Welt der Fertigung
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Finger weg von unseren Krankenhäusern!

Warum unsere Kliniken erhalten werden müssen

Kliniken sind aktuell im Fokus der Politik. Von derzeit 1400 Krankenhäusern sollen künftig nur 600 überleben. Man möchte Kosten reduzieren und die Behandlung der Patienten effektiver gestalten. Die restlichen Kliniken sollen mehr Personal erhalten und besser ausgestattet werden heißt es, damit lebensbedrohliche Krankheiten noch besser behandelt werden können. Diesem Ansinnen ist ein klares ›Nein‹ entgegenzustellen, da hier Hand an einen wichtigen Pfeiler unseres Gesundheitssystems gelegt wird, ohne den es im Fall einer Katastrophe für viele Menschen keine Rettung geben wird.


Das Einsparen von Kosten ist bei Politikern immer dann populär, wenn sie davon nicht betroffen sind. Noch nie wurde ernsthaft der Versuch unternommen, beispielsweise den Bundestag oder die einzelnen Ministerien wieder auf ein vernünftiges Maß zu reduzieren. Ganz im Gegenteil! Es sitzen im 19. Deutschen Bundestag derzeit 709 Abgeordnete und gegenüber 2014 haben sich die Kosten für das Innenministerium verdoppelt.

Während 2014 alle Bundesministerien rund 2,5 Milliarden Euro ausgegeben hatten, werden es laut Haushaltsplanung in diesem Jahr bereits 3,5 Milliarden sein, die für Personal, Verwaltung und Investition ausgegeben werden.

Geht es hingegen beispielsweise um Krankenhäuser, so werden – ermutigt durch „Experten-Studien“ – großzügig Rotstifte geschwungen. Künftig sollen weniger als die Hälfte der heutigen Krankenhäuser weiterbetrieben werden. Von 1 400 Kliniken sollen nur 600 überleben. Die verbleibenden Häuser sollen dann mehr Personal und eine bessere Ausstattung erhalten. Kleine Kliniken würden häufig nicht über die nötige Ausstattung und Erfahrung verfügen, um etwa einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall angemessen behandeln zu können, heißt es.

Diesem Gedankengang ist zu entgegnen, dass es für Notärzte seit jeher eine Selbstverständlichkeit ist, ihre Patienten in die entsprechend ausgestattete Fachklinik zu bringen, wo eine optimale Behandlung eines lebensbedrohlichen Zustands gegeben ist. Kleine Kliniken sind für die alltäglichen Dinge gedacht, die nicht unbedingt akut lebensbedrohlich sind, dennoch eine rasche Behandlung erfordern.

Es ist klar festzuhalten, dass das Gesundheitswesen nicht dazu da ist, Gewinne zu erwirtschaften. Es ist vorzuhalten, um Menschen so rasch wie möglich wieder gesund zu machen. Da sich Krankheiten und Unglücke nicht planen lassen, sind Kliniken auf Zuschüsse angewiesen, um ihren Betrieb aufrechtzuhalten. Würden zudem endlich marktgerechte Löhne für Pflegekräfte und Krankenschwestern gezahlt, könnte es auch wieder mit dem Fachkräftenachwuchs klappen. Dafür führen die Bürger schließlich Steuern ab.

Wer nun die Klinikzahl reduzieren möchte, um diese Kosten einzusparen und anderweitig zu verwenden, der spielt ein gefährliches Spiel. Eine moderne Nation sollte stets in der Lage sein, abseits des Normalzustands große Menschenmassen medizinisch zu versorgen. Eine Pandemie oder ein anderer Katastrophenfall ist schneller da, als so mancher Minister denkt. Hier sticht eine Gefahr besonders hervor, die von unverantwortlichen Politikern heraufbeschworen wurde: Der IS!

Es ist kein Geheimnis, dass diese Organisation sich derzeit in Deutschland beziehungsweise Europa sammelt und organisiert, um einen großen Anschlag mitten in der Gesellschaft durchzuführen. Die dazu nötigen Waffen werden gegenwärtig auf verdeckten Wegen hereingeholt. Sogar mittels 3D-Druck werden einfache Waffen für den Tag X gebastelt. Wozu relativ wenige Fanatiker fähig sind, zeigte 2015 der Anschlag in Paris, wo 130 Menschen getötet wurden. Was passiert erst, wenn sich Tausende aufmachen, ein Massaker anzurichten?

Schon aufgrund dieser – von der Politik herbeigeführten – Gefahr ist ein Klinik-Kahlschlag verantwortungslos und daher rundweg abzulehnen.
Herzlichst
W. Fottner
Chefredakteuer ›Welt der Fertigung‹

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