius kälter als das wärmste der letzten 420.000 Jahre
Quantensprung: Via Gravitationswellen können Astronomen die Kollision von Neutronensternen messen
Archäologie: Überreste eines Gebäudes aus der Römerzeit in Jerusalem gefunden
Fund: Die Große Sphinx hat in Blickweite möglicherweise eine Schwester
Marsforschung: Wissenschaftler halten flüssiges Wasser mit darin existierendem Leben für möglich
Protest: Forschungseinrichtungen laufen gegen Urheberrechts-Pläne der EU-Kommission Sturm
Treibstoffe: Wasserstoff als Benzin-Alternative
Streichung: Australien will Förderung für erneuerbar Energien beenden
Teuerung: Wird der Klimawandel Frankenwein teurer machen?
Ceres: Gibt es Leben auf dem Zwergplaneten?
Dramatisch: In Deutschland gibt es immer weniger Insekten
Mini-Satelliten: Das Raumfahrtgeschäft wird sich dramatisch wandeln
Korrektur: Landgericht Hamburg hält nicht länger am strengen Haftungsmaßstab für Verlinkungen fest
Straßenkampf: US-Armee will künftig große Drohnenschwärme einsetzen
Unangreifbar: Russland arbeitet an einer atomwaffenfähigen Rakete, die alle Abwehrsysteme überwinden kann
Tracking: EU-Parlament will User besser schützen
Klimanormalität: Schwere Hurrikane hat es schon immer gegeben
Erneuerbare-Energien-Gesetz: Eine unsoziale Umverteilung von unten nach oben
BBC: Es fehlt an einer genauen und objektiven Berichterstattung zum Thema ›Klimawandel‹
Feuer: Teile des Archivs von Hewlett Packard vernichtet
Unsicher: Smarte Haushaltsgeräte können zu fiesen Spionen werden
Wachstum: Kuka will in China die Roboterproduktion verdoppeln
SSD: Im Fall eines Ausfalls sind Daten unwiederbringlich verloren
Genverändert: In den USA kommen Äpfel auf den Markt, die nicht mehr braun werden






Die Wahrheit zu Kernkraftwerken

Schreckensmeldungen über die Folgen des durch eine Kernschmelze zerstörten Atomreaktors in Tschernobyl werden auch heute noch, 29 Jahre nach dem Unfall, gerne dem Bürger vorgelegt. Kinder in der Umgebung des Reaktors, die erst nach dem Unfall geboren wurden, sollen immer noch unter einer erhöhten Strahlenbelastung leiden. Viele Gruppen werden im Sommer zur Erholung nach Deutschland eingeladen. Daher ist es an der Zeit, einmal darzulegen, was Strahlung bedeutet und ob die Angst vor Tschernobyl überhaupt begründet ist. Der Buchautor und Physiker Dr. Hermann Hinsch, ein anerkannter Strahlenexperte, klärt auf.

Keine Angst vor Kernkraft

Deutsche Kernkraftwerke gehören zu den sichersten Vertretern ihrer Zunft. Strom per Atomkraft zu erzeugen, ist die wirtschaftlichste und umweltfreundlichste Art, Energie für eine Industrienation zu erzeugen.



Unwissen ist der Grund, warum selbst gebildete Leute die Unwahrheit über Strahlung verbreiten. So sprach beispielsweise der Landesbischof der evangelischen Kirche Hannover, Ralf Meister laut dem Loccumer Protokoll 25/12: »Allerdings können wir Aussagen machen zu einer hochgiftigen Strahlung, die noch über viele hunderttausend Jahre so giftig sein wird, dass sie das Menschleben und das Leben auf dieser Erde in ihrer Existenz bedroht.« Woher kommt dies teuflische Zeug, von dem der Bischof sprach?

Aus der Spaltung des Urans in den Kernkraftwerken. Also wird aus einem harmlosen Naturstoff ein lebensgefährlicher Abfall? Nein, keineswegs. Kernkraftgegner meinen jedoch, Uran und seine natürlichen Folgeprodukte sind selbst schon hoch gefährlich und protestieren heftig gegen den Uranbergbau. Die Urangewinnung verseucht nach ihrer Meinung ganze Landstriche. Die Wahrheit ist hingegen, dass die natürliche Aktivität der Erde bei weitem übersteigt, was Menschen an zusätzlicher Radioaktivität erzeugen können.

