Suchen nach:

Allgemein:

Startseite

Impressum

Kontakt

Flexibilisierung durchdringt Arbeitszeitrealität

Rechtsunsicherheit nicht vom Tisch

Neue Regeln für Versand von Lithium-Batterien

Maschinenbau ist vorne

Deutsche Exportstärke ist hart erkämpft

Rund-um-die-Uhr-Notfallservice

Individuelle Maßanfertigung von Induktoren

Die Planung ist entscheidend

Neue Helpline "APP-Programmierung"

HV-Sicherheitstests so einfach wie nie

Hohe Lasten schmierfrei per Hand drehen

Innovartis: Hautpflege auf bessere Art

Den Lagerabstand verdoppeln

Mader: Druckluft bringt mehr Effizienz

Denken in Prozessen

Leistungsfähigkeit von Schmelztiegeln verbessert

Werkzeugauswahl leicht gemacht

Wichtiges Tool für jeden PC-Nutzer

Energieeffizient und hochbelastbar

36-Meter-Geradrohre im Programm

Magnetmaterial für den Einsatz im Trinkwasser

Von der Komponente zum System

Werkzeuge fit für ›Industrie 4.0‹ machen

ULT AG vergrößert Fertigungsfläche

Drückanlagen fit halten

Moderne Technik für die Nachwuchsförderung

Im Marketing Dinge bewegen

Mit Raiser-Innovationspreis ausgezeichnet

Neuer General Manager bei Rollon

Das optimale Produktionsprogramm

Ausgleichsfutter mit Aha-Effekt

Die Alternative zum Kugelfräser

IFAM: Per Siebdrucktechnik zum 3D-Teil

Anspruchsvolle Zangenproduktion

Faserbauteile Strukturieren und Entschichten

Das neue Kilogramm ist einsatzbereit

Spezialvergütungsstahl auf der Überholspur

Punktschweißungen thermografisch prüfen

Eine flexible Produktionsmaschine

System für höchste Produktivität

Komplettbearbeitung von Turbinenläufern

Vielseitigkeit in der Tiefe

HPC-Fräsen in Stahl und VA

Längere Standzeiten durch zielgerichtete Kühlung

Eck-, Nut- sowie Fasfräsen in einem Aufwasch

Ausgleichsfutter mit Anspruch

Beschädigungen am Werkstück verhindern

DWG- und DXF-Datei-Viewer für Glovius-Anwender

Hydraulikzylinder rasch konstruiert

Janus macht die CAM-Programmierung schneller

Simulationssoftware ›Simit 9‹ minimiert Risiken

Automatisierte Texterstellung für CAD-Systeme

Tebis präsentiert neues Release 4

Optimiert für den Werkzeug- und Formenbau

Die perfekte Sägelösung

Schlanke, kostengünstige Biegewerkzeuge

Präzision und Flexibilität ist Serie

Blechwechsel im Eiltempo

Hochflexible Schnittlinien von Schuler

Flexibel und präzise

Werkzeugschleifen der neuen Generation

3D-Messen in hoher Präzision

Laserdesign präsentiert 3D-Scansystem

Premiere für die P 16 G von Klingelnberg

Sandwichplatten für Messaufgaben

Umweltverträglicher Hochleistungsschmierstoff

Langlebig und kostensparend

Ideal für die Oberflächen- und Galvanotechnik

Für die wässrige Reinigung im Härterei-Prozess

Continental setzt auf Concept Laser

Kraniomaxillofazial-Chirurgie verbessert

Einzigartige Prothese für Kinder

Wasserschneidtechnologie von MicroStep

Qualität und Effizienz für jede Anforderung

Einlegen, drehen, fertig

Handling Guide für mehr Engineering-Effizienz

Industrietaugliche Roboter von Igus

Bartsch: Flexibel durch sieben Drehpunkte

Neue High-Speed Kamera von Optronis

Assistenzsystem mit Bewegungserkennung

Profinet-Switches für die Prozessautomatisierung

