Sie sind hier:

Jahrgang 2017

Ausgabe Januar 2017

Ausgabe Februar 2017

Ausgabe März 2017

Ausgabe April 2017

Ausgabe Mai 2017

Ausgabe Juni 2017

Ausgabe Juli 2017

Ausgabe August 2017

Ausgabe September 2017

Ausgabe Oktober 2017

Ausgabe November 2017

Ausgabe Dezember 2017

Jahrgang 2016

Jahrgang 2015

Jahrgang 2014

Jahrgang 2013

Jahrgang 2012

Jahrgang 2011

Jahrgang 2010

Suchen nach:

Allgemein:

Startseite

Impressum

Kontakt

Anzeige


Die Index-Gruppe zählt mit ihren Marken ›Index‹ und ›Traub‹ zu den weltweit führenden Herstellern von CNC-Drehmaschinen. Mit sechs Produktionsstandorten und fünf internationalen Vertriebs- und Servicegesellschaften sowie 80 Vertretungen ist die Esslinger Unternehmensgruppe weltweit vertreten.






Interessante Artikel früherer Ausgaben






Anzeige


Die Hydropneu GmbH produziert Hydraulikzylindern, Hydraulikaggregaten und hydraulische Steuerungen. Neben der Fertigung von Norm- und Standardzylindern ist die Konstruktion von maßgeschneiderten Hydraulik-Zylindern nach Kundenvorgaben ein Spezialgebiet des Unternehmens.






Wichtige Neuheit!

Die Welt der Fertigung wird ab sofort nicht mehr gedruckt, sondern als multimediale PDF-Ausgabe zum freien Download veröffentlicht. Hier geht´s zu den PDF-Ausgaben. Mehr Infos zur Welt der Fertigung finden Sie hier.






Anzeige


Die Klingelnberg Gruppe ist weltweit führend in der Entwicklung und Fertigung von Maschinen zur Kegelrad- und Stirnradbearbeitung, Präzisionsmesszentren für Verzahnungen und rotationssymmetrische Bauteile sowie in der Fertigung hochpräziser Komponenten für die Antriebstechnik im Kundenauftrag.






Die Welt des Kaufmanns






Anzeige


Boschert ist ein konzernunabhängiger, mittelständischer Maschinenbauer mit Sitz in Deutschland. Ziel des Unternehmens ist es, die technische Kompetenz und Verantwortung in der eigenen Hand und auf höchstem Niveau zu halten. Die Maschinen werden im eigenen Hause geplant, projektiert und zusammengebaut.






Die VBA-Welt






Die 3D-Welt von Blender






Anzeige







Anzeige


Das Kerngeschäft der Paul Horn GmbH ist die Bearbeitung zwischen zwei Flanken – Schwerpunkt Einstechen – sowie von weiteren, hochtechnologischen Anwendungen, verbunden mit Kundennähe, hoher Produktqualität, Beratungskompetenz und Lieferbereitschaft.






Die Welt der Geometrie







Die Welt der Elektronik







Die bunte Welt






Anzeige


Supfina Grieshaber besitzt langjährige Erfahrung auf dem Gebiet der Superfinish-Bearbeitung mit Stein- und Bandwerkzeugen. In Verbindung mit dem Wissen über vor- und nachgelagerte Prozesse bietet das Unternehmen praxisorientierte Lösungen.






Die besondere Welt






Anzeige


Leistungsstarke Sägemaschinen zur Metallbearbeitung sind das Markenzeichen der weltweit tätigen Behringer GmbH. Die Produktpalette umfasst Band-, Kreis- und Bügelsägen sowie Automatisierungskomponenten aus dem hauseigenen Stahlbau.






Die Welt der Goodies


Additive Fertigung


Automation


Blechbearbeitung


CAD


Entsorgung


Gewindeherstellung


Handwerkzeuge


Kennzeichnen


Lasertechnik


Logistik


Maschinenbau


Messtechnik


Schleiftechnik


Schweißtechnik


Sicherheitstechnik


Spannmittel


Steuerungen


Tribologie


Wasserstrahltechnik


Zahnradfertigung


Sonstiges






Die Welt der Events






Anzeige


EMUGE-FRANKEN ist ein Unternehmensverbund der Präzisionswerkzeug-Hersteller EMUGE-Werk Richard Glimpel GmbH & Co.KG in Lauf und der FRANKEN GmbH & Co. KG in Rückersdorf. Seit nahezu 100 Jahren zählt das Unternehmen zu den weltweit führenden Herstellern von Produkten der Gewindeschneid-, Prüf-, Spann- und Frästechnik.






