Sie sind hier:

Jahrgang 2017

Jahrgang 2016

Ausgabe Januar 2016

Ausgabe Februar 2016

Ausgabe März 2016

Ausgabe April 2016

Ausgabe Mai 2016

Ausgabe Juni 2016

Ausgabe Juli 2016

Ausgabe August 2016

Ausgabe September 2016

Ausgabe Oktober 2016

Ausgabe November 2016

Ausgabe Dezember 2016

Jahrgang 2015

Jahrgang 2014

Jahrgang 2013

Jahrgang 2012

Jahrgang 2011

Jahrgang 2010

Suchen nach:

Allgemein:

Startseite

Impressum

Kontakt

Anzeige


Die Index-Gruppe zählt mit ihren Marken ›Index‹ und ›Traub‹ zu den weltweit führenden Herstellern von CNC-Drehmaschinen. Mit sechs Produktionsstandorten und fünf internationalen Vertriebs- und Servicegesellschaften sowie 80 Vertretungen ist die Esslinger Unternehmensgruppe weltweit vertreten.






Interessante Artikel früherer Ausgaben






Anzeige


Die Hydropneu GmbH produziert Hydraulikzylindern, Hydraulikaggregaten und hydraulische Steuerungen. Neben der Fertigung von Norm- und Standardzylindern ist die Konstruktion von maßgeschneiderten Hydraulik-Zylindern nach Kundenvorgaben ein Spezialgebiet des Unternehmens.






Wichtige Neuheit!

Die Welt der Fertigung wird ab sofort nicht mehr gedruckt, sondern als multimediale PDF-Ausgabe zum freien Download veröffentlicht. Hier geht´s zu den PDF-Ausgaben. Mehr Infos zur Welt der Fertigung finden Sie hier.






Anzeige


Die Klingelnberg Gruppe ist weltweit führend in der Entwicklung und Fertigung von Maschinen zur Kegelrad- und Stirnradbearbeitung, Präzisionsmesszentren für Verzahnungen und rotationssymmetrische Bauteile sowie in der Fertigung hochpräziser Komponenten für die Antriebstechnik im Kundenauftrag.






Die Welt des Kaufmanns






Anzeige


Boschert ist ein konzernunabhängiger, mittelständischer Maschinenbauer mit Sitz in Deutschland. Ziel des Unternehmens ist es, die technische Kompetenz und Verantwortung in der eigenen Hand und auf höchstem Niveau zu halten. Die Maschinen werden im eigenen Hause geplant, projektiert und zusammengebaut.






Die VBA-Welt






Die 3D-Welt von Blender






Anzeige







Anzeige


Das Kerngeschäft der Paul Horn GmbH ist die Bearbeitung zwischen zwei Flanken – Schwerpunkt Einstechen – sowie von weiteren, hochtechnologischen Anwendungen, verbunden mit Kundennähe, hoher Produktqualität, Beratungskompetenz und Lieferbereitschaft.






Die Welt der Geometrie







Die Welt der Elektronik







Die bunte Welt






Anzeige


Supfina Grieshaber besitzt langjährige Erfahrung auf dem Gebiet der Superfinish-Bearbeitung mit Stein- und Bandwerkzeugen. In Verbindung mit dem Wissen über vor- und nachgelagerte Prozesse bietet das Unternehmen praxisorientierte Lösungen.






Die besondere Welt






Anzeige


Leistungsstarke Sägemaschinen zur Metallbearbeitung sind das Markenzeichen der weltweit tätigen Behringer GmbH. Die Produktpalette umfasst Band-, Kreis- und Bügelsägen sowie Automatisierungskomponenten aus dem hauseigenen Stahlbau.






Die Welt der Goodies


Additive Fertigung


Automation


Blechbearbeitung


CAD


Entsorgung


Gewindeherstellung


Handwerkzeuge


Kennzeichnen


Lasertechnik


Logistik


Maschinenbau


Messtechnik


Schleiftechnik


Schweißtechnik


Sicherheitstechnik


Spannmittel


Steuerungen


Tribologie


Wasserstrahltechnik


Zahnradfertigung


Sonstiges






Die Welt der Events






Anzeige


EMUGE-FRANKEN ist ein Unternehmensverbund der Präzisionswerkzeug-Hersteller EMUGE-Werk Richard Glimpel GmbH & Co.KG in Lauf und der FRANKEN GmbH & Co. KG in Rückersdorf. Seit nahezu 100 Jahren zählt das Unternehmen zu den weltweit führenden Herstellern von Produkten der Gewindeschneid-, Prüf-, Spann- und Frästechnik.






