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Bargeldabschaffung: Der Weg in die Diktatur

Eine Idee, die kein Vertrauen verdient

Immer mal wieder wird die Idee aufgegriffen, das Bargeld abzuschaffen. Beschwichtigend wird davon gesprochen, dass Bargeld in der schönen modernen Welt doch nicht mehr nötig sei. Jeder habe doch eine Kreditkarte, mit der er jederzeit und überall seine Besorgungen des täglichen Bedarfs tätigen kann. Dieser Lockruf ist gefährlich. Es darf ihm nicht nachgegeben werden, da sich der Segen des „Plastikgeldes“ sehr schnell als Fluch erweisen kann.


Schätzungen gehen davon aus, dass das weltweit zirkulierende Vermögen nur zu 20 Prozent in echten Geldscheinen und Münzen existiert. Der überwiegende Teil befindet sich in Form von Bits und Bytes auf den Festplatten der Banken. Es liegt daher auf der Hand, dass keine Bank der Welt in der Lage ist, eine zu große Nachfrage nach Banknoten und Münzen zu befriedigen. Sogenannte „Bank-Runs“ sind daher gefürchtet, weil dadurch eine Kettenreaktion in Gang kommt, an deren Ende der Zusammenbruch ganzer Volkswirtschaften steht.

Unser Geld- und Handelssystem findet vorwiegend in einer virtuellen Welt statt, die mit der realen Welt nicht einmal mehr im Entferntesten etwas zu tun hat. Da werden in wenigen Sekunden Billionenvermögen um den Erdball gejagt, ohne dass auch nur ein Geldschein oder ein Goldbarren seinen Lagerplatz verlässt. Wer schon einmal versucht hat, seine Aktien real bei sich zu verwahren, wird am Bankschalter sicher schon gehört haben, dass dies nicht möglich sei. Der Grund ist, dass auch Aktien zum größten Teil lediglich virtuell existieren und ansonsten das gleiche Spiel abläuft, wie mit Geld. Es gibt allerdings einen wichtigen Unterschied: Aktien können nicht einfach vermehrt werden, wenn es der AG gerade gefällt. Dazu ist ein Beschluss der Aktionäre nötig.

Anders beim Geld, dieses kann problemlos und zu jeder Zeit aus dem Nichts geschöpft werden, ohne dass der Bürger oder eine Regierung darauf einen Einfluss haben. Besonders eifrig tun sich hier die US-FED und die EU-EZB hervor. Diese haben Narrenfreiheit und können jede beliebige Menge an Geld aus dem Zylinder zaubern. Dazu genügt es, in der jeweils eigenen Bilanz eine neue Zahl einzutragen und den virtuellen Gelddruck per Bankcomputer zu starten. Die Folgen werden verheerend sein, da grenzenloses Wachstum immer zum Kollaps führt. Und da das Bankensystem ohne Regulierung arbeitet, wird dieser Kollaps mit garantierter Sicherheit eintreten. Dies ist nur eine Frage der Zeit.

Doch es gibt einen eleganten Weg, das Spiel folgenlos weiterzutreiben: Die Abschaffung des Bargelds! Der Grund ist einfach: Wenn Bargeld dem Geldkreislauf entzogen wird, können die „Geldschöpfer“ ihren Kunden beispielsweise problemlos tägliche Maximalsummen vorschreiben, die sie ausgeben dürfen oder müssen. Ansonsten werden sie mit negativen Bankzinsen bestraft, wenn sie ihr Geld auf dem Konto liegenlassen, was einer schleichenden Enteignung der Sparer bedeutet. Das Sparen für die Rente, für den Erwerb von Wohneigentum oder schlicht für die Bildung der Kinder würde bestraft werden!

Es ist sogar problemlos möglich, bestimmte Artikel kurzfristig zum Kauf zu sperren. Der von den Grünen propagierte „Veggie Day“ wäre so problemlos umsetzbar, weil „Kartengeld“ zum Fleischkauf sperrbar ist. Zu allem Überfluss wird künftig wohl auf jede Transaktion eine Gebühr erhoben, die den Einkauf noch teurer macht und den Kartenbetreibern goldene Zeiten beschert.

Bank-Runs wären durch die Bargeldabschaffung natürlich auch Vergangenheit. Da Banken mittlerweile ganze Staaten kontrollieren, ist klar, woher der Druck kommt, Bargeld abzuschaffen. Keine Regierung wird es wagen, diesem Wunsch einen Riegel vorzuschieben, um die Bürger zu schützen. Dies ist nicht weit hergeholt, wie der Fall Griechenlands zeigt, das sich nur mit der manipulativen Hilfe von Goldmann Sachs in die EU mogeln konnte. Das Land hat sich dadurch selbst ins Knie geschossen und wird nun von den „Helfern“ am Nasenring durch die Arena gezogen.

Wer denkt, dass es ihn nicht betrifft, wenn es kein Bargeld mehr gibt, denkt ein wenig zu kurz. Er wird als Bürger noch gläserner, als sowieso schon. Problemlos wäre es zudem möglich, Zwang auszuüben. Folgenlos könnten Banken sich hier an ihren Kunden bereichern und diese haben es zu schlucken.

Für Sparer bedeuten die jüngst getätigten Überlegungen zum Bargeldverbot, sich unverzüglich Gedanken zu seinem auf Banken befindlichen Vermögen zu machen. Es ist sicher keine schlechte Idee, einen Teil abzuheben und in Gold, Silber, Platin oder anderen werthaltigen Dingen anzulegen. Zumindest ist zu überlegen, einen Teil seines Barvermögens in anderen Währungen anzulegen. Ob schweizer Franken, russischer Rubel oder chinesischer Renimbi, alles sind sinnvolle Varianten, um nicht über Nacht mit einer finanziellen Zwangsjacke aufzuwachen. Flexibilität in Sachen ›Schadensvorsorge‹ hat noch nie geschadet.

 

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