Die natürliche Aktivität ist der wesentliche Grund, dass es im Erdinneren heiß ist, und damit auch die Ursache für Vulkane. Bisher hat uns das nicht in unserer Existenz bedroht, obwohl es noch nicht alles ist: Wir sind auch der kosmischen Strahlung ausgesetzt.

Aktive Angstmacher


Nach über 100 Jahren strahlenbiologischer Forschung und den Erkenntnissen der heutigen Molekularbiologie wissen wir, wie Strahlung wirkt. Bei Kernkraftgegnern ist das noch nicht angekommen. So liest man unter ›AtomkraftwerkePlag‹: »Die Lügen der Atomlobby: Die Strahlung, die von Fukushima ausgeht, ist vergleichbar mit der Strahlung während ­eines Langstreckenfluges. Falsch! Bei einer Kernspaltung werden zusätzlich radioaktive Substanzen mit zum Teil extrem langer Verfallszeit und hoher toxischer Wirkung erzeugt, die in der Natur nicht oder nur in äußerst niedrigen Konzentrationen vorkommen. Die Strahlung, die von radioaktiven Substanzen ausgeht, schädigt in unterschiedlicher Weise Zellen.«

Nein, die biologischen Wirkungen der Strahlung sind unabhängig von ihrer Herkunft. Nun lässt sich nicht bestreiten, dass Strahlung, welche man ›ionisierend‹ nennt, bei hohen Intensitäten tödlich ist. Man kann durch Bestrahlung sterilisieren, also Bakterien umbringen – mit wenig Energie. Alle Bakterien sind tot, ehe der zu sterilisierende Gegenstand merklich warm geworden ist. Mit sichtbarem Licht gelingt das nicht.

Worin liegt der Unterschied? Licht kommt in Energieportionen an, Quanten genannt, und deren Energie ist zu gering, um Moleküle zu zerstören. Die Wirkungen mehrerer Quanten addieren sich nicht. Quanten und Teilchen der ionisierenden Strahlung haben dagegen mehr als genug Energie. Zur Verdeutlichung: Schleudert man 1 kg Sand gegen eine Fensterscheibe, bleibt sie heil. Ein Stein von 1 kg zerstört sie.

Diagramm 1: Wirkung von Strahlung

Das Diagramm zeigt, wie gleiche Aktivitäten unterschiedlicher Isotope ganz unterschiedliche Strahlendosen erzeugen.

Irreführung statt Aufklärung


Dem Kernkraftgegner genügt die Tatsache, dass jedes Strahlenteilchen Moleküle verändert, um zu sagen: »Unschädliche Strahlendosen gibt es nicht«. Selbst die anerkannte Dachorganisation aller seriösen Strahlenschützer ICRP sagt: »Jede Strahlenexposition soll so gering wie möglich sein«. Das ist das ALARA-Prinzip: ›As low as reasonably achievable‹. Daraus folgt die LNT-Hypothese: ›Linear no threshold‹. Damit berechnet unser Bundesamt für Strahlenschutz: Die maximal über einem Endlager zulässige Strahlendosis würde im Mittel zu 5,5 zusätzlichen Krebstoten pro Jahr in einer Bevölkerung von einer Million führen.

Abgesehen davon, dass wohl niemand ein Endlager unter einer Millionenstadt plant, wie seriös kann eine Berechnung für Bereiche sein, in denen eine Nachprüfung unmöglich ist? Denn leider gibt es in einer Millionenbevölkerung viele Tausend Krebsfälle pro Jahr, deren Ursachen nicht feststellbar sind. Besteht aber doch ein gewisses, wenn auch nicht berechenbares Risiko? Betrachten wir als Beispiel Bakterien. Jedes Bakterium kann sich beliebig vermehren, und wenn es zu einer bösen Art gehört, kann es Krankheiten auslösen.

Aber man nimmt an, dass ein einzelnes Bakterium im menschlichen Körper chancenlos ist. Findet man weniger als 1 000 ›Fäkalcoliforme‹ pro Liter im Badesee, dann gilt der als absolut ungefährlich. Ab 20 000 pro Liter muss er jedoch gesperrt werden. Also, es gibt eine untere Schwelle, unter der keine Gefahr besteht. So wird es auch bei Strahlenwirkungen sein. In Fukushima wurden keine strahlenbedingten Krankheitsfälle gefunden, wahrscheinlich gibt es auch keine.