Anzeige


Die RAZIOL Zibulla & Sohn GmbH steht seit 75 Jahren für Qualität in der Schmierungstechnik. Rollenbandöler, Sprühsysteme, Befettungssteuerungen, Dosiergeräte sowie leistungsstarke Umformöle gehören zu den in Eigenfertigung entwickelten und konstruierten Produkten.






Die Welt der Erfindungen

Hier bieten Erfinder Rechte oder Lizenzen für interessante Produkte an. Reinschauen lohnt sich!







Die Welt aus Professorensicht

An dieser Stelle wird sich in unregelmäßigen Zeitabständen ein anonym bleibender Professor äußern. Er wird intime Einblicke in ein absurdes Lehrsystem geben, das sich als leistungsfeindlich und ungerecht outet.







Anzeige


Vogt Ultrasonics ist seit 1983 ein Spezialist in der zerstörungsfreien Werkstoffprüfung. Das Unternehmen bietet hochleistungsfähige Ultraschallprüfsysteme und -geräte sowie alle zerstörungsfreien Prüfmethoden in Dienstleistung im eigene Prüfzentrum oder beim Kunden vor Ort.






Die Welt der Reisenden

Ob Urlaub, Messebesuch oder Reportage, es gibt viele Gründe, Hotels und Pensionen aufzusuchen. Gerade zur Messezeit sind viele Häuser jedoch total überteuert. Wir präsentieren günstige Geheimtipps.


Messe Düsseldorf und Köln



Messe Frankfurt



Messe Hannover



Messe Koblenz



Messe Leipzig



Messe München



Messe Nürnberg



Messe Pforzheim



Messe Stuttgart







Interessante Links aus aller Welt

Innovation: Materialforscher bringen organische Substanz zum Leuchten
Kapazitätssprung: HGST stellt Festplatte mit 14 TByte vor
Bestätigt: Mars hatte vor vier Milliarden Jahren eine dichte Atmosphäre
Laderekord: Toshibas Akku wird in sechs Minuten geladen. Damit kommt ein E-Auto 320 km weit
Knebelung: Warum die Wissenschaft nicht frei ist
Zivilisationswiege: Im Sudan schlug einst das Herz des Fortschritts
Siedlungsfund: Archäologen graben versunkene Siedlung an der Elbmündung aus
Nachgerechnet: Mit Fahrradstrom in die Nahrungskrise
Zurückgerudert: Klimaforscher geben zu, dass ihre Wettercomputer falsche Daten lieferten
Meinungserstickung: Kanada ermittelt gegen Klima-Skeptiker
CO2: Höhere CO2-Werte haben die Erde ergrünen lassen
Fakten: Über Stickoxide und den Dieselmotor
Klima: Die Wahrheit und die Politik
Arbeitszeit: Runden an der Stempeluhr ist nicht zulässig
Streetscooter: Die Post will autonom fahrende Fahrzeuge auf die Straße schicken
Sensation: Der Mond hatte einst eine dichte Atmosphäre
Lebensraum: Auf dem Mars gab es Meeresboden mit hydrothermalen Quellen
Ernüchterung: „Starchild-Schädel“ doch kein Alien-Hybrid
Ratgeber: Die SIM-Karte auf die richtige Größe bringen
Entgiftung: Kleines Unternehmen hat die Lösung für Dieselmotoren
Skandal: Japanischer Konzern fälschte die Daten einige seiner Aluminium- und Kupferprodukte
Entleitung: Wie die Commerzbank versucht, ihre Führungskräfte loszuwerden
Studie: Viele Grundschüler haben im Vergleich zu früheren Schülern ein weit geringeres Bildungsniveau
Lebensversicherungen: Sparer müssen Abzüge hinnehmen
Richtigstellung: Die globale Maximaltemperatur ist gesunken und nicht gestiegen
Unbezahlbar: Strom wird zu einem Luxusgut
Eisbohrkernbeweis: Aus der Wostok-Perspektive ist unser Klima derzeit etwa zwei Grad Celsius kälter als das wärmste der letzten 420.000 Jahre
Quantensprung: Via Gravitationswellen können Astronomen die Kollision von Neutronensternen messen
Archäologie: Überreste eines Gebäudes aus der Römerzeit in Jerusalem gefunden
Fund: Die Große Sphinx hat in Blickweite möglicherweise eine Schwester
Marsforschung: Wissenschaftler halten flüssiges Wasser mit darin existierendem Leben für möglich
Protest: Forschungseinrichtungen laufen gegen Urheberrechts-Pläne der EU-Kommission Sturm
Treibstoffe: Wasserstoff als Benzin-Alternative
Streichung: Australien will Förderung für erneuerbar Energien beenden
Teuerung: Wird der Klimawandel Frankenwein teurer machen?
Ceres: Gibt es Leben auf dem Zwergplaneten?
Dramatisch: In Deutschland gibt es immer weniger Insekten
Mini-Satelliten: Das Raumfahrtgeschäft wird sich dramatisch wandeln
Korrektur: Landgericht Hamburg hält nicht länger am strengen Haftungsmaßstab für Verlinkungen fest
Straßenkampf: US-Armee will künftig große Drohnenschwärme einsetzen
Unangreifbar: Russland arbeitet an einer atomwaffenfähigen Rakete, die alle Abwehrsysteme überwinden kann
Tracking: EU-Parlament will User besser schützen
Klimanormalität: Schwere Hurrikane hat es schon immer gegeben
Erneuerbare-Energien-Gesetz: Eine unsoziale Umverteilung von unten nach oben
BBC: Es fehlt an einer genauen und objektiven Berichterstattung zum Thema ›Klimawandel‹
Feuer: Teile des Archivs von Hewlett Packard vernichtet
Unsicher: Smarte Haushaltsgeräte können zu fiesen Spionen werden
Wachstum: Kuka will in China die Roboterproduktion verdoppeln
SSD: Im Fall eines Ausfalls sind Daten unwiederbringlich verloren
Genverändert: In den USA kommen Äpfel auf den Markt, die nicht mehr braun werden






