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Klöster als Entspannungs-Oasen

Klöster sind ein Ort, wo fromme Männer und Frauen ihr Leben ganz in den Dienst Gottes stellen. In den letzten Jahrzehnten haben sich Klöster zunehmend zu modernen Dienstleistern gewandelt. Oft werden Schulen betrieben und hochwertige Lebensmittel an die umliegende Bevölkerung verkauft. Ab diesen Sommer bietet das niederbayerische Kloster ›Schweiklberg‹ auch hochmoderne Tagungsräume für Weiterbildungen an. Und wer für einige Zeit Abstand von der lärmenden Welt nehmen möchte, kann dies ebenfalls in frisch renovierten Räumlichkeiten tun.


Klöster wurden schon immer in der Form eines Unternehmens betrieben, um mit den erwirtschafteten Einnahmen deren Erhalt sicherzustellen. Das Brauen von Bier war beispielsweise nicht nur der puren Notwendigkeit geschuldet, in der Fastenzeit einen Ersatz für die geringere Nahrungsaufnahme zu haben, sondern war auch eine willkommene Geldquelle. Dies zeigt nicht zuletzt das weithin bekannte Kloster Andechs, das hoch über dem Starnberger See errichtet wurde, und gerade im Sommer wahre Heerscharen von „Pilgern“ animiert, den Heiligen Berg zu erklimmen.

Die weltbekannte Paulaner-Brauerei in München ist ein Beispiel dafür, dass sich nach der Aufgabe eines Klosters, in diesem Fall unfreiwillig durch die Säkularisation im Jahre 1803, oft noch der Betrieb erhält, der ehemals die Einnahmequelle des Klosters bildete.

Heutige Klöster haben jedoch nicht nur süffiges Bier oder besonders hochwertige Lebensmittel im Angebot, sondern eignen sich auch vorzüglich für Auszeiten in hektischer Zeit sowie für Unternehmens-Meetings. Hinter dicken Mauer gibt es Ruhe zuhauf, um leere Akkus neu zu aufzuladen beziehungsweise Geistesblitze zu produzieren, um Unternehmen mit neuen Produkte und Dienstleistungen fit für die Zukunft zu machen.

Das ehemalige Benediktinerkloster Banz ist ein Beispiel, wie sehr sich solche Anlagen für derartige Veranstaltungen eignen. Hier zieht sich die nur in Bayern aktive Partei CSU zu ihren alljährlichen Beratungen zurück. Es muss jedoch nicht immer Wildbad Kreuth sein. Wer Wert auf ein noch nicht verweltlichtes Kloster legt beziehungsweise einem Trubel, wie er im Kloster Andechs herrscht, nichts abgewinnen kann und zudem die besondere Aura einer noch von Mönchen betriebenen Abtei schätzt, sollte seine Blicke einmal auf das niederbayerische Vilshofen richten. Am Rande der Stadt, die sich unweit von Passau, dem bayerischen Venedig, befindet, liegt hoch über der Vils das Kloster Schweiklberg, das zu den schönsten Klöstern in Bayern zählt.

Ein besonderer Ort

Unter Radfahrer ist das Kloster schon länger ein Geheimtipp. Wer sich einen Urlaub der besonderen Art gönnt und per Rad entlang der Donau nach Wien fährt, steuert in der Regel auch das Kloster Schweiklberg an, denn hier kann man bestens pausieren und für wenig Geld in prächtiger Umgebung übernachten. Wer in Schweiklberg pausiert, muss sich unbedingt auch das hochinteressante Schwarzafrika-Museum ansehen, das innerhalb der Klostermauer seine Heimat gefunden hat.

Hier gibt es ausschließlich Originalexponate aus allen Teilen Schwarzafrikas in einer Fülle zu sehen, die sprachlos macht und größte Begeisterung hervorruft. Dieses Museum gilt als umfangreichstes Museum für afrikanische Kunst und Völkerkunde im süddeutschen Raum. Prächtige Masken, blitzende Dolche, spitze Speere und großartige Plastiken ziehen die Aufmerksamkeit des Besuchers auf sich. Die Ausstellungsstücke sind zum größten Teil "Mitbringsel" von heimkehrenden Missionaren aus Ost- und Südafrika und setzen sich zum größten Teil aus Ebenholzschnitzereien, Tiergeweihen, Tierpräparaten, Waffen, Schilden und Töpferarbeiten zusammen. Es ist sogar eine Holzmaske zu sehen, die mit echten Haaren versehen ist. Ein Schauer läuft bei dem Gedanken über den Rücken, dass diese Haare von einem Menschen stammen, der zuvor in einem Kampf ermordet wurde. Über 700 interessante Ausstellungsstücke sind natürlich nicht im Schnelldurchgang zu schaffen, weshalb für ein ausführliches Studium des Afrika-Museums ein großzügiges Zeitbudget eingeplant werden sollte.