Drei Funktionen, eine Maschine

Für gewölbte Oberflächen

Muting-Controller für mehr Sicherheit

Bewährter Schutztürantrieb von Siei-Areg

Der Weg zum besseren Meeting

Anzeige


Die Index-Gruppe zählt mit ihren Marken ›Index‹ und ›Traub‹ zu den weltweit führenden Herstellern von CNC-Drehmaschinen. Mit sechs Produktionsstandorten und fünf internationalen Vertriebs- und Servicegesellschaften sowie 80 Vertretungen ist die Esslinger Unternehmensgruppe weltweit vertreten.






Interessante Artikel früherer Ausgaben






Anzeige


Die Hydropneu GmbH produziert Hydraulikzylindern, Hydraulikaggregaten und hydraulische Steuerungen. Neben der Fertigung von Norm- und Standardzylindern ist die Konstruktion von maßgeschneiderten Hydraulik-Zylindern nach Kundenvorgaben ein Spezialgebiet des Unternehmens.






Wichtige Neuheit!

Die Welt der Fertigung wird ab sofort nicht mehr gedruckt, sondern als multimediale PDF-Ausgabe zum freien Download veröffentlicht. Hier geht´s zu den PDF-Ausgaben. Mehr Infos zur Welt der Fertigung finden Sie hier.






Anzeige


Die Klingelnberg Gruppe ist weltweit führend in der Entwicklung und Fertigung von Maschinen zur Kegelrad- und Stirnradbearbeitung, Präzisionsmesszentren für Verzahnungen und rotationssymmetrische Bauteile sowie in der Fertigung hochpräziser Komponenten für die Antriebstechnik im Kundenauftrag.






Die Welt des Kaufmanns






Die VBA-Welt






Die 3D-Welt von Blender






Anzeige







Anzeige


Das Kerngeschäft der Paul Horn GmbH ist die Bearbeitung zwischen zwei Flanken – Schwerpunkt Einstechen – sowie von weiteren, hochtechnologischen Anwendungen, verbunden mit Kundennähe, hoher Produktqualität, Beratungskompetenz und Lieferbereitschaft.






Die Welt der Geometrie







Die Welt der Elektronik







Die bunte Welt






Anzeige


Supfina Grieshaber besitzt langjährige Erfahrung auf dem Gebiet der Superfinish-Bearbeitung mit Stein- und Bandwerkzeugen. In Verbindung mit dem Wissen über vor- und nachgelagerte Prozesse bietet das Unternehmen praxisorientierte Lösungen.






Die besondere Welt






Anzeige


Leistungsstarke Sägemaschinen zur Metallbearbeitung sind das Markenzeichen der weltweit tätigen Behringer GmbH. Die Produktpalette umfasst Band-, Kreis- und Bügelsägen sowie Automatisierungskomponenten aus dem hauseigenen Stahlbau.

Vom 20. bis 22. Juni führt das Unternehmen eine Hausaustellung durch.
Informationen und Anmeldungen unter www.behringer.net






Die Welt der Goodies


Additive Fertigung


Automation


Biegen


CAD


Entsorgung


Gewindeherstellung


Handwerkzeuge


Kennzeichnen


Lasertechnik


Logistik


Maschinenbau


Messtechnik


Schleiftechnik


Schweißtechnik


Sicherheitstechnik


Spannmittel


Steuerungen


Tribologie


Wasserstrahltechnik


Zahnradfertigung


Sonstiges






Die Welt der Events






Anzeige


EMUGE-FRANKEN ist ein Unternehmensverbund der Präzisionswerkzeug-Hersteller EMUGE-Werk Richard Glimpel GmbH & Co.KG in Lauf und der FRANKEN GmbH & Co. KG in Rückersdorf. Seit nahezu 100 Jahren zählt das Unternehmen zu den weltweit führenden Herstellern von Produkten der Gewindeschneid-, Prüf-, Spann- und Frästechnik.