Die Anfänge der Rechenmaschinen

Für Mathematikbegeisterte hält Bonn ein Museum der besonderen Art parat: Das Arithmeum. Hier kann man nicht nur sehr schön in chronologischer Abfolge erkunden, wie der Mensch von einfachsten Zählhilfen zu modernen Computern kam, sondern auch gleich ausprobieren, welche raffinierten Methoden findige Köpfe ersannen, um mittels Zahnrädern zum gewünschten Rechenergebnis zu kommen.


Rechnen ist seit jeher Pflicht, sollen Steuern korrekt eingetrieben und das Volk beziehungsweise das Vieh exakt bestimmt werden. Dazu haben Kulturen rund um die Welt unterschiedlichste Methoden ersonnen. So behalfen sich die Inkas mit geflochtenen Schnüren, um Zahlen auszudrücken, während die Japaner auf Stroh setzten, das sie kunstvoll flochten, um das gleiche zu erreichen. Sumerer wiederum nutzten Tonklumpen, in die sie Kerben eindrückten und diese danach brannten, damit niemand Änderungen daran vornehmen konnte.

Im Arithmeum gibt es viel Spannendes aus den Anfängen des menschlichen Strebens, mit Zahlen zu hantieren, zu sehen. Das Museum ist ein echtes Dorado, wenn es um Rechenmaschinen und Rechenverfahren unterschiedlichster Art geht. Hier gibt es zum Beispiel einen Rechentisch zu sehen, der im Mittelalter geholfen hat, die Grundrechenarten zu verstehen. Auf diesem Tisch wurde mit sogenannten ›Rechenpfennigen‹ hantiert, deren Zahlenwert durch die Lage auf dem Liniensystem des Rechentisches bestimmt wurde.

Bücher mit Schubkraft

Passend dazu finden sich im Untergeschoss jahrhundertealte Rechenbücher, vor denen man länger stehenbleibt, um diese auf sich wirken zu lassen. Zu sehen gibt es sogar ein Original vom berühmten Rechenmeister Adam Ries aus dem Jahre 1550. Sein abgebildetes Konterfei deutet man auf den ersten Blick sicher falsch, denn der grimmige Gesichtsausdruck ist wohl dem angestrengten Nachdenken bezüglich Mathematik geschuldet. Ihm kam die Erfindung der Buchdruckerkunst zugute, wodurch sein Rechenbuch breite Bevölkerungskreise erreichte. Auf diese Weise wurde das schriftliche Rechnen populär und Rechentische überflüssig.

Dadurch sprangen auch die Weichen für ein neues Denken in Sachen Mathematik um. Besonders interessant sind beispielsweise die Napier-Stäbe, mit denen es sehr einfach möglich ist, selbst große Zahlen rasch zu multiplizieren. Zur einfacheren Handhabung wurden diese schon bald in Trommeln eingebaut, wie es beispielsweise Caspar Schott tat. Eine Originalversion von 1679 befindet sich im Arithmeum. Wilhelm Schickard dachte weiter und hat auf der Grundlage der Napier-Stäbe gleich die erste darauf basierende Rechenmaschine erfunden, die er 1623 baute. Leider ist das Original in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges verloren gegangen, weshalb Besucher mit ­einem Nachbau vorliebnehmen müssen, was der Faszination dieser Idee jedoch keinen Abbruch tut.

