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Seit drei Generationen setzt die HEDELIUS Maschinenfabrik Maßstäbe in der Zerspanung. Ideenreichtum, Kundennähe und kompromisslose Qualität sind das Erfolgsrezept des Unternehmens.






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An dieser Stelle wird sich in unregelmäßigen Zeitabständen ein anonym bleibender Professor äußern. Er wird intime Einblicke in ein absurdes Lehrsystem geben, das sich als leistungsfeindlich und ungerecht outet.







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Vom Stein- zum HSS-Werkzeug

Der Gebrauch von Werkzeugen ist eine Eigenschaft, die Mensch und Tier beherrschen. Doch nur der Mensch ist in der Lage, neue Werkzeuge zu ersinnen, um Bearbeitungsprobleme zu lösen. Im Deutschen Werkzeugmuseum gibt es diesbezüglich viel zu entdecken, was der Geist des Menschen ersonnen hat, um Metalle zu Gewinnen, Löcher zu bohren oder Schrauben festzuziehen.


Die Entwicklung des Menschen ist eng mit seiner Gabe verbunden, Werkzeuge zu gebrauchen und im Bedarfsfall neue Werkzeuge zu erfinden. Dies grenzt den Menschen von Tieren ab, denn diese sind zwar zum Werkzeuggebrauch fähig, nicht jedoch dazu, neue Werkzeuge zu entwickeln. Diese Gabe erlaubte es dem Menschen, sich zum Herrscher der Erde aufzuschwingen.

Der Entwicklungsprozess von Werkzeugen ist noch lange nicht abgeschlossen und wird wahrscheinlich auch nie ein Ende finden, da der Mensch fortlaufend auf der Suche nach noch ausgefeilteren Fertigungstechniken, noch schnelleren Maschinen und noch raffinierteren Produktionsmitteln ist, um seinen Wohlstand zu steigern. Dieser Entwicklungsprozess wird seit 1967 vom Deutschen Werkzeugmuseum abgebildet, das von den ersten Stein- und Bronzewerkzeugen über Brustleiern, Sägewerkzeugen und ersten Maschinen bis hin zu modernen Werkzeugmaschinen, Lichtbogenöfen und Zerspanungswerkzeugen aus Hochleistungsschnellschnittstahl informiert.

Darüber hinaus verfügt das Museum über eine beachtliche sozial- und kulturgeschichtliche Sammlung rund um die Produktion und den Vertrieb von Werkzeugen, sodass sich Besucher einen umfassenden Überblick zum Thema ›Werkzeug‹ machen können.

Holpriger Start

Eigentlich ist es ein Wunder, dass Deutschland heute eine Technologiehochburg ist, denn im Gegensatz zu den Römern waren die Germanen in Sachen Handwerk und Technologie eher rückständig. Sie unterhielten weder ein stehendes Heer noch beschäftigten sie Stein- und Straßenbaufachleute. Ganz anders die Kelten, die schon vor der römischen Invasion das Eisenhandwerk perfekt beherrschten und Produkte wie etwa Hämmer, Zangen und Äxte anfertigten, deren Form sich vielfach bis heute kaum verändert hat.

In römischer Zeit erlebte das Schmiedehandwerk einen gewaltigen Aufschwung. Der römische Schmied beherrschte Techniken zum Bearbeiten von Eisen, die auch heute noch angewandt werden: Strecken, Stauchen, Spalten, Lochen, Schweißen und Löten. Wer sich Zeit nimmt, kann im Museum im Zeitraffer nachvollziehen, wie sich der Mensch vom Stein- über das Bronze- zum Eisenwerkzeug vorarbeitete, was für interessierte Schüler und Erwachsene gleichermaßen ein ganz besonderes Erlebnis ist.