Anzeige


Die RAZIOL Zibulla & Sohn GmbH steht seit 75 Jahren für Qualität in der Schmierungstechnik. Rollenbandöler, Sprühsysteme, Befettungssteuerungen, Dosiergeräte sowie leistungsstarke Umformöle gehören zu den in Eigenfertigung entwickelten und konstruierten Produkten.






Die Welt der Erfindungen

Hier bieten Erfinder Rechte oder Lizenzen für interessante Produkte an. Reinschauen lohnt sich!







Die Welt aus Professorensicht

An dieser Stelle wird sich in unregelmäßigen Zeitabständen ein anonym bleibender Professor äußern. Er wird intime Einblicke in ein absurdes Lehrsystem geben, das sich als leistungsfeindlich und ungerecht outet.







Die Welt der Reisenden

Ob Urlaub, Messebesuch oder Reportage, es gibt viele Gründe, Hotels und Pensionen aufzusuchen. Gerade zur Messezeit sind viele Häuser jedoch total überteuert. Wir präsentieren günstige Geheimtipps.


Messe Düsseldorf und Köln



Messe Frankfurt



Messe Hannover



Messe Koblenz



Messe Leipzig



Messe München



Messe Nürnberg



Messe Pforzheim



Messe Stuttgart







Interessante Links aus aller Welt

Elektroflugzeug: Senkrechtstartender Prototyp hat Jungfernflug bestanden
Frühmenschen: Noch vor rund 50.000 Jahren lebte auf Flores der Mini-Frühmensch Homo floresiensis und war somit ein Zeitgenosse von Neandertaler sowie des modernen Menschen
Ernteerträge: Ein negativer Klimawandel-Einfluss ist weltweit nicht feststellbar
China: Windkraftprojekte werden in sechs Regionen gestoppt
Islam und Gleichstellungsgesetz: Die Freiheit stirbt in Raten
Teilchenphysik: CERN-Wissenschaftler haben möglicherweise ein bislang unbekanntes Teilchen gefunden
Mars: Interessantes Objekt fotografiert, das Rätsel aufgibt
Theorie: Dokumentiert eine Reliefdarstellung in Göbekli Tepe einen Kometeneinschlag vor 13.000 Jahren, in dessen Folge eine damalige Hochzivilisation zerstört wurde?
Voynich-Manuskript: Die Vorlage für einen unknackbaren Code?
Hintergrundstrahlung: Dokumentiert ein „kalter Fleck“ die Kollision mit einem Paralleluniversum?
Kasachstan: NASA fotografiert uralte, rätselhafte Mega-Geoglyphen
Sonnensystem: Gab es früher bereits technologisch weit entwickelte Zivilisationen?
Geisterhaft: WLAN-Signale können genutzt werden, um Objekte sichtbar zu machen
Skandal: Via Facebook und gefälschter Profile werden von Regierungen Falschinformationen verbreitet
Innovation: Festo stellt Pneumatik-Schaltelement für druckluftbetriebene Roboter vor
Raumfahrt: NASA arbeitet an flexiblen Metallgeweben aus dem 3D-Drucker für eine direkte Produktion im Weltraum
Zukunftsforscher: Roboter dringen weiter in den Arbeitsmarkt vor
Energiewende: Wegen Stromausfällen mussten in Australien bereits 50 Kleinkinder sterben
Teuerung: Für CO2-frei transportierten Kaffee müssten pro Kilogramm über 20 Euro nur für Transportkosten berechnet werden
Klimawandel: Ein Video klärt über den wahren Sachverhalt auf
Energiewende: Steht die Entwaldung der USA durch England bevor?
Atommüllstrahlung: Veröffentlichte Zeitdauer über die Gefährlichkeit von Atommüll ist falsch
Energiewende: Würden die notwendigen Speicher alleine in Deutschland mit Lithium-basierten Speichertechnologien umgesetzt, benötigte man mehr an Lithium als in allen Lagerstätten der Welt bekannt ist