Überhaupt wartet das Museum mit sehr vielen Originalexponaten auf. Nachbauten sind die Ausnahme, wie etwa der Nachbau der Zählmaschine von Herman Hollerith, mit deren Hilfe via Lochkarten im Jahre 1890 in Amerika die Volkszählung durchgeführt wurde. Gegenüber dieser Maschine finden sich, hängend an einer Wand, zahlreiche Originalrechenmaschinen, die dokumentieren, was menschlicher Erfindergeist bezüglich Rechenmaschinen zuwege bringt, wenn dazu nur Zahnräder, Hebel und Federn zur Verfügung stehen.

Mathe als Weltsprache

Doch die an der Wand hängenden Exponate sind ­eigentlich „Jungspunde“ im Vergleich zu den „Rechenmaschinen“, die bereits um Christi Geburt verwendet wurden. Damals war insbesondere der ›Abakus‹ im Einsatz. In Fernost kannte und kennt man den ›Suanpan‹ (China) oder den ›Soroban‹ (Japan), während in Russland der ›Stschoty‹ vereinzelt auch heute noch genutzt wird. Allen Systemen ist gemeinsam, dass eine Zahl durch eine Kugel oder einen Schieber repräsentiert wird und durch geschickte Manipulation der Kugeln rasch selbst größere Zahlen fehlerfrei addiert oder subtrahiert werden können.

Dies ist in heutigen Computern nicht anders. Hier entspricht ein Bit praktisch einer Kugel. Findige Köpfe haben erkannt, dass man jedem Bit praktisch ein Zeichen oder eine Zahl zuordnen und auf diese Weise rechnen kann. Doch ist dies auch mithilfe von Zahnrädern machbar. Der Trick ist, dass diese Zahnräder teilweise besonders ausgeführt sein müssen, damit ein mechanischer Rechner funktioniert. Dazu gibt es im Arithmeum äußerst interessante Schaumodelle, die diese Verfahren demonstrieren. Beide Modelle hat der universalgelehrte Gottfried Wilhelm Leibniz erfunden: Das Staffelwalzenmodell und das Sprossenradmodell. Museumsbesucher können in aller Ruhe an den diesbezüglichen Modellen drehen, um das Funktionsprinzip zu verstehen.

Da das Staffelwalzensystem mechanisch wesentlich einfacher umzusetzen ist, basieren die meisten späteren Rechenmaschinen auf dieser Idee. Auch die absolut sehenswerte Originalmaschine von Johann Christoph Schuster aus dem Jahre 1820 funktioniert nach diesem Prinzip und kommt zudem mit dem kritischen Zehnerübertrag problemlos zurecht. Schuster war übrigens ein Schüler des berühmten Pfarrers Philipp Matthäus Hahn, der seinerzeit als „Uhrmacher Gottes“ bekannt war.

Im Museum gibt es sogar ­einen Nachbau der „rechnenden Turmuhr“ von Giovanni Poleni zu sehen, die der Physiker und Mathematiker zu Beginn des 18. Jahrhunderts in Venedig konstruierte. Mit ihr konnten die vier Grundrechenarten ausgeführt werden. Dazu besaß die Maschine an der Vorderseite ein sechsstelliges Resultatewerk zum Einstellen und Übertragen der Werte. Sie arbeitete mit Sprossenrädern, Gewichtsantrieb und Spindelhemmung.

Die Idee mit den Sprossenrädern inspirierte auch den Wiener Mechaniker Anton Braun, der 1727 für Kaiser Karl VI eine überaus prächtige Tischrechenmaschine baute. Ein Nachbau dieses Wunderwerks ist natürlich im Arithmeum zu sehen. Diese Maschine muss Poleni tief beeindruckt haben. Jedenfalls zerstörte er der Legende nach seine „rechnende Turmuhr“, nachdem er die Nachricht von der Rechenmaschine Brauns erhielt.

