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Die Wahrheit über den Russlandfeldzug

Bis heute wird behauptet, Hitler habe die damalige Sowjetunion in einem überraschenden Angriffskrieg überfallen. Diese These wird im Buch ›Der Eisbrecher‹, das von Wladimir B. Resun unter dem Pseudonym Viktor Suworow geschrieben wurde, klar wiederlegt. Demnach war Stalin 1941 auf dem Sprung, ganz Europa zu erobern. Hitler konnte diesen Plan knapp vereiteln, da er dem sowjetischen Angriff um nur zwei Wochen zuvorgekommen ist.


Wer bisher geltende Dogmen zu Fall bringen möchte, muss mit Fakten seine Thesen untermauern. Dies gilt für Wissenschaftler ebenso, wie für Archäologen. Insbesondere im Fall des Überfalls des 3. Reichs auf die Sowjetunion sind Fakten mit großem Gewicht in die Waagschale zu werfen, sollen interessierte Gegenstimmen verstummen. Solche Fakten hat Viktor Suworow in großer Zahl in seinem Buch ›Der Eisbrecher‹ zusammengetragen.

Er richtet das Augenmerk beispielsweise auf das Kalkül Stalins, der seine große Stunde 1942 kommen sieht, wenn sich die Kriegsgegner Deutschland, Frankreich, Italien und England gegenseitig geschwächt haben. Er plant, Europa zu unterwerfen, wenn es sich nicht mehr wehren kann. Dazu gibt er Befehl, entsprechende Waffen und Truppen bereitzustellen. Suworow stellt beispielsweise den Panzer ›BT‹ vor, der einen Aktionsradius von bis zu 700 km besaß, tiefe Flussläufe überwinden konnte und über abwerfbare Ketten verfügte. Er erwähnt, dass die abwerfbaren Ketten in der Sowjetunion keinen Sinn machen, da es dort damals nur sehr wenige befestigte Straßen gab. Der BT war also für den Angriffskrieg angeschafft worden, da abwerfbare Ketten nur dann Sinn machen, wenn dieser Panzer auf dem gut ausgebauten Straßennetz Mittel- und Südeuropas unterwegs war.

Auch die Flugzeuge der Sowjetunion waren für einen Angriffskrieg gedacht. Beispielsweise gab es die Polikarpow I-16, die über eine zweifach überlegene Feuerkraft im Vergleich zur Messerschmitt 109 E-1 verfügte und darüber hinaus einen Panzerschutz für den Piloten besaß. Die Iljuschin Il-2 wurde dafür gebaut gegnerische Flugzeuge am Boden zu zerstören. Dazu passt, dass ein Großteil der sowjetischen Flieger nicht in der Führung von Luftkämpfen ausgebildet wurden, sondern die Durchführung von Angriffen auf Bodenziele trainierten. Der Plan war, in einem überraschenden Luftangriff die Flugzeuge des Gegners zu zerstören, die Lufthoheit zu erringen und so damit den raschen Vormarsch der Bodentruppen sicherzustellen.

Damit die Eroberung des Westens rasch vor sich gehen konnte, ließ Stalin über eine Million Fallschirmspringer ausbilden. Alleine dies ist bereits ein Hinweis darauf, dass Stalin den Westen angreifen wollte, da Fallschirmspringer in einem Verteidigungskrieg völlig nutzlos sind. Ein weiteres Indiz ist die Massenproduktion von Lastenseglern im Jahre 1941. Damit hätte Stalin Hunderttausende Luftlandesoldaten in Westeuropa absetzen wollen. Auch diese Lastensegler sind zur Verteidigung völlig nutzlos.