EZB: Die unverantwortliche Währungspolitik wird die Zahlungsbilanz Deutschlands und anderer Überschussländer massiv verschlechtern
USB-Stick: Speicherlösung von IBM mit Malware infiziert
Kernspaltung: In Haigerloch stand ein deutscher Versuchsreaktor
Erkenntnis: Bereits vor 130.000 Jahren wurde Amerika von einer Menschenart entdeckt
Sonnensystem: Saturnmond Titan strahlt auf seiner Nachtseite heller als auf seiner Tagseite
Internetkriminalität: Hacker konnten wegen eines Fehlers im mTAN-Verfahren Konten leerräumen
Bienen: Ein wichtiges Insekt und sein gefährliches Leben
IT-Monopole: Open-Source-Software verhindert die Übermacht großer IT-Konzerne
Abwehr: Staaten müssen die Möglichkeit haben, die Server von Hackern lahmzulegen
Monopolgefahr: Allianz übernimmt britischen Wasserversorger
Computertechnik: Kristalle sollen Silizium ersetzen und Computer so weit schneller machen
Weltraumforschung: Kleiner Galaxiehaufen erzeugte beim Vorbeiflug am Perseus-Haufen eine gigantische Plasmawelle
Terraforming: Ein gekaperter Asteroid soll auf den Mars gelenkt werden und dort einen großen See aus geschmolzenem Eis entstehen lassen
Bevormundung: Microsoft verhindert mit der Version ›10 S‹ die Installation bestimmter Software
Wertminderung: Apple-Store fügt Software-Entwicklern massiven Schaden zu
Gesetzentwurf: Hochwertige Radios dürfen nur noch verkauft werden, wenn auch digitale Angebote empfangen werden können
Interpretationstrickserei: Ehemaliger Obama-Funktionär gibt zu, dass irreführende Pressemeldungen zu Klimadaten veröffentlicht wurden, um die öffentliche Meinung zu beeinflussen
Rententatsache: Schon jetzt bekommen Ost-Rentner im Durchschnitt wesentlich mehr Rente, als West-Rentner
Atommüll: Die Grünen haben durch erzwungenes Ende der Transmutationsforschung große Schuld in Sachen Lagerdauer für Atommüll auf sich gezogen
Bildungskatastrophe: Frankreich wird massiv an Wettbewerbsfähigkeit verlieren und somit zu einem Pflegefall
ARD: Höhere Gehälter als bei den DAX-Unternehmen?
MP3: Patente sind abgelaufen
Internetgeschwindigkeit: Per Telefonkabel 1000 Gigabit pro Sekunde übertragen






Transportsystem von Witte

Der Messraum des im polnischen Września neu errichteten Produktionswerks für den VW Crafter gilt als Musterbeispiel für zukunftsweisende Technik. Dazu tragen die mit optischen und taktilen Messsystemen ausgestatteten Messplätze bei, aber auch die fahrerlosen Transportplatten, die ganz ohne mechanisches Führungssystem beliebige Karosserieteile und deren Messvorrichtungen bis hin zum kompletten, fahrbereiten VW Crafter zu den Messzellen befördern.


Der neue VW Crafter hatte auf der Nutzfahrzeug-IAA 2016 seine erste große Bühne. Für besonderes Interesse sorgten nicht nur seine optische Erscheinung, die neuen Motorentypen und Assistenzsysteme, sondern auch der Umstand, dass Volkswagen zum ersten Mal (nach der langdauernden Kooperation mit Mercedes) ein Nutzfahrzeug dieser Größe selbst entwickelt und gebaut hat.

Für die Produktion aller weltweit vertriebenen Crafter-Modelle errichtete VW Nutzfahrzeuge im polnischen Września ein neues Automobilwerk, das Anfang September 2016 an den Start ging und bei Vollbetrieb rund 3000 Mitarbeiter beschäftigt.

