Welt der Fertigung
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Der mobile Schweiß-Experte

Mobil Schweißen mit Fronius-Technik

Mit seiner Ein-Mann-Firma Blackburn Fabrication repariert David Blackburn alles, von Auspuffkrümmern für Flugzeuge bis hin zu Zäunen von Farmen. Die zuverlässigen und vielseitigen Fronius-Stromquellen für manuelles Schweißen helfen ihm dabei.


Schon als Kind begann David Blackburn in der Garage seiner Familie mit dem Schweißen. Vom Elektrodenschweißen gelangte er über MIG- zum WIG-Schweißen und half Freunden gegen Bezahlung bei einfachen Projekten oder Reparaturen. Eines Tages schlugen seine damaligen Mitbewohner vor, er solle doch mal am Flughafen vorbeischauen, auf dem sie arbeiteten. Dort gab es zahlreiche Schweißarbeiten zu erledigen – und das ermöglichte David, aus seiner Tätigkeit eine regelmäßige Einnahmequelle zu machen. Er begann mit kleinen, privaten und experimentellen Flugzeugen, bei denen er Aluminium und Edelstahl verschweißte. Die Arbeit machte ihm so viel Spaß, dass er sich dafür von der amerikanischen Luftfahrtbehörde FAA zertifizieren ließ. Sechs Jahre arbeitete David an Flugzeugen.

Erschwerte Bedingungen beim Schweißen im Gelände

Mittlerweile plant David den Aufbau einer eigenen Schweißerei. Derzeit aber liegt sein Fokus auf dem mobilen Schweißen. Dafür baut er eine eigens entworfene Pritsche sowie spezielle Werkzeugkästen, Gestelle und Fächer für Equipment in seinen Truck ein. „Schweißarbeiten im Gelände bergen ihre ganz eigenen Herausforderungen“, erzählt er. „Bei meiner Arbeit am Flughafen habe ich gelernt, dass es nicht immer möglich ist ein auf einem Fahrzeug montiertes Schweißgerät nahe genug an ein Flugzeug heranzubringen.

Das bedeutete, dass längere Leitungen nötig sind, die aber zu einem unstabilen Lichtbogen führen können. Außerdem benötigen die meisten Schweißgeräte eine hohe Spannung, die in den meisten Gebäuden nicht zur Verfügung steht.“ Also suchte David nach neuen Wegen: Einer davon ist die mobile Schweißvorrichtung, die er gerade baut. Der andere führte ihn zu Fronius.

„Ich hatte die Fronius-Schweißgeräte zum ersten Mal auf der FABTECH 2016 in Las Vegas gesehen“, berichtet David. Nachdem er dort mehr über die zuverlässigen Schweißgeräte des österreichischen Herstellers für den mobilen Gebrauch gelernt hatte, vereinbarte er einen Vorführtermin in der örtlichen Niederlassung. „Ich war auf der Suche nach einem multiprozessfähigen Gerät, das alle meine Anforderungen erfüllt – inklusive der Möglichkeit, 6010-Elektroden zu verschweißen.“ Gemeinsam mit den Experten des kalifornischen Fronius-Standortes testete er verschiedene Schweißgeräte und entschied sich schließlich für die TransPocket 180.

Tragbar und einphasig Schweißen mit bis zu 180 Ampere

Das tragbare, einphasige Elektrodenschweißgerät ist das erste im Portfolio von Fronius mit einem Schweißstrombereich bis 180 Ampere. Eine echte Innovation ist dabei der digitale Resonanzinverter: Dieser ermöglicht eine annähernd ideale Ausgangskennlinie und sorgt durch das stetige Vorhandensein von Leistungsreserven für einen höchst stabilen Lichtbogen bei reduziertem Energieverbrauch. Das sichert hervorragende Zünd- und Schweißeigenschaften, die sich vor allem durch die optimierte Elektrodenzündung und eine minimierte Spritzerbildung während des Schweißens bemerkbar machen.

Ein weiteres Highlight ist die PFC (Power Factor Correction)-Technologie: Die automatisierte Leistungsfaktorkorrektur modelliert den Eingangsstrom so, dass er einen beinahe idealen sinusförmigen Verlauf hat. Dies reduziert die Blindleistung auf ein Minimum und nutzt den Netzstrom optimal und effektiv aus. Darüber hinaus sorgt die Fronius-Technologie für eine höhere Stabilität bei Spannungsschwankungen.

Mit einer Toleranz von -20% / +15% sind die Schweißgeräte sehr gut für den Generatorbetrieb geeignet und liefern auch bei starken Schwankungen der Netzspannung die maximale Leistung. Die TransPocket kann bereits mit einer Spannung von 110 Volt betrieben werden. Auch lange Netzzuleitungen mit 100 Metern und mehr lassen sich problemlos realisieren. „Damit verfüge ich über einen größeren Aktionsradius und mehr Flexibilität beim Schweißen“, erklärt David.