Die moderne Molekularbiologie kann weitgehend die Reparaturmechnismen in den Zellen erklären. Kleine Beeinträchtigungen werden vollständig repariert, wie kleine Wunden. LNT würde dagegen bedeuten: Verliert jemand 5 l Blut, ist er tot. Verlieren 1 000 Menschen je 5 ml, so sind das zusammen wieder 5 l, und es gibt genau einen Todesfall.

Es wird wohl doch eine untere Schwelle der Strahlenwirkung geben. Wer das nicht glauben will, könnte aber anerkennen: Es lohnt nicht, Milliarden für die Vermeidung von Strahlenrisiken auszugeben, die geringer sind als das, was uns die Natur zumutet.

Um Technik und Natur vergleichen zu können, braucht man Einheiten und Zahlen. Tschernobyl hat da sehr geholfen, die Einheit der Aktivität bekannt zu machen, nämlich das Becquerel, definiert als ›eine Atomumwandlung pro Sekunde‹. Ich fragte damals meine Töchter, ob man denn auf ihrem Schulhof gemessen hätte. Sie konnten mir gleich die Becquerel (Bq) pro Quadratmeter sagen. Damit hat man aber noch kein Maß für die biologisch wirksame Dosis. Diese wird in Sievert (Sv) angegeben. Während nun Becquerel eine sehr kleine Einheit ist, die natürliche Radioaktivität des menschlichen Körpers beträgt an die 8 000 Bq, sollte man sich einem Sievert nicht aussetzen. 7 Sv sind schon tödlich. Nur bei der Strahlentherapie werden Dosen bis 70 Sievert angewandt, allerdings konzentriert sich das Strahlenfeld fast ausschließlich auf den kranken Bereich. Hoffen wir, dass wir das nie brauchen!

Sonst geht es immer nur um Milli- oder Mikrosievert, mSv und µSv. Wie rechnet man nun Bq in mSv um? Gar nicht, das überlässt man Experten, welche Tabellen zusammenstellen. Aus diesen lässt sich entnehmen, wie hoch die Dosis ist, wenn man 100 000 Bq oder 1 µg verschluckt oder einatmet. Alles wird berücksichtigt, wie viel gleich wieder ausgeschieden wird, wie lange der Rest im Körper bleibt, welche biologischen Wirkungen die einzelnen Strahlenarten haben.Unterschiedliche Isotope können ganz unterschiedliche Strahlendosen erzeugen. Weit oben steht Plutonium. Wen wundert’s, gilt doch Plutonium manchem als das teuflischste Element überhaupt.

Aber, was sind schon Becquerel? Bei Giften bezieht man die Wirkung doch auf die Masse, so genügen bei Cyankali 3 mg pro kg Körpergewicht, um einen Menschen ins Jenseits zu befördern. 3 mg/kg Plutonium würden nicht reichen, es sei denn, man lässt den unerwünschten Mitmenschen Plutoniumstaub einatmen. Dann hat man schon mit einigen 10 Mikrogramm den gewünschten Erfolg. Übrigens ist Plutonium auch ein chemisches Gift, aber nur etwa so wie Blei.

Diagramm 2: Wirkung von Strahlung

Bezieht man die Strahlendosis als das eindeutige Maß für die Gefährlichkeit auf die Masse, dann sieht das Bild ganz anders aus.

Die Wahrheit über Plutonium


Bezieht man die Strahlendosis als das eindeutige Maß für die Gefährlichkeit auf die Masse, dann sieht das Bild nämlich ganz anders aus. Hätte Plutonium nicht eine besondere Wirkung auf die Lunge, würde es in dieser Liga gar nicht mehr mitspielen. Erstaunlich? Keineswegs. ›Cs 137‹ und ›Sr 90‹ haben Halbwertszeiten von je etwa 30 Jahren, ›Pu 239‹ dagegen von 24 000 Jahren.

