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Schnell, kraftvoll und flexibel

Das neue Ladeportal LP 100 von Liebherr

Mit dem neuen Ladeportal LP 100 füllt Liebherr eine Lücke im Bereich Automationssysteme. Die Neuentwicklung ist besonders geeignet für kleinere und leichtere Teile. Vorteile bringt das flexible Design insbesondere für Inline-Produktionskonzepte, bei denen Werkstücke größere Wege zurücklegen müssen.


„Downsizing“ ist ein Trend, der im Bereich Automotive immer stärker wird: Motoren werden effektiver und damit kleiner und leichter. Mit der neuen Größe LP 100 bekommen Motoren- und Getriebehersteller einen deutlich erweiterten Spielraum, um die optimale Lösung für sich zu finden. Sie eignet sich für die Gewichtsklasse, in der sich z.B. Zylinderköpfe und Getriebegehäuse sowie alternative Antriebselemente wie etwa Elektro- oder Hybridmotoren, Brennstoffzellen oder Bauteile ähnlicher Größenordnung bewegen. Neu ist die Möglichkeit, das Portal zusätzlich entweder auf hohe Geschwindigkeit (High-Speed) oder maximale Last (High-Load) zu konfigurieren. Durch diese Variabilität kann das LP 100 noch flexibler eingesetzt werden.

Ideal für Inline-Produktion

Um moderne Produktionsprozesse zu unterstützen, wurde das Design des Portals den vielfältigen Anforderungen entsprechend angepasst. „In der neuen Konstruktion können unsere Kunden beispielsweise die Abstände zwischen den Stützen größer wählen“, erläutert Martin Winterstein, Leiter Globales Business Developement & Marktvertrieb Automationssysteme. „Damit gewinnt der Planer zusätzlichen Spielraum bei der Einrichtung seiner Linie und auch bei der Auswahl des Liniendesigns.“

Heute dominiert in den Fertigungslinien das „Inline-Konzept“ mit langen Fahrwegen. Den Transport der Werkstücke sowie das Be- und Entladen der Maschinen übernimmt das Ladeportal. Bandsysteme für den Transport der Werkstücke sind nur noch im geringen Umfang erforderlich. Zudem hat sich die Anzahl der Maschinen unter einem Ladeportalabschnitt erhöht, um eine höhere Produktion mit minimiertem Einsatz von Automation realisieren zu können. „Die Veränderungen im Liniendesign haben Konsequenzen für die Automation: Werkstücke müssen größere Wege bei höherer Geschwindigkeit überwinden“, erläutert Martin Winterstein. „Dass auch die Maschinen und Bearbeitungszentren immer schneller werden, wirkt sich zusätzlich treibend auf die Taktzeit aus. Bei der Portalentwicklung berücksichtigen wir diese Trends natürlich und bieten Lösungen, zum Beispiel die High-Speed-Varianten.“

Die neu eingeführte Spezialisierung in High-Load- und High-Speed-Varianten soll im Laufe der nächsten zwei Jahre auch auf die bestehenden Portalvarianten übertragen werden. Damit bietet Liebherr zukünftig für alle Branchen optimal dimensionierte Automationslösungen ohne Einschränkungen in Funktionalität und Leistung kostengünstig an.

Mit LMS 4.0 modular den Automationsprozess steuern

Zu den zentralen Aufgaben einer Automationssoftware können die Betriebsdatenerfassung, die Produktionsplanung, die Teilerückverfolgung und ein Informationssystem gehören. Diese Module bietet das neue Liebherr Manufacturing System 4.0 (LMS 4.0). Sie können zu einem Basispaket, das die Grundlage aller Module bildet, hinzugefügt werden. So erhält jeder Kunde die Software-Lösung, die für seine Automation passt. Hier steht die einfache Bedienbarkeit im Vordergrund. Eine neue grafisch geführte Oberfläche bündelt Funktionen bedienergerecht auf dem Leitrechner und ermöglicht auf Wunsch volle Produktionssteuerung. Zudem sind Schnittstellen zu den gängigen ERP Systemen vorhanden.

Für das Modul LMS 4.0 Part Tracking Application benötigen die Werkstücke klare Identifikationscodes, etwa durch Bar- oder Matrixcodes. An jeder Station müssen Lesegeräte vorhanden sein, damit die Bearbeitungsschritte und der Teilezustand fortlaufend registriert werden können. Der Produktionsplaner LMS 4.0 Production Scheduler kann Produktionsaufträge statisch oder dynamisch nach Endtermin anlegen. Auch externe Aufträge – zum Beispiel aus SAP – können importiert werden.

So können Anwender ihre Aufträge flexibel planen und verwalten. Die LMS 4.0 Production Monitoring Application dient der Datenerfassung. Sie sammelt Betriebsdaten und -zustände der einzelnen Stationen sowie ihre Verfügbarkeit. Zudem zählt sie die Werkstücke und zeigt Fehlertexte an. Ist dieses Modul installiert, können Anwender auch das Modul LMS 4.0 Info Board verwenden. Es visualisiert die Fertigungszelle: Auf einem großen Bildschirm können Produktions- und Betriebsdaten abgerufen werden, die aktuelle oder historische Daten (inklusive Zielvorgaben) berücksichtigen. So haben zum Beispiel die Mitarbeiter auf dem Infoboard immer im Blick, ob alle Zellen aktiv sind und die Zielvorgaben erfüllt werden.

 

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