Welt der Fertigung
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Einstieg für Aufsteiger

Überzeugende Portalfräsmaschine

Die Anforderungen im Modell-, Werkzeug- und Formenbau nehmen zu. Nur wer schnell und flexibel hohe Qualität liefert, kann sich gegen den weltweit starken Wettbewerb durchsetzen. Auf diesen Trend reagiert Zimmermann mit der neuen FZU. Die Fünfachs-Portalfräsmaschine ist nicht nur extrem kompakt und dank ihres thermosymmetrischen Aufbaus genau, sie bietet auch den günstigen Einstieg in das Zimmermann Maschinenprogramm und das bei maximaler Produktivität und hohen Verfügbarkeiten. Bearbeiten lassen sich insbesondere Kunststoffe, Ureol und Aluminium.


„Die Ansprüche, die Modell-, Werkzeug- und Formenbauer heute erfüllen müssen, haben sich im Lauf der Jahre im Kern nicht unbedingt verändert, sie sind ganz einfach gewachsen“, resümiert Frieder Gänzle. Insbesondere Auftraggeber aus der Automobilindustrie erwarten Bauteile mit nahezu perfekten Oberflächen und immer höheren Genauigkeiten. Die Hersteller bringen in ständig kürzeren Zyklen neue Modelle oder Varianten auf den Markt. Konnten Modell-, Werkzeug- und Formenbauer früher auf lange Sicht planen, müssen sie heute wesentlich schneller auf Anfragen reagieren.

„Mit den Modell-, Werkzeug- und Formenbauern pflegen wir eine ganz besondere Beziehung“, sagt Gänzle. „Gemeinsam konnten wir uns in den vergangenen Jahren konsequent weiterentwickeln. Wir verdanken dieser Branche sehr viel.“ Der Maschinenbauer ist mit den Anwendern im ständigen Austausch. In den Gesprächen wurde klar, was die Branche benötigt: leistungsstarke, kompakte Maschinen mit maximaler Produktivität und Verfügbarkeit.

Und ganz wichtig: Bei all diesen Anforderungen müssen sie ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. „Wir haben uns immer weiter in Richtung Schwerzerspanung entwickelt“, berichtet Gänzle. „Damit wurde auch unsere bislang kleinste Maschine im Portfolio, die FZ33 compact, umfangreicher. Wir haben sie technologisch stetig nach oben gepusht.“ Ihr Schwerpunkt liegt auf der Aluminiumzerspanung, Stahlbearbeitung ist allerdings auch möglich. Damit bietet Zimmermann den Kunden zwar eine sehr effiziente, flexible und gleichzeitig platzsparende Maschine an, die konsequenten Weiterentwicklungen haben sich jedoch auch auf den Preis ausgewirkt. „Gefragt war ein Einsteigermodell, das unser Programm nach unten abrundet“, erläutert Gänzle. Das Ergebnis ist die auf Gewicht und Stabilität optimierte 5-Achs-Portalfräsmaschine FZU.

Als Hakenmaschine ausgeführt

Im Gegensatz zur FZ33 compact und auch den anderen Maschinen, die Zimmermann anbietet, geht der Hersteller mit der FZU einen anderen Weg. „Wir können das Besondere dieser Portalanlage auf drei wesentliche Eigenschaften eingrenzen“, beschreibt Gänzle. Der erste Punkt: „Wir folgen dem Trend moderner Fertigungsmaschinen und führen sie als platzsparende Hakenmaschine aus.“ Das heißt: Zimmermann baut sie im Haus auf und kann sie per Lkw oder Schiff zu den Kunden transportieren – ohne sie demontieren zu müssen. Am Bestimmungsort ist sie nach wenigen Handgriffen einsatzbereit; das Aufstellen und in Betrieb nehmen ist mit minimalem Aufwand verbunden. Für den Kunden bedeutet dies schnell verfügbare Anlagen mit fundamentlosen Aufstellmöglichkeiten. „Wir haben uns bei der Entwicklung an die gängigen Transportmaße gehalten. Gleichzeitig erreicht die neue FZU einen für ihre Größe beachtlichen Arbeitsbereich“, erklärt Gänzle.

