Welt der Fertigung
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Bimos: Gesundes Arbeiten in der Fertigung

Der ergonomische Arbeitsplatz im Blick

Mitarbeiter, die sich an ihrem Arbeitsplatz wohlfühlen, sind entspannt und produktiv. Mit wachsendem Altersdurchschnitt der erwerbstätigen Bevölkerung und der zunehmenden Komplexität der Aufgaben wird auch die Ergonomie am Arbeitsplatz immer wichtiger. Doch gerade Arbeitsplätze in der Industrie und speziell der Fertigung ergonomisch zu gestalten, ist eine große Herausforderung. Bimos hat dazu Passendes im Portfolio.

Die Industrie ist eine vielfältige Branche, die mit den unterschiedlichsten Produkten, Materialien und Maschinen arbeitet. Dennoch gibt es Übereinstimmungen, die dem Arbeitgeber helfen, Regeln, an denen sich der ergonomische Arbeitsplatz orientieren kann, festzusetzen.

Der ergonomische Arbeitsplatz

Doch was macht einen ergonomischen Arbeitsplatz überhaupt aus und was ist Ergonomie? Das Wort Ergonomie setzt sich aus den Worten ergon und nomos zusammen. Ergon steht dabei für Arbeit oder Werk und nomos für Regel und Gesetz. Ergonomie beschreibt in erster Linie also die Gesetzmäßigkeit menschlicher Arbeit. Ziel der Ergonomie ist es, den Arbeitsplatz des Arbeitsnehmers so zu optimieren und anzupassen, dass optimale Ergebnisse erhalten werden können und die Gesundheit des Einzelnen gefördert wird.

Zur Anpassung des Arbeitsplatzes zählen dabei nicht nur die Inhalte, sondern auch die Arbeitsorganisation und das Umfeld. Bewegungsabläufe für Mitarbeiter sollten möglichst abwechslungsreich sein, Sitzgelegenheiten oder Stehhilfen bestmöglich unterstützen und das Umfeld angenehm für den Arbeitenden gestaltet sein.

Ergonomie am Fertigungsarbeitsplatz

Im Gegensatz zum Büro müssen Arbeitsplätze in der Fertigung andere Anforderungen erfüllen. Statt vorrangig am Computer zu arbeiten, wird mit Werkstoffen und Produktteilen hantiert. Für die ergonomische Gestaltung bedarf es also der Betrachtung drei unterschiedlicher Faktoren: dem Arbeitsraum, den Arbeitsmitteln und der Arbeitsumgebung.

Das richtige Sitzen

Der gesamte Arbeitsplatz und somit auch der Stuhl sollten kompromisslos auf die Bedürfnisse des Mitarbeiters und die Anforderungen an die Arbeit eingestellt werden. Gerade in der Fertigung bedarf es einer Sitzgelegenheit, die widerstandsfähig gegenüber Schmierstoffen, Spänen, aggressiven Staubpartikeln, Funkenflug und scharfen Reinigungsmitteln ist.

Arbeitsstühle der Fertigung benötigen einen festen Stand, um auch stärkeren Bewegungen entgegenzuhalten. Für den optimalen Sitzkomfort sollte die Rückenlehne den Bewegungen des Mitarbeiters folgen und ihn in jeder Position stützen. Eine leichte Vorwärtsneigung der Sitzfläche kann für einen geraden Rücken beim Sitzenden sorgen. Falls der Stuhl über Armlehnen verfügt, ist es wichtig, dass sie sich in der Höhe und der Breite verstellen lassen. Nur so ist gewährleistet, dass die Mitarbeiter einen ausreichend großen Greifradius haben. Außerdem sollten die Stühle so bequem wie möglich gepolstert sein.

Da in der Fertigung verschiedene Arbeitsplätze von unterschiedlichen Mitarbeitern benutzt werden, ist es förderlich, die Stühle mit einer intuitiven Handhabung und Verstellbarkeit auszustatten. Sollte sich der Mitarbeiter außerdem häufiger auf- und niedersetzen, ist ein integrierter Federdämpfer empfehlenswert. Er fängt den Stoß beim Hinsetzen ab und sorgt für eine geringere Belastung der Wirbelsäule. Außerdem ist er in der Lage, Vibrationen abzufangen, die von Produktionsmaschinen erzeugt und ohne Dämpfung zu einer großen körperlichen Dauerbelastung werden können.

Die Unterstützung des Körpers während der Arbeit sollte zwingend auf die Tätigkeit abgestimmt werden. So kann es bei einer Beschäftigung hauptsächlich im Stehen sinnvoll sein, eine Stehhilfe statt einem normalen Arbeitsstuhl anzubieten. Für kleine Tätigkeiten an verschiedenen Orten, die wenig Zeit in Anspruch nehmen, ist es dagegen ratsam, auf einen Arbeitshocker zurückzugreifen, der dem Arbeitenden mehr Mobilität und Freiraum gibt.