Anzeige


Die RAZIOL Zibulla & Sohn GmbH steht seit 75 Jahren für Qualität in der Schmierungstechnik. Rollenbandöler, Sprühsysteme, Befettungssteuerungen, Dosiergeräte sowie leistungsstarke Umformöle gehören zu den in Eigenfertigung entwickelten und konstruierten Produkten.






Die Welt der Erfindungen

Hier bieten Erfinder Rechte oder Lizenzen für interessante Produkte an. Reinschauen lohnt sich!







Die Welt aus Professorensicht

An dieser Stelle wird sich in unregelmäßigen Zeitabständen ein anonym bleibender Professor äußern. Er wird intime Einblicke in ein absurdes Lehrsystem geben, das sich als leistungsfeindlich und ungerecht outet.







Anzeige


Vogt Ultrasonics ist seit 1983 ein Spezialist in der zerstörungsfreien Werkstoffprüfung. Das Unternehmen bietet hochleistungsfähige Ultraschallprüfsysteme und -geräte sowie alle zerstörungsfreien Prüfmethoden in Dienstleistung im eigene Prüfzentrum oder beim Kunden vor Ort.






Die Welt der Reisenden

Ob Urlaub, Messebesuch oder Reportage, es gibt viele Gründe, Hotels und Pensionen aufzusuchen. Gerade zur Messezeit sind viele Häuser jedoch total überteuert. Wir präsentieren günstige Geheimtipps.