Thermosymmetrisch aufgebaut

Wichtig ist, die Anlage an die geforderte Dynamik anzupassen. Widrige Umgebungsbedingungen und lange Maschinenlaufzeiten führen zwangsläufig zu thermischem Einfluss. Trotz der gestiegenen Genauigkeitsanforderungen der Kunden muss die Anlage stets hervorragende Oberflächen erzielen. Deshalb haben die Zimmermann-Entwickler die Portalfräsmaschine thermosymmetrisch aufgebaut. Das heißt: Frässpindel, Führungen und andere genauigkeitsbestimmende Bauteile sind so angeordnet, dass ihre Erwärmung entweder kompensiert wird oder sie sich in unkritische Richtungen ausdehnen. „Dies ist die zweite wichtige Eigenschaft“, betont Gänzle.

Das Grundgestell besteht aus einer Stahl-Schweiß-Konstruktion, die eine durchgängige U-Form bildet. Der mittig geführte Z-Schieber des Maschinenportals hat einen achteckigen Querschnitt – und keinen viereckigen wie vergleichbare Produkte – dies macht ihn besonders stabil. Für ihre geringe Größe weist sie dank ihres Aufbaus somit eine überzeugende Steifigkeit auf. „Mit einem Gewicht von ca. 35 Tonnen, einer Länge von 3500, einer Breite von 7500 und einer Höhe von knapp 5000 Millimetern konnten wir eine leichte und kompakte Anlage bauen“, sagt Gänzle.

Den eigenen Kopf durchsetzen

Die dritte Eigenschaft betrifft den neuen Fräskopf VH10, der eine extrem hohe Leistungsdichte erreicht. „Mit dieser Neuentwicklung konnten wir unser Portfolio bereinigen“, berichtet Gänzle. Denn der VH10 wird den VH12 ablösen, der nicht aus dem Hause Zimmermann stammt. Neben dem VH20, VH30 und VH60 ist der VH10 nun der kleinste Kopf im Programm. Anwender profitieren auch davon, dass Zimmermann bei Bedarf passende Ersatzköpfe auf Lager hat und sofort liefern kann, falls es beim Anwender zu Ausfällen kommt, beispielsweise durch einen Crash. „Wir haben den Anspruch, schnell zu reagieren und Kunden optimal zu unterstützen“, betont Gänzle.

Durch seine schlanke Bauweise besitzt der VH10 nur minimale Störkonturen. Im Vergleich zum VH12 erreicht er nahezu doppelt so hohe Klemmkräfte. Das liegt daran, dass Zimmermann statt einer Wange zwei verbaut. Der VH10 arbeitet so deutlich stabiler. Um Durchlaufzeiten zu minimieren, kommt im Fräskopf standardmäßig eine leistungsstarke Spindel mit 34 KW bei einer maximalen Drehzahl von 24.000 U/min zum Einsatz. „Damit eignet sich die FZU ideal für die in der Branche typischen Werkstoffe wie Ureol, Clay und Aluminium. „Künftig werden wir den neuen Fräskopf auch in größeren Maschinen einsetzen, auf denen die Verarbeiter Eins-zu-eins-Modelle herstellen können – beispielsweise auf unserer FZ37“, sagt Gänzle.

Standardisiert und trotzdem individuell

Um eine hochwertige Maschine zu einem günstigen Preis anbieten zu können, haben die Entwickler ihr Augenmerk darauf gelegt, durch höhere Standardisierung preislich interessant zu bleiben und dennoch auf individuelle Kundenwünsche eingehen zu können. „Wie bei allen Maschinen setzt Zimmermann deshalb auch bei der FZU auf ein Baukastensystem. Dieses wird unter anderem unterschiedliche Größenvarianten und Leistungen ermöglichen. Zudem gibt es zahlreiche Ausstattungsoptionen, die dem Kunden maximale Flexibilität bieten.

Damit kann Zimmermann mit der neuen FZU eine sehr effiziente Lösung verwirklichen. Zu den Ursachen, die für Erfolg und Kundenzufriedenheit sorgen, zählen oft auch die kleinen Dinge. „Wir legen sehr viel Wert auf Details – ein Aspekt, der sich nicht immer in Zahlen messen lässt“, erklärt Gänzle und nennt zwei Beispiele: So ist beispielsweise der Bearbeitungsraum vollständig mit Edelstahlblechen ausgekleidet, um eine maximale Abrasionsbeständigkeit zu gewährleisten.

