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Kennzeichnen auf interessante Art

Ob Modelleisenbahn-, Waschmaschinenfrontplatte- oder Kugelschreiber – geht es um das rasche Bedrucken von Serienteilen in höchster Qualität, kommt der sogenannte ›Tampondruck‹ zum Einsatz. Die Tampoprint AG ist diesbezüglich ein exzellenter Ansprechpartner, wenn es um die umfassende Nutzung eines staunenswerten Verfahrens geht.


Die Arbeitsweise eines Stempels ist wohl jedem bekannt: Auf einem Stempelkörper befestigte Buchstaben, Wörter oder Symbole – die gleichzeitig eben und erhaben sein müssen – werden in ein mit Farbe gefülltes Stempelkissen getaucht und mit kräftigem Druck etwa auf ein Stück Papier gepresst. Dadurch wird die anhaftende Farbe auf das Papier übertragen, wodurch sich dort, je nach Form des Stempelkörpers, ein Buchstabe, ein Firmenname oder ein Logo abzeichnet.

Im Gegensatz dazu befindet sich beim Tampondruck die Bildinformation nicht auf der Stempeloberseite, sondern als Vertiefung in einer glatten Platte, dem sogenannten Klischee. Als Stempel wird dabei ein aus Silikon hergestellter Tampon verwendet, dessen Oberfläche konvex ausgeführt ist. Der Clou ist, dass dieser Tampon dank einer entsprechenden Silikonmischung eine gute Verformbarkeit aufweist, die dazu führt, dass der Tampon beim Kontakt mit der als ›Klischee‹ bezeichneten Druckplatte verformt wird, und dabei die in der Vertiefung liegende Bildinformation auf die Tamponoberfläche übertragen wird.

Interessante Funktionsweise

Die anliegende Presskraft beeinflusst die Fläche, die vom sich verformenden Tampon eingenommen wird. Je größer der Anpressdruck, desto mehr wird der Tampon auf dem Klischee angepresst und desto mehr verformt er sich. Der zuvor noch konvexe Tampon bildet nun an bestimmten Bereichen eine ebene Fläche aus, wodurch die komplette Vertiefung in dem Klischee überdeckt wird. Die in der Vertiefung des Klischee liegende Farbe wird vom Tampon nahezu vollständig aufgenommen und bleibt nach Wegnahme der Anpresskraft auf der Oberfläche des nun wieder die alte Form einnehmenden Tampons haften.

Wird der Tampon nun über ein zu bedruckendes Werkstück geführt und mit dem gleichen Druck wie beim Aufnehmen der Farbe belastet, so wird die daran haftende Farbe auf das Werkstück übertragen und ein exaktes Abbild der auf dem Klischee eingebrachten Vorlage wird sichtbar. Dieser Vorgang kann beliebig oft wiederholt werden, wenn die Vorlage erneut mit Farbe gefüllt wird. Da die entsprechende Vertiefung nur 0,02 Millimeter misst, wird sehr wenig Farbe benötigt.

Nicht zuletzt in der Farbe für den Tampondruck steckt viel Wissen, damit der Prozess auch in der Großserie reibungslos funktioniert. Es gilt, das richtige Verhältnis von Zähflüssigkeit, Haftvermögen und Deckkraft zu finden, damit nichts tropft oder zerfließt. Dies ist eine große Kunst, wie beispielsweise Beschriftungen zeigen, die nur 0,2 Millimeter „große“ Buchstaben besitzen.

Für die Tampoprint AG sind solche Herausforderungen das tägliche Brot. Die Experten dieses innovativen Unternehmens fühlen sich ganz besonders dort wohl, wo es knifflig wird. Das ist auch kein Wunder, ist dieses Unternehmen doch vom Erfinder des industriellen Tampondrucks – Wilfried Philipp – gegründet worden, der dieses Verfahren im Jahre 1968 erfunden hat. Damals hat der Graveurmeister eine Alternative zum Decalcierverfahren gesucht, das mit wenig standfesten Gelatinetampons arbeitete. Mittlerweile ist der von ihm erfundene Tampondruck wegen seiner vielen Vorteile weltweit im Einsatz.

Im Laufe der Zeit hat das Unternehmen das Verfahren immer mehr verfeinert, um stets einen zuverlässigen Druck zu gewährleisten. So ist beispielsweise das Rakelmesser zum Abziehen von überschüssiger Farbe vom Klischee in den neuen Modellen nicht mehr in gerader Form, sondern kreisförmig ausgeführt. Dadurch ist kein langwieriges Einstellen nötig und wird zudem ein Verkanten oder Kippen ausgeschlossen. Das Resultat ist ein stets sauberer Abtrag überschüssiger Farbe, was mit einer makellosen Übertragung des Klischeebildes auf das Zielobjekt einhergeht.

Cleveres Farbmanagement

Erwähnenswert ist, dass durch diese Konstruktion keine Farbspachtel mehr nötig ist, um Farbe aufzutragen. Vielmehr befindet sich die Farbe in einem geschlossenen, runden Farbtopf, in den besagtes Rakelmesser alias der Rakelring aus Hartmetall oder Keramik eingelassen ist. Beim Vor- beziehungsweise Zurückfahren des Farbtopfs wird Farbe aufgetragen und zugleich die überschüssige Menge in den Farbtopf zurückgezogen.

