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Modellautos und deren Fertigung

Wenn Bausatz-Riese Revell einen Mercedes-Benz SLS baut, dann zeichnet der Kunststoff Polystyrol die atembe-raubenden Coupé-Kurven nach, und echte Hightech ist mit im Spiel. Seit 1947 beschäftigt sich das Unternehmen aus Ostwestfalen mit der Produktion von Plastikbausätzen und konnte in dieser Zeit eine Unmenge an Erfahrung sammeln, was das Herstellen von hochgenauen Modellen realer Vorbilder angeht.


Revell gehört in Europa zu den renommiertesten Marken im Spiel- und Freizeitbereich. Und das hat einen besonderen Grund: Denn fast in jedem Kinderzimmer haben die Ostwestfalen Spuren hinterlassen. Egal ob ein Flugzeug an der Decke hängt oder ein Formel-1-Flitzer auf dem Schreibtisch parkt oder ob in der Vitrine die ›Alexander von Humboldt‹ mit voll aufgeblasenen, grünen Segeln in See sticht – immer liefert Revell das Ausgangsmaterial für diese so ganz unterschiedlichen Bastlerträume: Perfekt entwickelte und mit Hightech gefertigte Plastikbausätze.

In Deutschland hat Revell mit seinen 136 Mitarbeitern bei Plastikbausätzen einen Marktanteil von rund 80 Prozent – das schafft sonst vielleicht noch Maggi bei der Speisewürze. Sicher: Unter dem Label ›Revell‹ gibt es auch Fertigmodelle aus Zinkdruckguss oder funkferngesteuerte Miniatur-Hubschrauber, doch zwei Drittel des Umsatzes steuert immer noch das Thema bei, mit dem die Ostwestfalen in aller Welt berühmt wurden: Plastikbausätze.

Eine weitere Zahl beeindruckt: Allein von seiner ›Titanic‹ hat Revell weit über eine Million Exemplare gefertigt. So gesehen, sitzt in Ostwestfalen auch die nach Stückzahlen größte Werft der Welt. Was die ›Titanic‹ für die Schiffsmodellbauer ist, das ist der Mercedes-Benz SLS AMG für die Autofans: Ein wahrer Verkaufs-Hit, ein Traumwagen, eine echte Herausforderung.

Etwas über 400 000 Autos, vom Sportwagen bis zum Ami-Truck, verkauft Revell jedes Jahr in Form von Plastikbausätzen. Bisher haben die Ostwestfalen schon viele 10 000 Stück des Flügeltürer-Coupés an den Bastler gebracht. Und trotzdem giert der Markt immer noch nach Nachschub für den 1:24-Plastikbausatz. Also laufen im polnischen Werk in Bydgoszcz die Spritzgussmaschinen heiß.

Hier entsteht der Plastikbausatz, der aus nicht weniger als 141 präzise gefertigten Teilen besteht und die Sammlerwelt begeistert. Bewegliche Flügeltüren und Motorhaube ebenso inklusive wie ein präzise nachgefertigter V8-Motor von AMG. Der Stoff, aus dem die Bastlerträume produziert werden ist übrigens handelsübliches Polystyrol, das in Stahlformen eingespritzt wird. Die giftgrünen Engel-Spritzgussmaschinen gehören zu den besten auf dem Weltmarkt und kosten bis zu 250 000 Euro.

Sieben stehen in der Produktionshalle von KA-Plast.Doch Maschinen alleine machen noch keine guten Bauteile für einen Plastikbausatz. Es ist so wie beim SLS von AMG: Auf das Feintuning kommt es an. Man muss die Temperatur des Kunststoffs beim Einspritzen im Auge behalten, der Schließdruck der Maschine muss passen, und die Kühlung sollte perfekt auf die Bauteile abgestimmt sein. Das klingt nach Geheimrezept, und so ist es auch.

Nicht ganz so einfach


Die Temperatur des Kunststoffs kann beim Einspritzen zwischen 220 und 235 Grad Celsius schwanken. Der Kunststoff selbst besteht aus winzigen Granulatteilchen, die aus vortemperierten Tanks direkt in die Spritzmaschinen gelangen. Auch hier herrscht Hightech pur. Alles ist computergesteuert. Der Laie denkt vielleicht: Na ja, da purzelt jetzt halt ein Teil aus der Form heraus, was ist schon dabei? Doch ganz so einfach ist es dann doch nicht.