Messe Düsseldorf und Köln



Messe Frankfurt



Messe Hannover



Messe Koblenz



Messe Leipzig



Messe München



Messe Nürnberg



Messe Pforzheim



Messe Stuttgart







Interessante Links aus aller Welt

Innovation: Materialforscher bringen organische Substanz zum Leuchten
Kapazitätssprung: HGST stellt Festplatte mit 14 TByte vor
Bestätigt: Mars hatte vor vier Milliarden Jahren eine dichte Atmosphäre
Laderekord: Toshibas Akku wird in sechs Minuten geladen. Damit kommt ein E-Auto 320 km weit
Knebelung: Warum die Wissenschaft nicht frei ist
Zivilisationswiege: Im Sudan schlug einst das Herz des Fortschritts
Siedlungsfund: Archäologen graben versunkene Siedlung an der Elbmündung aus
Nachgerechnet: Mit Fahrradstrom in die Nahrungskrise
Zurückgerudert: Klimaforscher geben zu, dass ihre Wettercomputer falsche Daten lieferten
Meinungserstickung: Kanada ermittelt gegen Klima-Skeptiker
CO2: Höhere CO2-Werte haben die Erde ergrünen lassen
Fakten: Über Stickoxide und den Dieselmotor
Klima: Die Wahrheit und die Politik
Arbeitszeit: Runden an der Stempeluhr ist nicht zulässig
Streetscooter: Die Post will autonom fahrende Fahrzeuge auf die Straße schicken
Sensation: Der Mond hatte einst eine dichte Atmosphäre
Lebensraum: Auf dem Mars gab es Meeresboden mit hydrothermalen Quellen
Ernüchterung: „Starchild-Schädel“ doch kein Alien-Hybrid
Ratgeber: Die SIM-Karte auf die richtige Größe bringen
Entgiftung: Kleines Unternehmen hat die Lösung für Dieselmotoren
Skandal: Japanischer Konzern fälschte die Daten einige seiner Aluminium- und Kupferprodukte
Entleitung: Wie die Commerzbank versucht, ihre Führungskräfte loszuwerden
Studie: Viele Grundschüler haben im Vergleich zu früheren Schülern ein weit geringeres Bildungsniveau
Lebensversicherungen: Sparer müssen Abzüge hinnehmen
Richtigstellung: Die globale Maximaltemperatur ist gesunken und nicht gestiegen
Unbezahlbar: Strom wird zu einem Luxusgut
Eisbohrkernbeweis: Aus der Wostok-Perspektive ist unser Klima derzeit etwa zwei Grad Celsius kälter als das wärmste der letzten 420.000 Jahre
Quantensprung: Via Gravitationswellen können Astronomen die Kollision von Neutronensternen messen
Archäologie: Überreste eines Gebäudes aus der Römerzeit in Jerusalem gefunden
Fund: Die Große Sphinx hat in Blickweite möglicherweise eine Schwester
Marsforschung: Wissenschaftler halten flüssiges Wasser mit darin existierendem Leben für möglich
Protest: Forschungseinrichtungen laufen gegen Urheberrechts-Pläne der EU-Kommission Sturm
Treibstoffe: Wasserstoff als Benzin-Alternative
Streichung: Australien will Förderung für erneuerbar Energien beenden
Teuerung: Wird der Klimawandel Frankenwein teurer machen?
Ceres: Gibt es Leben auf dem Zwergplaneten?
Dramatisch: In Deutschland gibt es immer weniger Insekten
Mini-Satelliten: Das Raumfahrtgeschäft wird sich dramatisch wandeln
Korrektur: Landgericht Hamburg hält nicht länger am strengen Haftungsmaßstab für Verlinkungen fest
Straßenkampf: US-Armee will künftig große Drohnenschwärme einsetzen
Unangreifbar: Russland arbeitet an einer atomwaffenfähigen Rakete, die alle Abwehrsysteme überwinden kann
Tracking: EU-Parlament will User besser schützen
Klimanormalität: Schwere Hurrikane hat es schon immer gegeben
Erneuerbare-Energien-Gesetz: Eine unsoziale Umverteilung von unten nach oben
BBC: Es fehlt an einer genauen und objektiven Berichterstattung zum Thema ›Klimawandel‹
Feuer: Teile des Archivs von Hewlett Packard vernichtet
Unsicher: Smarte Haushaltsgeräte können zu fiesen Spionen werden
Wachstum: Kuka will in China die Roboterproduktion verdoppeln
SSD: Im Fall eines Ausfalls sind Daten unwiederbringlich verloren
Genverändert: In den USA kommen Äpfel auf den Markt, die nicht mehr braun werden






Spannungen auf vielfältige Weise begrenzen

Widerstände sind existenzielle Bauteile für die Elektronik. Sie sorgen dafür, unzulässig hohe Spannungen auf einen zulässigen Wert zu senken, damit elektronische Bauteile nicht zerstört werden. Damit dies klappt, müssen die jeweils passenden Widerstände ausgewählt und in die Schaltung eingebaut werden. Die Grundlage dafür legen recht einfache Berechnungen sowie die Kenntnis eines Farbcodes.


Elektrische Widerstände gibt es in verschiedenen Bauformen. Dazu zählen Festwiderstände, lichtempfindliche Widerstände, Potentiometer und Kalt- beziehungsweise Heißleiter. Sie dienen zur Strombegrenzung und zählen zu den passiven Bauteilen. Passiv deshalb, da sie keine Verstärkerwirkung haben und auch keine Steuerungsfunktion besitzen.

Funktionsweise:

Widerstände haben die Aufgabe, den durch sie hindurchfließenden Elektronen den Durchfluss mehr oder weniger zu erschweren. Erreichbar wird dies beispielsweise im Fall von Kohlemassewiderständen durch die Wahl einer passenden Körnchengröße, deren Packungsdichte durch unterschiedlichen Druck beim Zusammenpressen entsprechend des gewünschten Widerstandswerts angepasst wird. Die Fertigungstoleranzen bei diesen Widerständen sind mit 10 bis 20 Prozent sehr hoch.

Hinzu kommt, dass die Übergänge von Körnchen zu Körnchen echte Problemstellen sind. Erwärmt sich der Widerstand durch die hindurchfließenden Elektronen, so dehnt er sich aus, was einen abreißenden und sofort neu gebildeten Kontakt zwischen den Körnchen zur Folge hat. Das Resultat ist ein starkes Rauschen derjenigen Schaltungen, in denen diese Widerstände eingebaut sind. Wegen ihrer vielen Nachteile werden solche Widerstände so gut wie nicht mehr produziert.

