Welt der Fertigung
Sie sind hier: Startseite » Archiv » Jahrgang 2019 » Ausgabe Januar 2019

Nachhaltige Aufbereitung von Gießereiabwasser

Audi setzt auf Technik von H2O

Am Audi-Standort Münchmünster fallen in der Produktion von Karosserie-Strukturbauteilen aus Aluminiumdruckguss unterschiedliche betriebliche Abwässer an, die nicht in die öffentliche Kanalisation eingeleitet werden dürfen. Bereits bei der Werksplanung wurde ein Konzept erarbeitet, das eine nachhaltige und effiziente Aufbereitung dieser Abwässer vorsieht.


Beim Druckgussverfahren sind Trennmittel unverzichtbare Hilfsstoffe, um Störungen im Produktionsablauf zu vermeiden und die Qualität der produzierten Teile sicher zu stellen. Die verbrauchten Trennmittel, gelöst bzw. emulgiert im betrieblichen Abwasser aus der Gießerei, dürfen nicht in die öffentliche Kanalisation eingeleitet werden.

„Diese Abwässer lassen sich am besten mit Vakuumdestillationssystemen aufbereiten„, so Dr. Lindemann, Dr. Lindemann Consulting. „Sie haben sich mittlerweile am Markt als sicherste und effizienteste Methode durchgesetzt„.

Audi legte neben Effizienz in Bezug auf Betriebskosten auch großen Wert auf Prozesssicherheit und Nachhaltigkeit. Es war ein einfaches, unkompliziertes System gewünscht das nicht von der Hauptaufgabe, der Produktion in der Gießerei, ablenkt.

Die H2O GmbH aus Steinen, ein führender Hersteller von Vakuumdestillationssystemen, setzte sich mit den Anforderungen der AUDI AG intensiv auseinander und entwickelte ein drauf abgestimmtes System.

Das Abwasser aus dem Aluminiumdruckguss hat oft einen pH Wert unterhalb von 7 und ist damit leicht korrosiv. Um Schäden am Verdampfer zu vermeiden und die gesetzlichen Einleitgrenzwerte für das aufbereitete Wasser einzuhalten, muss das Gießereiabwasser bei herkömmlichen Verdampfern zunächst neutralisiert werden. Die Destcontrol Technologie der H2O GmbH misst den pH Wert im Destillat und dosiert Lauge zur Anpassung des pH Wertes direkt in den Verdampfer. Daher wird die Durchlaufneutralisation vor dem Verdampfer nicht mehr benötigt.

Das Destillat von herkömmlichen Verdampfern darf nicht direkt in die Kanalisation eingeleitet werden, weil der Grenzwert für Kohlenwasserstoffe nicht eingehalten wird. Das aufbereitete Wasser muss noch über Adsorber, Aktivkohlefilter oder Membrananlagen nachbehandelt werden, um die Einleitung in den Kanal zu ermöglichen. Dafür hat die H2O GmbH die Clearcat-Kondensationsstufe entwickelt. Diese in den Verdampfer integrierte, patentierte Technologie sorgt dafür, dass das Destillat den Einleitgrenzwert für Kohlenwasserstoffe zuverlässig einhält. Somit kann ein weiterer Prozessschritt komplett entfallen.

Ein redundant ausgeführtes Analysesystem überwacht und protokolliert kontinuierlich die wichtigsten Grenzwerte im gereinigten Wasser und stellt so sicher, dass kein verschmutztes Wasser in die Kanalisation eingeleitet wird.

Mehr Informationen zur H2O GmbH:

Kontakt  Herstellerinfo 
H2O GmbH
Wiesenstrasse 32
79585 Steinen
Tel. +49 7627 9239-0
Fax +49 7627 9239-100
E-Mail: info@h2o-de.com
www.h2o-de.com

War dieser Artikel für Sie hilfreich?

Bitte bewerten Sie diese Seite durch Klick auf die Symbole.

Zugriffe heute: 1 - gesamt: 502.