Schließlich sollen am nächsten Nachmittag 2 500 neue Plastikbausätze des Mercedes-Benz SLS AMG versandfertig sein, komplett verpackt mit Bauanleitung, Abziehbilderbogen, Reifen und allen anderen Bauteilen. Die Abziehbilderbögen kommen aus Frankreich oder Italien, die Kartons oder die Bauanleitungen kommen aus Deutschland. Alles muss pünktlich vor Ort sein. Der SLS als Plastikbausatz in 1:24 ist also längst internationales Business. Denn die Stahlformen, in denen die Teile des Supersportwagens mit Stern abgespritzt werden, werden von Spezialisten aus China gefertigt.

Das Projekt ›en miniature‹ zu entwickeln ist für Revell aus Bünde übrigens fast so teuer wie ein echter SLS: Inklusive aller Recherchen und des Formenbaus mit mehrmaligen Design-Korrekturen aus dem Hause Mercedes-Benz kostet solch ein Produkt in der Entwicklung 120 000 Euro. Den echten Mercedes-Benz SLS hingegen gibt es für etwas mehr als 180 000 Euro.

Wie von Geisterhand gesteuert, fahren die Teile der Stahlform zusammen. Dann wird, von außen unsichtbar, das Granulat eingespritzt. Nach insgesamt 38 Sekunden fällt das wohl charakteristischste Bauteil des Plastikbausatzes von Revell aus der Maschine in einen Karton, die Karosserie des rassigen Coupés. Katarzyna, die Mitarbeiterin neben dieser Produktionsmaschine, nimmt jedes Exemplar einzeln in Augenschein, betrachtet die Spiegelung der Karosserieoberfläche in einer speziellen Arbeitslampe und schneidet dann noch den Anguss weg, der aus der Heckscheibe des Karosserieteils herausragt. Erst dann kommt die Rohkarosserie in einen Karton und später zur Konfektionierung. Die Plastikteile aus solchen modernen Stahlformen werden mit einer Genauigkeit von wenigen Hundertstelmillimetern gefertigt. Bei der Politur der äußeren Oberfläche bewegt man sich im My-Bereich, also im Bereich von Tausendstelmillimetern.

Perfekte Passform

Diese Präzision kommt später natürlich dem Bastler zugute, wenn er den Bausatz zusammenklebt. Optimale Passgenauigkeit ist die Grundlage für jeden Bastelspaß. Vor allem im Bereich der Oberflächengüte, aber auch bei der Materialstärke sind in den letzten Jahren die Fortschritte kaum zu übersehen. Revell kann heute Teile bauen, die vor zehn oder 15 Jahren noch nicht möglich gewesen wären.

Die kleineren SLS-Komponenten hängen bei einem Revell-Bausatz in einem großen Gießast, gewissermaßen einem Rahmen aus Kunststoff, an dem die Teile befestigt sind. Kleinteile wie Spiegel, Schaltknüppel oder Sitze kann der Bastler dann bequem mit dem Pinsel bemalen, bevor er sie aus diesem Gießast löst und dann zusammenfügt. Gerade hier kommt es auf die Details an. Stimmen die Befestigungspunkte, damit sich die Komponenten auch perfekt zusammenfügen? Sind die Aufhängungen für die beweglichen Flügeltüren des Mercedes-Benz SLS AMG einerseits filigran genug, um möglichst originalgetreu zu wirken, andererseits aber auch robust genug, um die Türen auch sicher zu halten? Viele Zielkonflikte sind hier schon in der Konstruktion zu lösen.

Exakt an dieser Stelle kommt bei Revell ein Vorteil ins Spiel: Seit 1947 beschäftigt sich die Firma mit der Produktion von Plastikbausätzen und konnte in dieser Zeit eine Unmenge an Erfahrung sammeln. Außerdem arbeiten bei Revell die Konstruktion und die Produktion Hand in Hand. Verchromte Felgen, filigrane Fahrwerksteile, die Komponenten für das Interieur und die maßgeschneiderte Karosserie, alle Baugruppe sind mittlerweile produziert, und flinke Hände sorgen dafür, dass sie – natürlich zusammen mit der Bauanleitung und den Abziehbildern – in einer transparenten Folie verpackt, im passenden Revell-Karton landen.

 

Mehr Informationen:

Kontakt  Herstellerinfo 
Revell GmbH
Henschelstraße 20-30
32257 Bünde
Tel.: +49 (0)5223 965-0
Fax: +49 (0)5223 965-488
E-Mail: info@revell.de
www.revell.de
 

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