Geschichte im Zeitraffer

Ein Streifzug durch das Arithmeum ist gleichzeitig ein Bummel durch 500 Jahre Feinmechanik. Im Zeitraffer wird die Geschichte menschlichen Erfindergeistes sichtbar. Aus dem Dunkel einfachster Rechenfertigkeiten betreten immer kompliziertere Rechenmaschinen die Bühne der Mathematik, deren Zahnrad- und Hebelgewirr den Betrachter staunen lassen. Im Geiste zieht man den Hut vor den Erbauern dieser Wunderwerke, deren Wirkungsweise selbst heute noch den Intellekt der meisten Erdenbürger übersteigt.

Im Arithmeum gibt es zum Beispiel ein ›Burkhardt Arithmometer‹ von 1890, die ›Brunsviga Modell 1‹ von 1892, eine ›Peerless‹ von 1910 und die ›Goerz A‹ von 1921 zu sehen – Rechenmaschinen, die den Büroalltag sehr erleichterten. Die Mechanik wurde immer ausgefeilter und komplizierter. Ein erster Höhepunkt dieser Entwicklung war für das Militär bestimmt: Verschlüsselungsmaschinen. Hier wurden Codes über ein kompliziertes Räderwerk erzeugt, um Morsecode beziehungsweise Befehle vor dem Gegner zu verbergen. Im Arithmeum gibt es diesbezüglich eine voll funktionsfähige Enigma zu sehen, die Einblick in ihre Technik gewährt.

Das Ende mechanischer Rechenmaschinen markiert die ›Hamann 1630‹ von 1969. Diese Maschine war derart kompliziert, dass sehr viele fehlerhafte Exemplare von den Produktionsbändern rollten. Die funktionsfähigen Exemplare konnten sich zudem am Markt nicht durchsetzen, da sie einfach zu teuer waren. In dieser Zeit kamen auch die ersten elektronischen Rechenmaschinen auf, die endgültig das Ende der mechanischen Rechenmaschinen einleiteten.

Röhre statt Zahnrad

Diesem Ende sah auch die berühmte ›Curta‹ entgegen, ein feinmechanisches Wunderwerk, das mit Staffelwalzen funktionierte und bereits in den 1940er Jahren von Curt Herzstark entwickelt wurde. Sie wurde von 1948 bis 1970 gebaut und war die kleinste mechanische Vier-Spezies-Rechenmaschine der Welt.

Das Zepter übernahmen elektronische Rechenmaschinen, die ohne komplizierte Mechanik auskamen. Darunter zum Beispiel das Modell ›Anita C VIII‹, die erste elek­tronische Tischrechenmaschine der Welt, die vom englischen Unternehmen Bell entwickelt wurde. Allerdings orientiert sich die Maschine bezüglich der Arbeitsvorgänge noch weitgehend an mechanischen Rechnern.

Natürlich wird auch die weitere Entwicklung der Rechnertechnik im Arithmeum erzählt, sodass Besucher mit einem umfassenden Wissen ihren Heimweg antreten werden. Besonders für Kinder und Schulklassen ist das Museum einen Besuch wert, da die dort vorhandenen zahlreichen Demonstrationsmodelle es erlauben, die Funktionsweise der Rechenmaschinen zu verstehen. Wer einmal gesehen hat, wie beispielsweise ein Sprossenrad arbeitet und auf welche Weise man mit Zahnrädern Zahlen addieren kann, der wird dieses Wissen problemlos auf die Computertechnik übertragen können, wo praktisch Transistoren die Funktion der Zahnradzähne übernehmen. Ähnliches gilt für das Rechnen mit dem Abakus oder mit Knoten in einem Seil.

Das Arithmeum ist ein ungemein lehrreiches Museum, wenn es um Zahlen, Mechanik und Computertechnik geht. Es wird allen Wissbegierigen empfohlen, die gerne den Dingen auf den Grund gehen möchten und von Aha-Effekten nicht genug bekommen können.

 
Klicken Sie hier, um zur Galerie zu gelangen.

Download:

Diesen Artikel können Sie hier im PDF-Format herunterladen [7.506 KB] .

Video:

Einen Film über das Arithmeum finden Sie hier.

Mehr Informationen:

Kontakt  Herstellerinfo 
Arithmeum
Lennéstraße 2
53113 Bonn
Tel.: 0228-738790
E-Mail: arithmeum@or.uni-bonn-de
Öffnungszeiten: 11:00 bis 18:00 Uhr (Di bis So)
Eintrittspreise: Normal: 3,00 Euro; Ermäßigt: 2,00 Euro
www.arithmeum.uni-bonn.de

Das Museum befindet sich hier:

 

War dieser Artikel für Sie hilfreich?

Bitte bewerten Sie diese Seite durch Klick auf die Symbole.

Zugriffe heute: 2 - gesamt: 2549.