Weit besser sind Kohle- oder Metallschichtwiderstände, die einen homogenen Aufbau besitzen. Sie bestehen aus nichtleitendem Vollmaterial, auf dessen Oberfläche eine leitende Schicht aufgebracht wird. Hier kommt es zur Erzeugung eines bestimmten Widerstandwertes neben der Materialart zusätzlich noch auf die Materialform sowie die Länge des Materials an. Je dicker das Material, desto geringer der Widerstand für die Elektronen. Hingegen steigt der Widerstand, je länger das Material ist.

Da Kohleschichtwiderstände immer noch deutlich rauschen, ist ihre Verwendung stark zurückgegangen. In der Elektrotechnik werden überwiegend Metallschichtwiderstände verwendet, da diese deutlich weniger rauschen, einen wesentlich geringeren Temperaturgang besitzen und zudem eine höhere Temperaturbeständigkeit besitzen. Sie warten zudem mit einer hohen Genauigkeit von nur einem Prozent vom Nennwert auf. In der Industrie sind sogar Metallschichtwiderstände üblich, die nur mehr 0,5 oder gar 0,1 Prozent vom Nennwert abweichen. Auf diese Weise wird das Abgleichen von Schaltungen mit Potentiometern oft überflüssig.

Schaltzeichen:

In Schaltungen werden Widerstände entweder als Rechteck (Europa, DIN 60617) oder als Zick-Zack-Linie (USA, Fernost, ANSI) dargestellt. Sie werden mit dem Buchstaben ›R‹ sowie einem fortlaufenden Zahlenwert gekennzeichnet. Auf den Widerständen selbst werden in er Regel keine Zahlenwerte aufgedruckt. Eine Ausnahme bilden Widerstände in SMD-Bauform. Das Besondere ist, dass hier der Buchstabe ›R‹ auch als Komma genutzt wird. Es bedeuten:

10R=10 Ohm
1R5=1,5 Ohm
R005=0,005 Ohm

Größere Werte werden mit weiteren Buchstaben kenntlich gemacht. Es bedeuten:

K=Kiloohm
M=Megaohm

Folglich können diese Buchstaben auch als Komma-Platzhalter verwendet werden. Es bedeuten:

10k=10 Kiloohm
1M5=1,5 Megaohm
0k5=0,5 Kiloohm

Farbcode:

Widerstandwerte werde an herkömmlichen Widerständen mittels eines Farbcodes kenntlich gemacht. Dieser kann drei, vier, fünf oder sechs Ringe umfassen. Der Aufbau ist stets von links nach rechts: Zahlenwert, Multiplikator, Toleranz, Temperatur-Koeffizient. Bei einer Farbcodierung mit 6 Ringen sind daher die ersten beiden Farben die Zahlenwerte, die vierte Farbe der Multiplikator, der fünfte Farbring die Toleranzangabe und der 6. Farbring der Temperaturkoeffizienz.

Ermittlung des Widerstandwertes:

Zur Ermittlung des Widerstands über den Farbcode gibt es Widerstandsuhren, Programme, Internetlösungen oder selbsterstellte Excel-Listen. Wer ganz sichergehen will, welchen Widerstand das von ihm ausgewählte Exemplar exakt besitzt, der muss den Widerstand mit einem Universalmessgerät ausmessen. Wichtig ist dabei, dass der Widerstand während des Messvorgangs nicht zusammen mit den Messspitzen des Messgeräts zwischen Daumen und Zeigefinger festgeklemmt wird, da sonst der ermittelte Wert durch den Einfluss des Körpers völlig falsch ausfällt. Richtig ist es, den Widerstand ohne Berührung mit einem Leiter zu messen.

Das nebenstehende Bild zeigt, dass ein 2,2 Megaohm-Widerstand durch den Einfluss von Zeigefinger und Daumen lediglich nur mehr als 1,32 Megaohm-Widerstand ausgegeben wird, was definitiv falsch ist, wie der aufgedruckte Farbcode sowie die korrekte Messung darlegen.