Schließlich gibt es den neuen VW Crafter in einer großen Variantenvielfalt, die auf nahezu alle Kundenwünsche eingeht. Um optisch der Erneuerung Ausdruck zu geben, feilte Volkswagen am Design, so dass Ähnlichkeiten mit anderen Familienmitgliedern wie dem Transporter T6 nicht zu übersehen sind. Der Crafter wirkt weitaus dynamischer als früher und ist es wohl auch. Schließlich soll er mit einem cw-Wert von 0,33 zu den windschnittigsten Transportern seiner Klasse gehören.

Neues Werk: beste Chancen für Innovationen

Vom Spatenstich in 2014 vergingen gerade mal 23 Monate, bis das Werk in Września den SOP (Start of Production) feiern durfte. Dem neuen Standort kam zugute, dass er nur 50 Kilometer vom Werk Poznan entfernt ist, wo VW Caddy und Transporter gebaut werden. So hatte vielfältiges Know-how nur einen kurzen Weg. Durch den kompletten Neubau bestand zudem die Möglichkeit, zahlreiche innovative Ideen in die Praxis umzusetzen.

Dieser Umstand überzeugte Werner Steinert, die Leitung von QS-Analyse und Messwesen im Werk Września zu übernehmen. „Die Chance, seinen Messraum nach modernsten Kriterien selbst planen zu dürfen, erhält man höchstens einmal im Leben“, erklärt der Messtechnik-Fachmann, der bereits seit 25 Jahren in VW-Diensten steht. In dieser Zeit war Steinert in vielen verschiedenen Werken tätig; er unterstütze Werkzeugmacher und Produktionsmitarbeiter bei Ableitungen und Interpretationen von Messergebnissen, war in deutschen und europäischen VW-Werken am Aufbau von Cubing-Zentren beteiligt und leistete in fernen Ländern wie Indonesien, Brasilien, Argentinien und Russland wertvolle Anlaufunterstützung in Sachen Messtechnik.

Diese weitreichende Erfahrung wollte Volkswagen auch im neuesten Produktionswerk des Konzerns nutzen, weshalb Werner Steinert unter anderem mit der Aufgabe betraut wurde, für den Karosseriebau einen zentralen Messraum nach modernen Standards aufzubauen. Einzelne Komponenten und Baugruppen – ob zugeliefert oder selbst produziert – bis hin zu kompletten Fahrzeugen sollten dort geprüft werden können, um ein Endprodukt höchster Qualität sicherzustellen.

Werner Steinert berichtet: „Im Prinzip durfte ich das umsetzen, was im VW-Konzern auf breiter Ebene diskutiert wird. Insofern sind dort auch Ideen meiner Kollegen aus über 80 fahrzeugbauenden Werken eingeflossen.“ So ist der neue Messraum eine zentrale Einheit mit zwei Bereichen, der Bauteilqualifizierung auf der einen Seite und der Konformitätsprüfung auf der anderen. „Die räumlichen Gegebenheiten sind optimal, und mein Team besteht aus qualifizierten jungen Leuten, die sehr leistungsbereit sind“, lobt der Leiter Messtechnik. „Wir haben beste Voraussetzungen dafür, ein besonderes messtechnisches Niveau zu erreichen.“

Das Bild des Messraums prägen vor allem sechs Großmessplätze, von denen drei mit optischer Messtechnik und Roboterautomatisierung ausgestattet sind. Sie werden von insgesamt neun Transport-Messplatten, die fahrer- und schienenlos durch die Halle gleiten, mit zu messenden Teilen versorgt. Werner Steiner weist stolz darauf hin, dass hier konzernweit die höchste Konzentration optischer Messtechnik vorhanden ist. Er ergänzt: „Mir sind auch keine anderen Hersteller bekannt, die optische Messtechnik in diesem Umfang und dieser Form bereits umgesetzt haben. Wir sind in der Lage, eine komplette VW Crafter Karosserie innerhalb von gut zwei Stunden komplett zu digitalisieren.“

