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Innovative Wälzfräsmaschinengeneration

LC 280 Alpha von Liebherr

Die Wälzfräsmaschine LC 280 α bietet Liebherr-Qualität mit maximaler Flexibilität und kurzen Lieferzeiten. Bei der Neuentwicklung setzt Liebherr auf bewährtes Know-how – gleichzeitig wurden entscheidende Komponenten überarbeitet.


Der Markt für Verzahntechnik erlebt in den letzten Jahren einen Trend zum Outsourcing. Durch diese Verlagerung erhalten viele Zulieferer Aufträge für die Weichbearbeitung von Zahnrädern. „Für solche meist kurzfristig eintreffende Anfragen hat Liebherr mit der LC 280 α eine neue Wälzfräsmaschinengeneration entwickelt“, berichtet Oliver Kraft, Leiter Entwicklung & Konstruktion Verzahnmaschinen. „Diese mit bekannter Liebherr-Qualität ausgestatte Verzahnmaschine bietet maximale Flexibilität, maximale Produktivität und steht dem Kunden kurzfristig zur Verfügung.“

Flexibilität durch vielfältiges Werkstückspektrum

Kriterien für eine Investitionsentscheidung für eine neue Verzahnmaschine sind vorrangig Qualität, maximale Flexibilität und zugleich höchste Produktivität bei geringen Anschaffungskosten. Für den Anwender ist entscheidend, welche Aufträge er ausführen und wie wirtschaftlich er diese bearbeiten kann. Für genau diese Bedürfnisse wurde die LC 280 α entwickelt. „Sie soll dem Anwender die einzigartige Möglichkeit im Markt bieten, Zahnräder und Wellen mit einem Werkstückdurchmesser bis 280 Millimeter und einer Schaftlänge bis 500 Millimeter bearbeiten zu können. In diesen Bereich fallen die meisten typischen Bearbeitungsgrößen, die für ein Getriebe benötigt werden“, informiert Oliver Kraft.

Nass- und Trockenbearbeitung: Neuer Baukasten als erfolgreiche Basis

Bei der Neuentwicklung wurden einige der bewährten Komponenten übernommen und viele verbessert. So wurde beispielsweise die Maschinenbasis mit einem sehr steilen Bett konzipiert, welches eine Ablagerung von Spänen vollständig vermeidet. Zusätzlich wurde eine optionale vollständige Edelstahlverkleidung integriert, welche den thermischen Einfluss der heißen Trockenbearbeitungs-Späne auf das Maschinenbett auf ein Minimum reduziert.

Performancesteigerung dank neuem Fräskopf

Für mehr Flexibilität und Produktivität wurde auch der Fräskopf neu entwickelt. „Nun ist es möglich, Werkstücke bis zu einem Modul von fünf Millimetern zu bearbeiten“, erklärt Oliver Kraft. „Die Spindeldrehzahl wurde im Vergleich zum Vorgängermodell um 50 Prozent auf 2.250 Umdrehungen pro Minute erhöht. Parallel wurden auch der Shiftweg auf 200 Millimeter und der maximale Werkzeugdurchmesser auf 150 Millimeter erweitert.“

Durch diese Verbesserungen erhöht sich die Werkzeugstandzeit durch den Einsatz von längeren Werkzeugen deutlich. Durch den Einsatz von Hartmetall-Wendeplattenfräsern können bei bestimmten Anwendungen die Prozesszeit um bis zu 30 Prozent und die Werkzeugkosten pro Werkstück gesenkt werden. In der Folge können die Stückkosten signifikant reduziert werden.

  • Antriebsleistung: 13 kW
  • Frässpindel Drehzahl: 2.250 1 / min
  • Max. Modul: 5 mm
  • Shiftweg: 200 mm
  • Max. Fräser-Durchmesser: 150 mm

Trockenbearbeitung mit Edelstahlverkleidung

Durch eine integrierte vollständige Edelstahlverkleidung (optional) lassen sich thermische Einflüsse, welche bei der Trockenbearbeitung auftreten, minimieren. Dies sorgt für konstante Bearbeitungsergebnisse und eine äußerst hohe Prozesssicherheit. Zudem lassen sich Spänenester vermeiden. Ein weiterer Vorteil ist das einfache und schnelle Reinigen der Maschine.

Automation mit Ringlader

Bei der Automation wurde auf das bewährte und schnelle Ringladerkonzept gesetzt, das ebenfalls weiter optimiert wurde. Jetzt können Werkstücke bis maximal 15 Kilogramm sehr schnell automatisiert be- und entladen werden. Dieses interne Automationskonzept ist so schnell wie eine Doppeltisch-Maschine und zeichnet sich durch hohe Flexibilität und Wirtschaftlichkeit aus. Rüst- und Wartungsaufwendungen können damit enorm reduziert werden.

Moderne Steuerung: Prozesse sicher und bequem einrichten

Die touchbasierte LHGearTec verfügt über eine Funktion zum Import von Werkstück- und Werkzeugdaten in den Formaten GDE und DIN4000. Durch den damit ermöglichten digitalen, automatsierten Workflow werden der Bedienkomfort und die Bediensicherheit erheblich gesteigert.

Dabei enthält die Benutzeroberfläche LHGearTec neben der Prozessüberwachung und der Unterstützung beim Rüstablauf auch die Funktion „defekte Fräserbereiche“ um die Lebensdauer des Werkzeugs maximal auszunutzen. Ein weiterer Vorteil sind die standardisierten Datenprofile zur Erfassung von Betriebs- und Maschinendaten. Diese können u.a. über OPC UA oder MTConnect an übergeordnete Systeme weitergegeben werden.

Vorteile der Maschine:

  • Bearbeitung von Werkstücken mit max. 280 mm Durchmesser und Wellen mit einer Schaftlänge von bis zu 500 mm
  • L-Türe für gute Zugänglichkeit
  • Thermisch stabiles Maschinenbett
  • Nass- und Trockenbearbeitung
  • Hohe Steifigkeit sichert beste Bearbeitungsqualität
  • Optimierte Späneabfuhr
  • Hakenfertige Maschine für schnelle Installation und Inbetriebnahme

Vorteile Automation:

  • Kunststoffkettenband KKB
  • Speicherkapazität 20 Werkstücke à 15 kg / 30 Werkstücke à 10 kg
  • Passend für die schnelle Ringladerbeladung (bis 15 kg Werkstückgewicht) für maximale Produktivität

Mehr Informationen zur Liebherr Verzahntechnik:

Kontakt  Herstellerinfo 
Liebherr-Verzahntechnik GmbH
Kaufbeurer Strasse 141
87437 Kempten/Allgäu
Tel.: 0831/786-0
Fax: 0831/786-1279
E-Mail: info.lvt@liebherr.com
www.Liebherr.com

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