Damit dies perfekt und ohne unerwünschten Farbaustritt geschieht, muss der Farbtopf auf das Klischee gepresst werden. Dies kann durch Magnete, Federkraft oder via Pneumatik erfolgen.Generell sind für Tampondruckmaschinen verschiedene Lösungen möglich, um die Bewegung des Tampons sowie des Farbtopfs auszuführen: dies kann pneumatisch, über Linearmotor oder via Kurvenscheibe erfolgen. Jeder Hersteller hat hier seine Spezialität, um den Marktanforderungen hinsichtlich Preis, Geschwindigkeit und Flexibilität seiner Anlagen gerecht zu werden.

Variable Härte

Doch auch die Tampons haben es in sich. Beispielsweise muss die Härte des Silikons an das zu bedruckende Material angepasst werden, damit ein sauberer, unverzerrter Druck gelingt. Dies ist schnell einsichtig, wenn biegsame Teile betrachtet werden, die sich durch aufgebrachten Druck verformen.

Der für den Druck vorgesehene Tampon muss in diesem Fall eine weiche Konsistenz besitzen, damit das Teil sich beim Andruck nicht durchbiegt, was zur Folge hätte, dass der Tampon die anhaftende Farbe an der falschen Stelle abgeben würde. Gilt es hingegen, festes, wenig nachgiebiges Material zu bedrucken, so wird eine entsprechend feste Silikonmischung für den Tampon genutzt.

Lösungen für viele Fälle

Entsprechende Ausformungen des Tampons erlauben es, mühelos unterschiedlichst geformte Werkstücke zu bedrucken. Die Spezialisten von Tampoprint haben diesbezüglich viel Know-how aufgebaut, das es erlaubt, für nahezu jede Herausforderung eine passende Lösung zu finden. Geht es zum Beispiel um das Bedrucken von runden Teilen oder um den kontinuierlichen Druck von Teilen in großer Stückzahl, so werden sowohl das Klischee, als auch der Tampon in Form von Walzen ausgeführt. In diesem Fall liegt die Farbe in einem offenen Farbbecken. Mit einer derartigen Konstruktion ist es problemlos möglich, beispielsweise in großer Menge benötigte Flaschenverschlüsse in kurzer Zeit zu bedrucken.

Sogar die Lasertechnik wurde mittlerweile von Tampoprint für den Tampondruck entdeckt und langfristig eine Abkehr von der Ätztechnik für die Anfertigung von Klischees eingeleitet. Der Grund ist, dass es mit dem Laser möglich wird, sogar in Losgröße 1 wirtschaftlich auf ein Produkt mittels Tampondruck Farbe aufzubringen. Die Lasertechnik erlaubt es, direkt eine CAD-Zeichnung zu nutzen, um zum bedruckten Teil zu kommen. Das Geheimnis liegt in einem speziell für die Lasertechnik entwickelten Klischeematerial, das als Rolle zur Verfügung steht und abschnittsweise von einem Laser beschriftet werden kann.

Nach Abschluss des Druckauftrags wird die Rolle einfach weitergedreht, um einen noch unbenutzten Abschnitt der Rolle zum Lasern vorzubereiten.Die Lasertechnik ist der Ätztechnik weit überlegen. Nicht nur bezüglich der Kosten und der Schnelligkeit, sondern auch hinsichtlich der erreichbaren Auflösung. Sagenhafte 5.000 dpi sind damit möglich, was jeden herkömmlichen Farbdruck in den Schatten stellt. Stark vergrößernde Lupen zeigen ein Bild, das sich aus wesentlich kleineren sowie zahlreicheren Punkten zusammensetzt und sich daher markant von einem per Siebdruck hergestellten Bild unterscheidet, auch wenn dieses mit 1.000 dpi erstellt wurde.

Kampf dem Plagiat

Damit sind die Möglichkeiten dieser Technik noch nicht aufgezählt. Sollen Produkte eindeutig als Originale identifizierbar sein, so kann via Tampondruck nicht nur ein QR-Code, sondern zusätzlich auch ein nur mit größerem Aufwand reproduzierbares Bild aufgebracht werden.

Der Clou liegt jedoch in einer Kennung, die absolut fälschungssicher ist: Einer DNA, die der Farbe beigemischt wird. Im Fall eines Unglücks kann auf diese Weise zweifelsfrei festgestellt werden, ob das versagende Teil wirklich vom vermeintlichen Hersteller stammt. Es gibt also viele Gründe, sich den Tampondruck näher anzusehen und zusammen mit den Experten der Tampoprint AG die Möglichkeiten für die eigenen Produkte auszuloten.

Download:

Diesen Artikel finden Sie auch in Ausgabe 1/2019 unseres Fachmagazins ›Welt der Fertigung‹ auf Seite 58. Zum besagten Heft führt ein Klick auf den nachfolgenden Button!

Bitte beachten: Dieses Heft steht ab 1.2.2019 zum Download bereit.

PDF-Heft

Mehr Informationen zur Tampoprint AG:

Kontakt  Herstellerinfo 
TAMPOPRINT AG
Lingwiesenstr. 1
70825 Korntal-Münchingen
Tel.: +49 71 50 92 8 – 0
Fax: +49 71 50 92 8 – 400
E-Mail: info@tampoprint.de
www.tampoprint.de

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