Hohe Flexibilität gefordert

Durch die große Teilevielfalt müssen die Messplätze sehr flexibel bestückt werden. Daher legte Werner Steinert besonderes Augenmerk auf das Transportsystem: „Ich stellte mir von Anfang an Transportplatten vor, die von meinen Mitarbeitern mit Messvorrichtungen sowie Teilen bestückt und dann zum passenden Messplatz geschickt werden. Den Weg dorthin sollten sie autark fahren können, ohne auf Schienen angewiesen zu sein.“

Nun war ein solchen Ansprüchen genügendes System (noch) nicht am Markt verfügbar. Werner Steinert nahm Kontakt zu einem bewährten Partner auf, der Firma Witte Barskamp KG, die in den vergangenen Jahren schon mehrere VW-Werke mit Aufnahmetechnik und Lochrasterplatten zum Messen und Transportieren beliefert hatte. „Aus bestehenden Erfahrungen heraus war ich mir sicher, dass Witte in der Lage ist, dieses Projekt in der knappen Zeit bis zum Produktionsbeginn zu stemmen“, argumentiert Steinert.

Auf Basis seiner patentierten Aluminium-Sandwichplatten entwickelte der Spanntechnik-Spezialist aus Bleckede ein Konzept, das bei Volkswagen auf Zustimmung stieß. Geschäftsführer Andreas Witte erklärt: „Unsere Sandwich-Platten bieten höchste Präzision und Steifigkeit bei vergleichsweise geringem Gewicht und einer Höhe, die noch als normale Trittstufenhöhe betrachtet wird. Diese Platten können wir bezüglich Größe und Traglast nach Bedarf auslegen und mit erforderlichen Zusatzelementen versehen.“

So entwickelte Witte für den VW Crafter Messraum eine individuell gestaltete horizontale Aluminium-Sandwichplatte mit luftgelagerten Lenkrolleneinheiten und elektrischem Reibradantrieb. Die spezielle Bauform und Dimension der Platten gewährleistet eine Gesamtstruktur, die bei Auflasten bis zu 2500 kg auch beim Absetzen und Anheben in den Mess- und Rüstplätzen verwindungssteif bleibt.

Leistungsstarkes Innenleben

Acht Stück in der Größe 400 x 2400 x 8000 mm und eine neunte mit 4500 mm Länge wurden nach derzeitiger VW-Spezifikation entwickelt, gefertigt und nach Września geliefert. Ihr hochpräzises 100er Lochbild ermöglicht die Installation von Messaufnahmen für alle zu messenden Karosserieteile.

Doch das Wesentliche steckt im Inneren des Alu-Sandwichsystems. Neben den Versteifungselementen gelang es den Witte-Konstrukteuren alle Komponenten der elektronischen Steuerungs- und Antriebs- sowie Sicherheitstechnik, zwei Kompressoren mit wartungsarmem Druckluftspeicher fürs Heben und Senken der Platte und 48V-Akkus einzubauen, die den Reibradantrieb und alle anderen elektrische Komponenten mit Strom versorgen. Geladen werden die Akkus in erster Linie über im Boden eingelassene Stationen in den Messzellen. Steht eine Platte jedoch über längere Zeit an einem der drei Rüstplätze, lässt sich dort ein separates Handladegerät anschließen.

Rechts und links angeordnete Duplex-Antriebe ermöglichen die geregelte Längsfahrt vorwärts und rückwärts, außerdem die Kurvenfahrt und das Drehen um die Antriebsachse. „Letzteres ist enorm platzsparend“, wirft Werner Steinert ein. „Gerade wenn mehrere Platten gleichzeitig unterwegs sind, geht es manchmal ziemlich eng zu. Da hilft diese Technik ungemein.“ Zur Beweglichkeit der Platte tragen außerdem jeweils acht wartungsfreie Dreh-Rollensätze in Schwerlastbauweise bei, sogenannte Swivel, die pneumatisch synchronisiert in Z-Richtung ein- und ausfahrbar sind.