Korrekte Messung eines Widerstands

Die E-Reihe:

Theoretisch könnte die Industrie eine Unzahl an Festwiderständen mit unterschiedlichsten Werte produzieren, was jedoch völlig unwirtschaftlich wäre und zudem gar nicht nötig ist. Man hat sich daher die sogenannte E-Reihe einfallen lassen. Dies ist eine genormte Folge von Werten, die für Widerstände, aber auch für Kondensatoren oder Spulen verwendet wird. Durch die Nutzung dieser Reihen wird sichergestellt, dass Widerstände zu den meisten Elektronikschaltungen in Serie produziert werden können. Zudem ergibt sich der Vorteil einer überschaubaren Lagerhaltung von Festwiderständen.

In gewisser Weise erinnern die E-Reihen an das Passungssystem in der Metallbearbeitung. Dort wird durch dieses System verhindert, dass eine Unmenge an Grenzlehrdornen bereitgehalten werden muss, um unterschiedliche Passungen zu erzeugen. Die Zahl hinter dem Buchstaben ›E‹ gibt übrigens an, wie viele Widerstandswerte pro Dekade zur Verfügung stehen.

Die Formel zur Berechnung der mathematischen Folge in den E-Reihen lautet:

K entspricht dem Reihenwert. Der Buchstabe n zur Berechnung der Wurzel entspricht der E-Reihe. Wenn die E6-Reihe berechnet werden soll, dann ist n gleich 6. Soll hingegen die E48-Reihe berechnet werden, so ist n gleich 48. Die Potenz m entspricht der Position des zu berechnenden Widerstandwerts. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass der Zähler bei Null startet. Soll also der dritte Widerstandswert berechnet werden, so ist hier die Zahl 2 einzutragen. Beim Wert an Position 30 hingegen die Zahl 29. Da dieses System nicht auf Anhieb verstanden wird, empfiehlt es sich, diesbezüglich die zum Download bereitstehende Excel-Datei herunterzuladen und diese zu analysieren.


Angenommen, es wird ein 1,5 Ohm-Widerstand benötigt, so zeigt ein Blick auf die Ergebnistabelle, dass dieser Widerstand mühelos beschaffbar ist, da er ab der E12-Reihe aufgelistet ist. Allerdings ist zu beachten, welche Toleranz in der Schaltung vertretbar ist. Ein Widerstand, der nach Reihe E12 gefertigt ist, hat ein Toleranzfenster von zwanzig Prozent vom Nennwert, nämlich zehn Prozent nach oben und zehn Prozent nach unten. Ein nach Reihe E48 gefertigter Widerstand ist wesentlich präziser, da dieser lediglich eine Abweichung von je zwei Prozent nach oben und unten besitzt.

Manchmal sind jedoch keine passenden Widerstände zur Hand. Oft kann man diesen Mangel beseitigen, indem beispielsweise Trimmpotentiometer genutzt werden, die auf den nötigen Widerstandswert einstellbar sind. Ein Alternative wäre das Schalten mehrerer Widerstände in Reihe, um auf den passenden Gesamtwiderstand zu kommen.

Die Reihenschaltung (UND-Funktion):

Von einer Reihenschaltung wird immer dann gesprochen, wenn Bauelemente hintereinandergeschaltet werden. Dies können etwa Verbraucher, Schalter oder eben Widerstände sein. Die Reihenschaltung führt die logische Funktion UND aus, was im Fall von Schaltern leicht nachvollzogen werden kann: Nur wenn alle Schließer betätigt sind, kann ein Strom fließen.

Reihenschaltung

Werden Widerstände in Reihe geschaltet, so summieren sich die Einzelwiderstände zu einem Gesamtwiderstand. Allerdings kann man auf diese Weise auch unterschiedliche Spannungen abgreifen, was immer mal wieder praktisch ist. Sogenannten Spannungsteiler werden in der Elektronik sehr häufig verwendet.