Ein Aha-Erlebnis werden Besucher auch beim Betrachten mittelalterlicher Werkzeuge haben, die durch besondere Ästhetik auffallen. Werkzeuge jener Zeit waren oft mit Dekorationen und Verzierungen versehen und folgten den Stilformen und dem Stilempfinden der damaligen Zeit. Dabei wurde damals darauf geachtet, dass die besondere Form und die Verzierungen den Nutzen des Werkzeugs nicht einschränken. Interessant ist, dass damals auch Werkzeuge ohne Funktion hergestellt wurden, die als Prunk- oder Zeremonialwerkzeuge etwa von Fürsten oder Handwerksorganisationen genutzt wurden.

Nicht nur heutzutage, sondern auch schon damals war es angesagt, seinen Namen oder Initialen auf teuren Gegenständen anzubringen, um sich als deren Besitzer auszuweisen. Auf Werkzeugen konnte dies durch Gravieren, Ätzen mit Säure oder mittels des Tauschierens geschehen.

Nützlicher Fortschritt

Mit der fortschreitenden Industrialisierung wurde es möglich, den Preis von Werkzeugen gewaltig zu senken. Konnten beispielsweise Feilen zunächst nur von Hand hergestellt werden, indem mittels eines Meißels jeder einzelne Zahn aus dem Feilenrohling herausgearbeitet wurde, so konnte im 19. Jahrhundert diese mühsame Arbeit mit der Feilenhaumaschine massiv beschleunigt werden. Im Museum wird sehr schön herausgearbeitet, dass die Hand-Feilenhauer durch die neue Maschine zwar zunächst um ihr Einkommen bangen mussten, doch in den entstehenden Feilenfabriken besser bezahlte und körperlich weniger anstrengende Arbeitsplätze vorfanden.

Als es noch keine Flugzeuge gab, das Internet noch nicht einmal dem Namen nach bekannt war und eher noch die Postkutsche, denn ein Kraftfahrzeug für den Landweg genutzt werden musste, war hingegen der Vertrieb der Werkzeuge anstrengend. Ganz zu schweigen von den wochenlangen Aufenthalten auf See, sollten Handelspartner in fremden, weit entfernte Ländern besucht werden, um ihnen die neuesten Werkzeuge schmackhaft zu machen. Originalgetreue Kopien alter Kataloge, Fotos überseeischer Niederlassungen großer Exporthäuser und Musterkoffer sowie Kisten für den Seetransport erzählen die Geschichte von Handelshäusern, die sich aufgemacht haben, neue Märkte fern der Heimat zu ergründen.

Im Museum sind zahlreiche Exponate zu sehen, die Zeugnis davon ablegen, dass das Leben eines Handelsvertreters zu Beginn der Industrialisierung eher nur für unerschrockene, kräftige Persönlichkeiten geeignet war. Es galt, große Koffer mit schweren Musterwerkzeugen zu transportieren, in der Fremde Kontakt zur Heimat zu halten, Sitten und Gebräuche der besuchten Länder zu studieren und nach Möglichkeit stets über genug Geld zu Verfügen, um nicht ungeplant abseits der Heimat zu stranden.

Das Museum zeigt auf vielseitige Art, dass der Wohlstand des Menschen nicht nur kreativen Tüftlern zu verdanken ist, sondern auch Wagemutigen, die sich nicht scheuten, Mühsal auf sich zu nehmen.

Bildende Fülle

Das Museum ist voll von derartigen Besonderheiten, die einen Blick in die Vergangenheit gewähren. An nahezu jeder Ecke findet sich etwas Interessantes, dessen längere Betrachtung lohnt. So wird zum Beispiel erläutert, welche Schritte nötig sind, damit ein hochwertiger Gabelschlüssel entsteht. Dabei wird auf das notwendige Material ebenso eingegangen wie auf die Vorteile des Gesenkschmiedens, um ein präzises und robustes Werkzeug herzustellen. Sogar der erste industriell eingesetzte Lichtbogenofen für Stahl von 1906 ist hier zu sehen. Dieser war bei den Richard-Lindenberg-Stahlwerken in Remscheid im Einsatz und diente zum Erschmelzen besonders leistungsstarken Stahls.