Darüber hinaus statten wir die FZU als erste Portalfräsmaschine mit unserer innovativen neuen 24 Zoll Multitouchsteuerung NXP aus, welche bereits bei unserem Horizontal-Bearbeitungszentrum FZH zum Einsatz kommt.“ Ein immer wichtigeres Thema ist die Ergonomie. Um Bauteile bequem der Maschine zuführen zu können, ist die Tür asymmetrisch geteilt: Eine leicht zu öffnende kleine Tür führt in den Maschinenraum, die große dient zum Beladen. Der Mitarbeiter hat damit eine relativ große Sichtfläche, einen schnellen Zugang zum Bearbeitungsraum und weiträumig Platz zur Beladung –nicht zu unterschätzende Vorteile beim Thema Ergonomie. Ein weiteres Detail: Wir haben einen Schrank direkt vor der FZU installiert. „Die Idee kam einem unserer Konstrukteure“, sagt Gänzle.

Ihm fielen die in den Betrieben verwendeten Tische auf, die die Anwender vor die Anlagen positionieren und ihr Zubehör darauf stellen. Mit unserer Lösung lässt sich alles, was zur täglichen Arbeit gehört, sicher und in Greifnähe in der Maschine verstauen. Dazu kommen Absaugtechniken sowie ein besonderes Späne-Management. „Oft sind es simple Ideen, die den Arbeitsalltag des Maschinenbedieners ungemein erleichtern“, resümiert Gänzle.

Umfassender Service

Um Betriebe bestmöglich zu unterstützen, konzentriert sich Zimmermann auf einen hochwertigen, zuverlässigen und kundennahen Service. Denn genau dies macht eine gute Beziehung zwischen Anbieter und Anwender aus. „Die Kunden erwarten eine hohe Anlagenverfügbarkeit über die komplette Laufzeit“, weiß Gänzle. „Wir betreuen sie umfassend.“ Dazu gehören eine Hotline, über die die Anwender auch außerhalb der üblichen Arbeitszeit einen kompetenten Ansprechpartner erreichen, sowie Ferndiagnosesysteme, die kurze Reaktionszeiten im Notfall ermöglichen.

Sind mechanische Komponenten defekt, garantiert der Maschinenbauer in der Regel eine Lieferung in Deutschland innerhalb von 24 Stunden. Die Anwendungstechniker optimieren zudem individuell mit dem Kunden das Zusammenspiel von Kopf, Spindel, Werkzeug und Spannmittel bei den Maschinen. Zimmermann verkauft damit nicht nur Anlagen, sondern komplette Lösungen. Geplant ist, das Service-Personal weiter aufzurüsten.

Anspruch: technologisch führend sein

„Wir wollen den Trends nicht hinterherlaufen, sondern den Markt gestalten“, sagt Gänzle. „Grundsätzlich haben wir deshalb den Anspruch, nicht das gleiche zu tun wie unsere Wettbewerber.“ Um technologisch führend zu sein, bleibt der Maschinenbauer bei den Entwicklungen nie stehen. So wird die FZU stetig optimiert – ohne dabei das Preis-Leistungs-Verhältnis aus dem Auge zu verlieren. Denn das Interesse an diesen Maschinen scheint sehr groß zu sein. Die ersten Gespräche mit Anwendern verliefen vielversprechend.

„Wir sind zuversichtlich, sowohl in Deutschland als auch international den Anforderungen unserer Kunden mit dieser Neuentwicklung gerecht zu werden“, sagt Gänzle. Wie überzeugt er von der neuen Lösung ist, unterstreicht die Aussage, dass das Konzept der FZU auf die anderen Maschinen im Programm übertragen werden könnte.

 

Mehr Informationen zur F. Zimmermann GmbH:

Kontakt  Herstellerinfo 
F. Zimmermann GmbH
Goethestr. 23-27
73770 Denkendorf
Tel.: +49 (0) 711 / 934 935 0
Fax: +49 (0) 711 / 934 935 300
E-Mail: info@f-zimmermann.com
www.f-zimmermann.com
 

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