Hat man beispielsweise vier Widerstände mit 100, 1000, 470 und 1200 Ohm in Reihe geschaltet., so kann etwa zwischen Widerstand R1 und Widerstand R3 eine Spannung von 5,1 Volt abgegriffen werden. Eine Überprüfung mit einem Multimeter zeigt, dass die Praxis der Theorie folgt.

Mit einem Infrarotthermometer kann sehr schön beobachtet werden, dass Widerstände den unerwünschten Strom in Wärme umwandeln. Zum Beispiel besitzt der 100 Ohm-Widerstand eine um 0,3 Grad Celsius höhere Temperatur, als die Umgebung.

Die Parallelschaltung (ODER-Funktion):

Von einer Parallelschaltung wird gesprochen, wenn Bauteile nebeneinander angeordnet sind. Der Vorteil dieser Schaltung ist, dass alle Bauteile die gleiche Spannung erhalten.

Wichtig ist, dass die einzelnen Widerstände sich nicht zu einem Gesamtwiderstand aufsummieren, wie dies bei der Reihenschaltung der Fall ist. Vielmehr ist es so, dass der Gesamtwiderstand stets kleiner ist, als der kleinste Einzelwiderstand.

Parallelschaltung


Die Formel zum Berechnen des Gesamtwiderstands im Fall von zwei parallel geschalteten Widerständen lautet:

Besitzt der erste Widerstand einen Wert von 100 Ohm, der zweite einen Wert von 1000 Ohm, so lautet das Ergebnis für den Gesamtwiderstand:

Sind vier Widerstände parallelgeschaltet, lautet die Formel:

Diese Reihe wird entsprechend der Zahl der Widerstände fortgeschrieben, wodurch der Gesamtwiderstand einer beliebigen Zahl parallel geschalteter Widerstände berechnet werden kann. Dazu eignet sich in Tabellenkalkulationsprogramm optimal.

Potentiometer

Solange Widerstände relativ ungenau herzustellen waren, wurden präzise Spannungen in Schaltungen mit Potentiometern eingeregelt. Durch die heute möglichen Produktionsmethoden von Widerständen ist dies oft nicht mehr nötig, da etwa Metallschichtwiderstände bis zu einer Genauigkeit von 0,1 Prozent vom Nennwert herstellbar sind. Dennoch werden Potentiometer nach wie vor benötigt, um etwa die Lautstärke in Verstärkerschaltungen oder die Helligkeit von LEDs zu regeln.

Potentiometer sind regelbare Widerstände. Sie gibt es zum Drehen oder zum Verschieben. Bauartbedingt ist es mit diesem Bauteil möglich, eine Spannung aufzuteilen. Dies bedeutet, dass der dem Potentiometer innewohnende Gesamtwiderstandswert durch einen beweglichen Schleifer in zwei Widerstandswerte aufgeteilt wird. Diese beiden Werte ergeben in der Summe wieder den Gesamtwiderstandswert des Potentiometers.

Bauarten von Potentiometern


Wird ein Mehrfachmessgerät an die Anschlüsse A und S eines Potentiometers angeschlossen, so kann sehr schön beobachtet werden, wie sich der Widerstandswert durch das Drehen des Schleifers ändert. Er wandert stufenlos von Null bis zum Maximalwert, den das Potentiometer höchstens liefern kann.

Werden nun ohne Positionsänderung des Schleifers die Anschlüsse des Multimeters an den Anschlüssen S und E umgeklemmt, so wird als Widerstandswert derjenige Wert angezeigt, der sich als Restwert bis zum Maximalwert des Potentiometers ergibt.

Bei einem Potentiometer mit 22 kOhm Gesamtwiderstand würde sich beispielsweise zwischen den Anschlüssen A und S ein Widerstand von 7,8 kOhm ergeben, während an den Anschlüssen B und S ein Widerstand von 14,2 kOhm zu messen wäre. Werden leicht abweichen Werte gemessen, so ist dies bei Potentiometern mit linearem Verlauf den Fertigungstoleranzen geschuldet. Es gibt allerdings Herstellungstechniken, die eine Produktion von Potentiometern mit logarithmischem und exponentiellem Widerstandverlauf ermöglichen. Welche Eigenschaften das Potentiometer hat, ist in der Regel zusammen mit dem Widerstandswert auf das Gehäuse aufgedruckt.