Besonders interessant auch die Erläuterungen rund um die Herstellung von Rohren. Hier wird die Geschichte der Gebrüder Mannesmann erzählt, die dank ihres Erfindergeistes dem nahtlosen Rohr mit dem Schrägwalzverfahren und zusätzlich mit dem sogenannten ›Pilgerschrittverfahren‹ das Tor in die Welt der Fertigung weit öffneten. Interessierte Besucher dürfen übrigens ihrer Versuchung nachgeben und alle Exponate berühren. Während in anderen Museen ein grimmig dreinblickender Wärter klarstellt, dass das Betasten der Exponate unerwünscht ist, ermuntern im Deutschen Werkzeugmuseum vielmehr Hinweisschilder dieses und jenes selbst auszuprobieren, um dem Aha-Effekt auf die Sprünge zu helfen.

Natürlich erfährt der Besucher im Museum auch alles rund um die industrielle Herstellung von Sägen. Er erfährt, dass am Anfang zunächst Stahlblech steht, dass auf die passende Größe zugeschnitten wird. Diese Blechzuschnitte werden in Zahnmaschinen gelegt, wo die Sägezähne ausgeschnitten werden. Die zum Sägen nötige Härte bekommt das Material anschließend durch Glühen, Abschrecken und Anlassen. Spätestens beim Werdegang eines Sägeblattes wird dem Besucher auffallen, dass ein sehr großen Teil aller Werkzeuge einen gemeinsamen Nenner haben: den Keil.

Ob Zange, Meißel, Säge, Fräser, Wendeschneidplatte oder Wendelbohrer – überall ist der Keil als zentrales Funktionselement zu finden, das viele Werkzeuge erst gebrauchsfähig macht: Der Keil dringt in das Material ein und nimmt entweder Späne ab (beispielsweise beim Fräsen) oder zerteilt es, wie etwa beim Abzwicken eines Drahts mit einer geeigneten Zange. Eine wichtige Erkenntnis, die den Weg zum Verständnis der Funktion eines Werkzeugs ebnet.

Mit den Werkzeugen entwickelten sich natürlich auch die Werkzeugmaschinen rasant fort. Dies kann im Museum ebenfalls sehr anschaulich nachvollzogen werden. So gibt es zum Beispiel eine Bohrmaschine von 1900, eine Leitspindeldrehmaschine von 1920 und eine Exzenterpresse von 1940, die alle mittels eines Transmissionsriemens angetrieben werden.

Angetrieben wurden solche Transmissionen von Dampfmaschinen, wie sie ebenfalls im Museum bewundert werden kann. In voller Lebensgröße präsentiert sich dem Besucher eine Reinoldt‘sche Dampfmaschine von 1907, die über rund 225 PS und einem Schwungrad mit beeindruckenden 3900 Millimeter Durchmesser verfügt.Auch ein Blick auf das Außengelände lohnt. Dort sind zwei originalgetreue Schmieden aus der Zeit um 1900, eine kleine Feilenhaustube, ein kleiner Wasserhammer und ein wasserradgetriebener Schleifkotten zu besichtigen.

In diesem Ambiente lässt sich natürlich auch prima feiern. Das Museum bietet dazu für 99 Personen Platz, inmitten der Exponate Hochzeiten, Geburtstage, Tagungen oder Mitgliederversammlungen abzuhalten. Ein ganz besonderes Angebot gibt es auch für Kinder, die das Museum im Dunkeln mit dem Museums-Nachtwächter Balduin Keks erkunden können. Ein lehrreicher Spaß, der wohl jeden trockenen Schultag in Sachen Lernerfolg in den Schatten stellt.

Mehr Informationen:

Kontakt  Herstellerinfo 
Deutsches Werkzeugmuseum
Cleffstr. 2 - 6
42855 Remscheid
Tel.: (0 21 91) 16 25 19
Fax: (0 21 91) 16 20 55
E-Mail: Werkzeugmuseum-Hiz@remscheid.de
www.remscheid.de

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