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Baggerschaufeln im Turbotempo schleifen

Elektro- gegen Druckluftschleifer getauscht

Bis zu 30 Tonnen schwere Bauteile produziert Caterpillar aus verschiedensten Stahllegierungen. Der Umstieg auf die neuen GTG-25-Schleifmaschinen von Atlas Copco mit ihrem äußerst effizienten Turbinenantrieb verkürzte die Zyklusdauer und verbesserte die Ergonomie.


Pulverisierer, Polypgreifer, Baggerarme für Longfront-Abbruchmaschinen: Mit der Fertigung solcher anspruchsvollen Komponenten hat sich das Werk ´s-Hertogenbosch (Niederlande) innerhalb des Caterpillar-Konzerns zu einem Kompetenzzentrum für aufwendige Stahlkonstruktionen entwickelt. „Wir haben an unserem Standort etwa 120 Mitarbeiter, von denen allein 27 in der Schweißabteilung tätig sind“, berichtet Gerrit-Jan Leeijen, der bei der Caterpillar Work Tools B.V. für die Instandhaltung verantwortlich ist. „Bislang haben wir vorwiegend elektrische Schleifmaschinen eingesetzt, doch die Stahlqualitäten werden immer höher und die Schweißarbeiten immer aufwendiger – da stoßen Elektroschleifer zunehmend an ihre Grenzen.“

Doppelte Werkzeugvorhaltung und unnötig hohe Wartungskosten

Leeijen nennt als Beispiel 230-Volt-Geräte, die oft schon nach weniger als einer Viertelstunde Einsatz beim Säuberungsschleifen und Egalisieren der Schweißnähte zu überhitzen drohten und lange Abkühlpausen brauchten. So war Caterpillar gezwungen, pro Arbeitsplatz jeden Schleifer mindestens doppelt, wenn nicht sogar dreifach vorzuhalten. „Außerdem mussten wir zu den lästigen Ausfallzeiten durch die übermäßige Erwärmung auch noch erhebliche Wartungs- und Reparaturkosten bei den Elektroschleifern hinnehmen.“ Beinahe täglich sei es zu Ausfällen gekommen. Weil der feine Metallschleifstaub in die Wicklungen der Elektromotoren gelangte, traten immer wieder Kurzschlüsse auf.

Neue Zweistufen-Turbine nutzt Druckluft wirtschaftlicher

Da kam dem Caterpillar-Instandhaltungsleiter das Angebot zum unverbindlichen Ausprobieren einer Turbinenschleifmaschine des Typs GTG 25 genau recht. Mit ihrer zweistufigen Antriebsturbine holt das Werkzeug eine effektive Abgabeleistung von 2,5 Kilowatt (kW) aus nur 2,1 kg Masse heraus. „So ein hohes Leistungsgewicht kannten wir bislang nicht. Auch deshalb testeten wir den Druckluftschleifer ausgiebig in den unterschiedlichsten Anwendungen“, schildert Leeijen, der von seinen Kollegen durchweg positive Rückmeldungen erhielt. Zu der Bestätigung, dass die Werker beim Schleifen keine Zwangspausen zum Austauschen oder Abkühlen ihrer Maschinen mehr brauchten, waren dem Instandhaltungs-Supervisor vor allem ihre Erfahrungen in Bezug auf Ergonomie und Bearbeitungszeiten mit dem neuen Schleifmaschinenmodell wichtig.

Wendiger Schleifer beschleunigt Arbeitsschritte

„Besonders bei Überkopfarbeiten macht sich das niedrige Gewicht der GTG 25 positiv bemerkbar, und durch die kompakte Bauweise können die Kollegen der Schweißabteilung mit dem Gerät selbst an schwer zugänglichen Schleifstellen leicht schruppen und glätten.“ Dazu trage auch der gut konstruierte Sicherheitsstarter bei, der ein unbeabsichtigtes Anlaufen der Maschine zuverlässig verhindere und das sichere Arbeiten selbst mit dicken Schweißhandschuhen ermögliche, beurteilt Leejien die hervorragende Praxistauglichkeit des neuen Turboschleifers.

Der harte Testeinsatz beim Beschleifen der meist mehrlagigen Schweißnähte mit 125-mm-Schleifmitteln in extrem widerstandsfähigen Stahlqualitäten konnte der GTG 25 nichts anhaben. Von den Werkern wurde sie in kurzer Zeit akzeptiert. „Ihnen gefiel neben dem leichten Handling speziell der integrierte Unwuchtausgleich“, sagt Leeijen. Dieser Autobalancer lasse die GTGs viel vibrationsärmer laufen als gewöhnliche Werkzeuge: In einem ölgefüllten Hohlkörper auf der Abtriebswelle rotieren Stahlkugeln, die sich bei einer Unwucht im Schleifmittel selbsttätig entgegen dieser Unwucht anordnen und so den Schwingungspegel der Maschine auf unter 3 qm/s drücken – egal, ob Schrupp-, Trenn- oder Fächerschleifscheiben aufgespannt werden.

Defekte Elektroschleifer werden nicht mehr repariert, sondern ersetzt

So ist es kein Wunder, dass Caterpillar inzwischen einen großen Teil der Schweißarbeitsplätze mit GTG-25-Turbinenschleifern ausgestattet hat. „Und wenn in Zukunft weitere Elektroschleifer ausfallen, werden wir diese nicht mehr reparieren, sondern gegen die wesentlich robusteren GTGs austauschen“, ist sich Gerrit-Jan Leeijen sicher.

 

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