Widerstandsverläufe von Potentiometern

Besonderheiten:

Beim Bewegen des Schleifers nahe an der Endstellung kann es passieren, dass der Strom schlagartig zu groß wird, mit der Folge, dass die Kohlebahn des Potentiometers abbrennt. Um dies zu vermeiden, wird ein Widerstand in Reihe geschaltet. Diese Kombination wird oft derart genutzt, dass ein bestimmter regelbarer Widerstandbereich verfügbar ist. Ist beispielsweise ein Bereich von 10 bis 32 kOhm gewünscht, so kombiniert man ein 22 kOhm-Potentiometer mit einem 10 kOhm-Festwiderstand. Auf diese Weise bekommt man nicht nur den gewünschten Regelbereich, sondern verhindert gleichzeitig, dass ein Widerstandswert von Null einstellbar ist, der unter Umständen zur Beschädigung der Schaltung führt.

Minimaler Widerstandsbereich

Maximaler Widerstandsbereich

Der lichtempfindliche Widerstand (LDR):

Lichtempfindliche Widerstände ändern ihren Widerstand mit der Menge des einfallenden Lichts. Je mehr Lux, desto weniger Widerstand besitzt das Bauteil. Wird es jedoch dunkel, was durch Abdecken mit der Hand simuliert werden kann, so steigt der Widerstand sehr schnell an. Dies kann mit einem Multimeter bestens beobachtet werden. Dieses Bauteil eignet sich daher ideal, um Dämmerungsschalter oder ähnliche Vorhaben umzusetzen.

Der temperaturempfindliche Widerstand:

Heiß- beziehungsweise Kaltleiter besitzen variable Widerstandskennwerte, die mit Änderung der Umgebungstemperatur variieren.

Heiß- bzw. Kaltleiter

Der dem Heißleiter innewohnende Grundwiderstand bezieht sich auf eine Referenztemperatur von 25 Grad Celsius. Besitzt dieser beispielsweise einen Wert von 10 Kiloohm, so sollte ein Ohmmeter bei dieser Temperatur diesen Wert anzeigen. Steigt nun die Temperatur, so fällt beim Heißleiter der Widerstand und leitet daher den Strom besser.

Die Ursache ist physikalischer Natur: Bei steigender Temperatur werden mehr Elektronen aus ihren Kristallbindungen herausgerissen. Diese Eigenschaft wird technisch genutzt. Heißleiter findet man in Temperaturmessgeräten, dienen zur Temperaturstabilisierung von Schaltungen oder reduzieren den Einschaltstrom in Stromkreisen.

NTC: Widerstand 9,3 kOhm bei 27,5 Grad Celsius

NTC: Widerstand 7 kOhm bei 36 Grad Celsius

Kaltleiter (PTC):

Während Heißleiter bei steigender Temperatur ihren Widerstand verringern, passiert dies bei Kaltleitern in umgekehrter Richtung. Diese haben bei fallender Temperatur einen umso geringeren Widerstand, je weiter die Temperatur zurückgeht. Umgekehrt gilt: Steigt die Temperatur, steigt auch der Widerstand des Kaltleiters. Nahezu alle Metalle sind Kaltleiter, da diese bei niedrigen Temperaturen eine bessere Leitfähigkeit besitzen.

Beide Varianten haben ihre jeweiligen Einsatzbereiche, der sie für jeweils unterschiedliche Aufgabenfelder, etwa als Temperatursensor, prädestiniert.

PTC: Widerstand 2,08 kOhm bei 27,5 Grad Celsius

PTC: Widerstand 2,13 kOhm bei 36 Grad Celsius

Download:

Eine Excel-Tabelle zum Berechnen des Widerstandswerts beziehungsweise des Widerstands in einer Reihen- oder einer Parallelschaltung können Sie mir nachfolgenden Buttons herunterladen.

Hinweis: Mit der XLS-Datei ist keine Reihen- oder Parallelschaltungsberechnung möglich.

 

War dieser Artikel für Sie hilfreich?

Bitte bewerten Sie diese Seite durch Klick auf die Symbole.

Zugriffe heute: 2 - gesamt: 807.