Doch das sind noch lange nicht alle Fakten, die Viktor Suworow zu den Angriffsplänen Stalins zusammengetragen hat. Er berichtet beispielsweise über den Bau eines 127 Kilometer lange Kanals von Pinsk bis Kobrin, bei dem ungezählte Strafgefangene aus den Gulags ums Leben kamen. Der Kanal verband das Dnjepr-Becken mit dem Flusssystem des Bug. Dem Handel zuliebe wurde dieser Kanal nicht gebaut. Er war ein rein militärischer Kanal. Seine einzige Bestimmung war, Schiffe in das Flusssystem der Weichsel und weiter in Richtung Westen passieren zu lassen. Der Kanal wurde im Verteidigungskrieg gesprengt, damit ihn keine deutschen Schiffe befahren konnten. Ein klarer Hinweis darauf, dass er nur für den Angriff gebaut wurde.

Obwohl mit Deutschland ein Nichtangriffspakt geschlossen wurde, sind damals heimlich 12 Armeen an der Westgrenze stationiert worden. Selbst gegen Japan, mit dem die Sowjetunion in ständigem Konflikt stand, wurden nur fünf Armeen bereitgehalten. Im Sommer 1940 wurde beschlossen, gegen Deutschland weitere zehn Armeen aufzustellen, obwohl nach dem Hitler-Stalin-Pakt nahezu keine deutschen Truppen an den sowjetischen Grenzen verblieben sind. Diese wurden beinahe komplett im Westfeldzug verwendet. Stalin hoffte, dass Hitler als „Eisbrecher“ fungiert, die Armeen des Westens massiv schwächt und er danach als „Befreier“ in Europa empfangen wird. Wäre dies geschehen, wären wohl alle Länder Europas inklusive Frankreich und England unter sowjetische Besatzung gekommen.

So aber traf der deutsche Angriff am 22. Juni 1941 die Sowjetunion mitten in der Aufstellungsphase. Der Angriff war ein Präventivschlag gegen einen zahlenmäßig weit überlegenen Gegner. Die in Stellung gegangenen sowjetischen Armeen verfügten nach abgeschlossener Aufstellung jeweils über mindestens 2350 Panzer, 698 gepanzerte Fahrzeuge, über 4000 Geschütze und Granatwerfer sowie über 250.000 Mann. Diese massive Truppenkonzentration war nicht durch eine deutsche Bedrohung ausgelöst worden, sondern basierte auf der Idee Stalins, Europa bei günstiger Gelegenheit „zu befreien“.

Suworow hat noch weitere Hinweise parat, die zeigen, dass eine Ansammlung von Millionen Soldaten auf engstem Raum mitnichten der Verteidigung dient. Er verweist beispielsweise auf die kritische Versorgung mit Lebensmitteln sowie einer warmen Unterkunft für den herannahenden Winter. Sollte das Riesenheer nicht bald in Bewegung gesetzt werden, drohte die Gefahr, dass hungernde und frierende Soldaten sich gegen Stalin wenden würden. Auch von dieser Perspektive aus gesehen ist nun klar, dass man sich nicht auf eine Verteidigung der Sowjetunion einrichtete für den Fall, dass Hitler angreifen sollte. Stalins Ziel war ganz klar Europa, das dieser zu „befreien“ gedenkt. Diesbezüglich kommt im Buch unter anderem der ehemalige sowjetische Flottenadmiral Kusnezow zu Wort, der die Absicht Stalins, als Erster zuzuschlagen, unterstrich.

Das Buch ›Der Eisbrecher‹ von Viktor Suworow ist ein wichtiges Werk, das zeigt, dass die Geschichte zum 2. Weltkrieg an entscheidenden Stellen umfassend korrigiert werden muss. Es geht darum, der Wahrheit zu ihrem Recht zu verhelfen. Dieses Buch ist ein hochkarätiger Augenöffner und gerade der jüngeren Generation zur Lektüre empfohlen.

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Mehr Informationen:

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Titel: Der Eisbrecher
Autor: Viktor Suworow
Verlag: Pour le Mérite
ISBN: 978-3-932381-45-4
Jahr: 2008
Preis: 24,80 Euro
www.lesenundschenken.de
 

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