Um so lange durchzuhalten, muss es mit seiner Energie sehr sparsam umgehen und kann nur schwach strahlen. Lange Verfallszeit und hohe toxische Wirkung, wie es in dem eingangs wiedergegebenen Zitat aus ›AtomkraftwerkePlag‹ heißt, passen nicht zusammen, sondern sind Gegensätze.Bevor man Strahlendosen vergleicht, muss man zur Kenntnis nehmen: Strahlenmessung ist kein einfaches Geschäft.

Zwar gibt es Messgeräte, von denen der Wert der Dosis beziehungsweise der Dosis pro Zeit, Dosisleistung genannt, abzulesen ist. Aber wie genau sind die Geräte, und zeigen sie die ganze Wahrheit? Obwohl für uns blamabel, ein Beispiel: Im Schacht Morsleben lagerten im Salz in Bohrlöchern recht hochaktive Kobaltquellen. Parallel verliefen Bohrlöcher, von denen aus man die Dosis messen konnte. Drei Gruppen von Fachleuten rückten mit drei verschiedenen Meßsystemen an.

Der höchste ermittelte Wert an derselben Stelle war fast dreimal so hoch wie der niedrigste. Das war nun zu schlecht. Wir hätten gern nach den Fehlern gesucht, die Forschungsrichtung wurde aber eingestellt. Mit Abweichungen von 20 Prozent wären wir jedoch zufrieden nach Hause gegangen.

Vergleich natürliche/künstliche Strahlung

Auf der Erde gibt es Gebiete, in denen die Bewohner einer wesentlich höheren Strahlung ausgesetzt sind, als anderswo. Dennoch gibt es keine Häufung von Krankheiten.

Haarsträubende Annahmen


So etwas passiert schon bei physikalischen Messungen. Geht es um die Wirkung auf Menschen, kommt es noch darauf an, was die oder der Betreffende für Gewohnheiten hat: Essen, Trinken, Ortswechsel. Für die Abschätzung der Strahlenbelastung aus kerntechnischen Anlagen werden die ungünstigsten Lebensgewohnheiten zugrunde gelegt. Wer das isst und trinkt, was die Modellrechner ihm zumuten, lebt sowieso nicht lange.

Von Natur aus ist niemand Strahlendosen ausgesetzt, welche direkt krank machen, nicht einmal Astronauten. Wenn überhaupt, könnte man einen Anstieg der Krebshäufigkeit vermuten. Statistiken brauchen große Zahlen, und da bietet sich eine der schönsten Gegenden Indiens an, der Bundesstaat Kerala. Die Radioaktivität ist hoch und die Bevölkerungszahl auch.

Statistiken zeigen: Die Häufigkeit von Krebs und Missbildungen ist nicht größer als bei vergleichbaren indischen Bevölkerungsgruppen in strahlenarmen Gebieten. Wie fühlt man sich bei einer Strahlenbelastung, die im Durchschnitt 7,5 mal höher ist als hier (15 mSv/Jahr)? An einigen Stellen sind es 70 mSv/Jahr. Kleinste Strahlenintensitäten haben entweder keine Wirkung oder eine so geringe, dass sie sich in Gesundheitsstatistiken niemals zeigen.

Die Warnungen vor tödlichen Gefahren durch einen GAU in einem Kernkraftwerk über Jahrhunderte und Gesundheitsschäden über die kommenden Generationen sind um viele Größenordnungen zu hoch. Dies hat Tschernobyl gezeigt. Es wird Zeit, sachlich und ohne ideologische Vorbehalte die Öffentlichkeit über die Wirkung radioaktiver Strahlung aufzuklären.

Reparaturarbeiten ohne Schutzkleidung möglich

Um den Reaktor von Tschernobyl wird gegenwärtig eine zweite Schutzhülle gebaut, nachdem die erste brüchig wurde. Diese Arbeiten sind durch die mittlerweile zurückgegangenen Strahlungswerte auch ohne besondere Schutzkleidung möglich.

Download

Diesen Artikel können Sie hier im PDF-Format [311 KB] herunterladen.

 

Mehr Informationen:

Kontakt  Herstellerinfo 
EIKE - Europäisches Institut für Klima und Energie
Postfach 11 01 11
07722 Jena
Tel.: +49 (0)4745 -93 17 57
www.eike-klima-energie.eu
 

War dieser Artikel für Sie hilfreich?

Bitte bewerten Sie diese Seite durch Klick auf die Symbole.

Zugriffe heute: 3 - gesamt: 4550.