Die größte Herausforderung stellte das von Steinert gewünschte schienenlose Führungssystem dar, das nach intensiven Beratungen auf Transponderbasis realisiert wurde. Dazu mussten alle Fahrwege zwischen Rüst- und Messplätzen mit codierten Chips markiert werden. Diese etwa 2-Euro-großen Speicherbausteine wurden in den Fußboden eingelassen und mit Farbe überdeckt, so dass sie nicht sichtbar sind. In den Sandwichplatten befindet sich vorne und hinten jeweils eine Antenne, über die sich die Informationen des in nächster Nähe befindlichen Transponderchips auslesen lassen. Zusätzlich sorgt ein integrierter Kreiselkompass für die richtige Orientierung. So weiß die mit einer Siemenssteuerung ausgestattete Platte stets, wo sie sich befindet und kann autark zu ihrem Zielort fahren.

Teilautomatisierung sorgt für große Flexibilität

Der Fahrbetrieb ist jedoch nur zum Teil automatisiert. Es findet keine Fahrt statt, bei der nicht der zuständige Messtechniker über das Bedienterminal an der Stirnseite der Platte das passende Messvolumen bzw. den Rüstplatz auswählt und per Knopfdruck den Fahrbefehl gibt. Messtechnik-Chef Steinert erklärt: „Solange die Fahrbewegungen im Hoheitsbereich meiner Mitarbeiter liegen, sind wir viel flexibler. Wir können Aufträge ganz schnell umorganisieren und die Platten neu rüsten, wenn es erforderlich ist.“

Auch Sicherheitsvorkehrungen sind vorhanden, die sowohl den rechtlichen Vorschriften als auch den VW-Richtlinien entsprechen. So befindet sich an jeder Ecke der Sandwichplatte ein selbstentriegelnder Sicherheitslaserscanner, der die umlaufenden horizontalen Schutz- und Verfahrbereiche in Bodennähe automatisch überwacht. Erkennen die Scanner ein mögliches Hindernis, reduziert die Platte ihre Geschwindigkeit bis zum Stillstand. Ist das Warnfeld wieder frei, fährt sie automatisch weiter. Für Werner Steinert ist das „eine ideale Lösung. Meine Mitarbeiter bewegen sich trotz der automatisch fahrenden Platten ganz entspannt in der Halle, weil sie wissen, dass das System funktioniert.“

Pünktlich zum Produktionsstart war der Messraum einsatzfähig. Im Gespräch mit dem Verantwortlichen Werner Steinert spürt man die Begeisterung für das realisierte Ergebnis: „Das Gesamtsystem mit der optischen Messtechnik ist zukunftsweisend. Es ist ein wichtiger Baustein für die fortschreitende Digitalisierung unserer Produktionswelt. Dass auch in Zukunft nicht alles vollautomatisiert sein wird, zeigt unser teilautomatisiertes Transportsystem. Dadurch, dass unsere Mitarbeiter die Bestückung der Messvolumen verantworten, können wir hochflexibel agieren, und unsere teuren Messmaschinen liefern ohne große Ausfall- oder Wartezeiten permanent Ergebnisse.“

 

Mehr Informationen:

Kontakt  Herstellerinfo 
Witte Gerätebau Barskamp e.K.
Horndorfer Weg 26
21354 Bleckede
Telefon 05854 89-0
Fax 05854 89-40
E-Mail: info@horst-witte.de
www.horst-witte.de
 

War dieser Artikel für Sie hilfreich?

Bitte bewerten Sie diese Seite durch Klick auf die Symbole.

Zugriffe heute: 5 - gesamt: 320.