Kompakter und vielseitiger Helfer

Fronius bietet die TransPocket in zwei Versionen an. Eine davon ist vor allem auf das Elektrodenschweißen ausgelegt, die andere auf WIG-Schweißen. David entschied sich für die WIG-Version. Sie ist zum Pulsschweißen geeignet und verfügt über eine Comfort-Stop-Funktion, die saubere Abschlüsse der Schweißnähte ermöglicht. Die vielseitige Stromquelle erlaubt ihm, mit allen erforderlichen Elektroden zu arbeiten, unterschiedliche Aufgaben zu erledigen und sämtliche Arbeiten mobil ausführen. „Die TransPocket ist einfach ein großartiges Schweißgerät“, fasst David zusammen. „Für seine Größe bietet es wirklich hervorragende Qualität.“

Zum WIG-Schweißen erwarb David außerdem eine TransSteel 2500. Das Multi-Voltage-Gerät lässt sich ebenfalls ohne Starkstrom betreiben, ist besonders gut für Stahl und Edelstahl geeignet und erzielt mit seiner digitalen Prozessregelung hochwertige und reproduzierbare Schweißergebnisse.

Zudem überzeugt es durch eine kompakte Bauweise, ein intelligentes Gerätedesign und eine einfache Bedienung. Die Vielseitigkeit der Stromquelle beeindruckt David. Intelligente Steuerungsfunktionen ermöglichen ihm, Einstellungen direkt am Schweißbrenner zu ändern. „Ich habe auf meiner Pritsche geschweißt und hatte eine 1/4-Zoll und eine 1/8-Zoll-Naht. Trotzdem musste ich nicht zum Gerät zurückgehen, sondern konnte einfach weiterarbeiten. Dadurch wird alles viel einfacher.“

Das Schweißgerät per Smartphone steuern

Wenn David seinen Laden eröffnet, plant er, neben anderen Großprojekten auch individuell geschweißte Anhänger, Stoßfänger und Gestelle anzubieten. Mit zunehmender Individualisierung muss er auch mehr Ausrüstung kaufen, um möglichst effizient arbeiten zu können. Auf seiner Wunschliste stehen unter anderem die neue MagicWave 230i, die Fronius kürzlich auf den Markt gebracht hat. Sie ist die erste Stromquelle des österreichischen Technologieführers, die mittels Bluetooth, WLAN und NFC-Technologie mit anderen Geräten kommunizieren und mit ihnen vernetzt werden kann.

„Damit lässt sich das Schweißgerät unter anderem per Smartphone steuern“, ist David beeindruckt. „Das ist definitiv etwas, was niemand sonst anbietet.“ Dank der USB-Anschlüsse können Anwender zudem einfach Software-Updates durchführen und Schweißdaten dokumentieren.

Auch bei der Hardware der MagicWave 230i hat Fronius viel getan: Die intelligente Hochfrequenz (HF)-Zündung sorgt für perfekte Zündeigenschaften, und dank der innovativen PFC-Technologie arbeiten die Geräte äußerst energieeffizient. Darüber hinaus verfügen sie über einen verbesserten kompakten Kühlkreis, der ihre Lebensdauer zusätzlich verlängert. Die MagicWave 230i ist als Multivoltage-Version verfügbar. Mithilfe des Fronius Power Plug, einem wasserdichten, verriegelbaren Gerätesteckverbinder auf der Rückseite der Stromquelle, kann das Netzkabel oder der -Stecker je nach Verwendungsort einfach und schnell gewechselt werden. „Damit bin ich in der Anwendung äußerst flexibel – auch bei unterschiedlichen Netzspannungen“, erläutert David.


Innovationen mit Mehrwert für den Schweißer

Die MagicWave 230i ist generatortauglich und bietet einen Überspannungsschutz bis 400 Volt. Damit kann sie mobil und auch in instabilen Stromnetzen genutzt werden – genau das richtige für Blackburn Fabrication. Das robuste Gehäusekonzept erhöht die Lebensdauer und schützt effektiv vor Schäden. Mit dem multilingualen Konzept lässt sich die Stromquelle intuitiv handhaben. Dazu kann der Nutzer über eine Favoritentaste die für ihn wichtigsten Parameter einfach abrufen und einstellen.

„Mit der MagicWave ist Fronius wieder einmal eine Innovation gelungen, die Anwendern wie mir einen echten Mehrwert bietet“, ist David überzeugt. „Als Schweißer kann ich mich damit ganz auf meine ursprüngliche Aufgabe konzentrieren: die perfekte Naht.“

Mehr Informationen zur FRONIUS Deutschland GMBH:

Kontakt  Herstellerinfo 
FRONIUS Deutschland GMBH
Fronius Straße 1
36119 Neuhof-Dorfborn
Tel: +49/6655/91694-0
Fax: +49/6655/91694-30
E-Mail: sales.germany@fronius.com
www.fronius.de

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