Welt der Fertigung
Sie sind hier: Startseite » Archiv » Jahrgang 2015 » Ausgabe Mai 2015

Werkzeuge zum Taumelfräsen

Trochoid aggressiv und turboschnell zerspanen

Trochoidales Hochgeschwindigkeitsfräsen sorgt zurzeit beim Bearbeiten von schwierig zu zerspanenden High-Tech-Materialien für neue Produktivitätssprünge. Der Werkzeughersteller SGS Tool unterstützt dabei mit optimal auf die jeweilige Anwendung angepasste Werkzeuge. So beispielsweise mit dem 6-schneidigen T-CARB Schaftfräser. Dank ihm können die Zerspaner gegenüber konventionellem Fräsen auch anspruchsvolle Schrupp- und Schlichtbearbeitungen je nach Applikation bis zu 70 Prozent schneller bei gleichzeitig zehnfacher Standzeiterhöhung des Werkzeugs realisieren.


Das Erfolgsrezept des trochoidalen Verfahrens basiert im Gegensatz zum herkömmlichen Fräsen im Wesentlichen auf dem Einsatz eines Werkzeugs mit kleinerem Durchmesser, welches mit geringerem Eingriffswinkel bei sehr hoher Drehzahl und Vorschub trochoid eine Nut herstellt, deren Breite größer ist als der Schneiddurchmesser des entsprechenden Tools. Möglich ist dies unter anderem dank leistungsfähiger CAM-Software und dynamischer, schnellerer Maschinenrechenleistung.

Ganz wichtig sind verfahrensfokussierte Werkzeuge, die genau auf die Belastungen und Anforderungen dieser Überlagerung einer Kreis- mit einer Linearbewegung ausgelegt sind. So kann in jedem Moment der Bearbeitung unmittelbar die optimale Fräsbahn des Werkzeugs errechnet werden.

„Trochoidales Fräsen ist ein sehr gutes Beispiel, wie sich aus der Innovationskraft von Maschinen-, Software- und Werkzeugherstellern Synergien entwickeln, neue Zerspanverfahren auf den Weg zu bringen, um etwa die Bearbeitung von schwierigen Materialien wie Titan und hochwarmfesten Stählen noch produktiver, noch wirtschaftlicher und noch qualitativ hochwertiger zu gestalten“, so Niklas Lehming, Geschäftsführer von SGS Tool aus Langenfeld. „So hat SGS Tool das trochoidale Fräsen bzw. Wave Milling schon längere Zeit mit im Kalkül, wenn es darum geht, im Rahmen unseres Focus- Customer-Development-Programms für Kunden mit hohem Bedarf an Prozess-Optimierungsunterstützung unsere Werkzeuge optimal an die jeweilige Anwendung hin anzupassen. Das ist uns beispielsweise mit dem 6-schneidgen T-CARB Hochgeschwindigkeitsfräser für das aggressive Trochoid- und Zirkularfräsen bestens gelungen.“

Werkzeug auf trochoide Anforderungen hin optimiert

T-CARB hat eine variable Schneidengeometrie und ermöglicht auch dank seiner 6 Schneiden hohe Vorschübe bei verringerter Werkzeugablenkung und -belastung beim speziellen trochoidalen Bewegungsmuster. Darüber hinaus unterstützt die spezielle Geometrie aggressives Schrägeintauchen auch bei hoher Geschwindigkeit. Dabei sorgt der exzentrische Querschnitt des Werkzeugs für Stabilität und Schwingungsreduzierung.

Hochqualitative, gleichmäßige Oberflächen beim Schruppen und glatte Endergebnisse nach dem Schlichten sind das Resultat der konstruktiven Vorteile des Werkzeugs. Aufgrund des kleineren Eingriffswinkels kommt es zu geringerer Wärmeentwicklung und die Späne werden optimal abgeführt, da die Frästasche nicht komplett durch das Werkzeug ausgefüllt wird.

T-CARB-6-Schneidenfräser werden mit der Ti-NAMITE-Hochleistungsbeschichtung (Härte, HV: 3000, Oxidationstemperatur: 900°, Reibwert 0,50) von SGS Tool ausgestattet. Niklas Lehming: „Wir lassen diese Beschichtung extra im HPPMS-Verfahren herstellen; das ist meiner Meinung zurzeit das Beste für diese besonderen Applikationsanforderungen. Denn das verleiht unserer Ti-NAMITE Beschichtung die nötige Glätte, Ultrahärte und extreme Widerstandsfähigkeit gegen abrasiven Verschleiß. Ebenso sorgt Ti-NAMITE für optimale Wärmeabfuhr sowie hohe Adhäsion, die in Hochleistungsanwendungen mit mechanischem Stress so wichtig ist.“

Die neue Werkzeugserie T-CARB zum Trochoidalfräsen gibt es in unterschiedlichen
Längen-, Freischliff- und Eckenradiusausführungen und kann – dank der geringer auftretenden Zerspanungskräfte beim trochoidalen Fräsen – auch optimal auf Spindeln mit weniger Drehmoment eingesetzt werden.

Anwendungsfokussierte Werkzeugoptimierung POA

Niklas Lehming: „Da im Gegensatz zum herkömmlichen Fräsen kein Vollschnitt mehr gefahren wird, sind mit dem T-CARB Schnitttiefen bis 2xD realisierbar. Unterm Strich profitiert der Hersteller unter anderem von deutlich kürzeren Fertigungszeiten, weniger Werkzeugverschleiß und besserer Ausnutzung der Tools. Auch die Oberflächenqualität erhöht sich signifikant. Optimal ist es, wenn die spezielle Kundenapplikation im Rahmen unseres Focus-Customer-Development-Programms noch durch unser Prozess-Optimierungs-Audit (POA) läuft. Das ist ein Schnelltest, der Potenzial identifiziert, bevor Firmen-Ressourcen strapaziert werden müssen. Denn wir sagen dem Kunden schon vorher, welche Vorteile der Einsatz von T-CARB für ihn bringt.“

 

Mehr Informationen zur SGS TOOL GmbH:

Kontakt  Herstellerinfo 
SGS TOOL GmbH
Hitdorfer Straße 10 c
40764 Langenfeld
Tel.: +49 2173 9100-91
Fax: +49 2173 9100-99
E-Mail: info@sgs-tool.de
www.sgs-tool.de
 

War dieser Artikel für Sie hilfreich?

Bitte bewerten Sie diese Seite durch Klick auf die Symbole.

Zugriffe heute: 2 - gesamt: 2034.