Wer dann anschließend einen knurrenden Magen besänftigen muss, kann dies auf kurzem Wege tun. Schließlich ist der Weg zur Stärkung nicht weit, da unmittelbar am Museum eine Cafeteria angebaut ist, welche zu preiswertem Kuchen und Kaffee einlädt. In gemütlicher Atmosphäre lässt man seine Blicke immer wieder zum Klosterladen schweifen, der eine Einheit mit der Cafeteria bildet. Hier gibt es besondere Raritäten zu kaufen, die unter anderem von den Klosterbrüdern selbst hergestellt werden. Darunter der weit über Bayern hinaus, sogar in Sibirien bekannte ›Schweiklberger Geist‹, einem Kräutergeist der besonderen Art. Der wohlschmeckende Kräutergeist ist, ähnlich wie der ebenfalls weltbekannte ›Klosterfrau Melissengeist‹, der allerdings nicht in Schweiklberg hergestellt wird, ein wahres Wundermittel und kann innerlich beispielsweise gegen Verdauungsbeschwerden und Schlafstörungen, ebenso eingesetzt werden, wie äußerlich bei Muskelkater oder Hexenschuss.

Wo ein belebender "Geist" entsteht


Besonders interessant ist die Brennanlage, in der dieser „Geist“ destilliert wird. Dafür werden nur beste Zutaten mit Alkohol angesetzt. Weder Farbstoffe noch Geschmacksverstärker oder gar künstliche Aromen finden Eingang in Schweiklberger Produkte. Nachdem zahlreiche Kräuter, Gewürze und Zitronenschalen nach zwei Wochen ihr Aroma an den Alkohol abgegeben haben, wird dieser Sud umgefüllt und in einem Brennkessel auf modernste Art via Dampf aus dem eigenen Holzschnitzelkraftwerk erhitzt. Der so entstehende Wasserdampf wird in einem Kühler abgekühlt, woraufhin der Dampf kondensiert und der „Geist“ entsteht, der in ein Glasgefäß geleitet wird, von wo das Destillat in Tanks umgefüllt und nachher im Maschinenraum weiterverarbeitet wird.

Doch nicht nur diesen Kräutergeist gibt es im Klosterladen zu kaufen. Auch Zwetschenwasser sowie eigener Honig und eigene Bienenwachskerzen werden neben Ansichtskarten und Andenkenartikel feilgeboten. Lebensmittel, wie eben Honig haben in Schweiklberg eine lange Tradition. Hier bekommt man beste Qualität zum angemessenen Preis. Besonderen Zuspruch der Vilshofer Bevölkerung erfährt die klostereigene Gärtnerei, die leckeren Salat ebenso feilbietet, wie Blumen zur Verschönerung des eigenen Gartens und zum Schmücken der Klosterkirche.

In dieser besonders heimeligen Umgebung lässt es sich bestens Tagen. In diesem Sommer sind neue Räumlichkeiten bezugsfertig geworden, die für Klausurtagungen bestens geeignet sind. Zwischen 20 und 50 Personen fassen die Säle, die mit modernster Technik, wie etwa LCD-Beamer ausgestattet sind. Die Tagungsteilnehmer nächtigen in modernen Zimmern, die teils sogar über behindertengerechte Nasszellen verfügen. Ideale Voraussetzung, um den Geist zu lockern, damit die Klausur zu einem Erfolg wird.

Auch wer eine Lebenskrise zu meistern hat, einfach mal nur Ruhe sucht oder den Sinn des Lebens auf den Grund gehen möchte, ist in Schweiklberg willkommen. Und womöglich hat man mit dem Leben im Kloster gefunden, wonach man immer Ausschau gehalten hat und entschließt sich, für immer zu bleiben.

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Mehr Informationen:

Kontakt  Herstellerinfo 
Missionsbenediktinerabtei Schweiklberg
Schweiklberg 1
94474 Vilshofen an der Donau
Tel.: +49 8541/209 0
Fax: +49 8541/209 174
www.schweiklberg.de
 

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