Eine ergonomische Umgebung

Verschiedene Faktoren der Umgebung sollte der Arbeitgeber im Blick haben, damit der Mitarbeiter sich an seinem Arbeitsplatz rundum wohlfühlen kann: die Raumtemperatur, die Belüftung, die Luftfeuchtigkeit, die Lärmbelastung, die Beleuchtung und die Körperbelastung.

Als eine angenehme Raumtemperatur wird im Sommer nicht über 21 und im Winter nicht unter 18 Grad empfohlen. Außerdem sollte der Raum ausreichend belüftet werden, allerdings ohne Zugluft. Die Luftfeuchtigkeit sollte bei etwa 50% liegen. Besonders in der Fertigung ist es weiterhin wichtig, dass der gesamte Arbeitsplatz gut ausgeleuchtet wird. In Produktionshallen ist vor allem Lärm eine große Belastungsquelle für Mitarbeiter. Schallschutzwände und Gehörschutz können dafür Abhilfe schaffen.

Der Arbeitsplatz sollte so gestaltet sein, dass unnatürliche Bewegungen möglichst vermieden werden. Nötige Blickwechsel finden daher am besten auf gleicher Höhe und ohne übermäßige Drehung des Kopfes statt. Hilfreich ist es außerdem, wenn Arbeitsplätze mit aufeinanderfolgenden Schritten nah beieinander liegen. So kann ein kontinuierlicher Arbeitsfluss erhalten werden. Weiterhin helfen höhenverstellbare Tische und Maschinen dem Beschäftigten, seine Tätigkeit bestmöglich unterstützt und in gesunder Haltung auszuführen. Dabei bleibt der Arbeitsplatz bei unterschiedlichen Nutzern am gleichen Platz individuell einstellbar.
Die Arbeit mit Materialien ist in der Fertigung essenziell. Diese sollten durch Ablagemöglichkeiten nah beieinander und übersichtlich aufgestellt werden. Dafür benutzte Werkzeuge besitzen am besten einen angenehmen Griff und haben eine ergonomische Form. Außerdem muss der Greifradius für diese stimmen: alles sollte schnell und mit den Händen gut erreichbar sein. Es gilt: das, was der Mitarbeiter am häufigsten nutzt, liegt den Händen am nächsten.

Gerade im Bereich der Fertigung können beim Transport extreme Körperbelastungen auftreten. Dagegen können spezielle Hebehilfen oder -maschinen Abhilfe schaffen. Zusätzlich müssen Mitarbeiter darauf geschult werden, nicht zu viel oder zu hoch zu heben. Das Wissen über Gesundes Heben gilt als Grundvoraussetzung für die Arbeit in diesen Bereichen.

Hilfe zur Selbsthilfe

Neben den Dingen, die der Arbeitgeber aktiv verändern kann, ist es wichtig, den Mitarbeitern ergonomische Maßnahmen nahezubringen, die sie selbst angehen können. So sollten Beschäftigte lernen, wie sie durch andere Bewegungen, Botengänge oder auch Spaziergänge in den Pausen einen Ausgleich zu den Phasen im Sitzen oder Stehen schaffen. Für abwechslungsreiche Bewegung am Arbeitsplatz können auch Übungen für Steh- und Sitzarbeitsplätze erlernt werden.

Weiterhin ist es wichtig, Schulungen zum Arbeitsschutz anzubieten. Dies sollte in der Fertigung mindestens einmal im Jahr geschehen.

Die Ergonomie im Fokus

Den Fokus auf die Ergonomie im Unternehmen zu setzen, bringt auf vielen Ebenen Vorteile. Auf der Ebene der Mitarbeiter steht natürlich die Gesundheit im Fokus. Wenn Beschäftige an ihrem Arbeitsplatz richtig sitzen, müssen sie für ihre Bewegung nur minimale Energie aufbringen. Schmerzen in Rücken, Nacken oder Beinen bleiben aus und es kann konzentriert und zügig gearbeitet werden. Bleibende körperliche Schäden durch Fehlhaltungen bleiben aus und die Effizienz und Motivation wird gesteigert.

Die gesamte Produktivität des Unternehmens erhöht sich, denn es kommt zu einem geringeren Krankheitsstand und einer höheren Leistungsfähigkeit. Dadurch nimmt auch die Qualität der Produkte zu. Langfristig führt die Ergonomie also zu einer effektiveren Produktion mit hoher Qualität. Nebenbei steigert sich auch die Attraktivität als Arbeitgeber und der ergonomische Arbeitsplatz erleichtert es, Fachkräfte zu gewinnen und zu binden.

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Bimos - eine Marke der Interstuhl Büromöbel GmbH & Co. KG
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